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Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

Berlin: Mittwoch 14.11.18 19:26 | Montevideo: Mittwoch 14.11.18 15:26

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Inflation im Mercosur und Lateinamerika

Geschrieben von KTS   
Erstellt: Sonntag, 28. Oktober 2007

Szenerie: Preise in dem Nahrungsmittelsektor steigen auf dem gesamten Kontinent. Einkaufen wird zusehends komplizierter. Der Vorteil ein Exportagrarstaat zu sein wird zum Nachteil, weil die hohen Preise sich auch auf dem Inlandsmarkt niederschlagen. (Auszug: El País)

Rohstoffe, die ins Ausland verkauft werden erreichen die höchsten Preise seit 30 Jahren - Folge die Einkommen vergrössern sich, aber die Preise reflektieren sich auch auf den lokalen Märkten, da die Exporteure die gleichen Preise auf dem Binnenmarkt erzielen wollen. Ferner schlägt sich die importierte Inflation auf die Waren, die im Ausland gekauft werden nieder.

So kommt es dazu, dass die Einkommen der Familien in der Region wegen des Wirtschaftswachstums und den geringen Arbeitslosenziffern zunehmen und die Zeit der leeren Töpfe vorbei zu sein scheint. Somit steigt die Nachfrage und gleichzeitig auch die Preise.

2007 liegt die Inflation den meisten Ländern wie ein Stein im Magen und fast alle Staaten greifen zu Massnahmen, die den Preissteigerungen entgegenwirken sollen, u.a. Subventionen, Importzollbefreiungen und Zinserhöhungen.

Aber derzeit ist noch keine Aussicht auf eine Besserung in Aussicht. Sechs Länder haben schon die sich selbst gesetzte Inflationsmarke für dieses Jahr überschritten. In einigen Ländern sogar um mehr als das Doppelte. Chile und Venezuela kalkulierten eine Marke von 3,2% respektive 5,5% ein und stehen jetzt bei 6,2% bzw. 10,9%. Chile, das wirtschaftliche Musterland der Region, hat die höchste Inflationsrate seit acht Jahren.

In Argentinien, Venezuela, Paraguay und Bolivien werden sich die Zahlen, laut Analysten, im zweistelligen Bereich bewegen.

Die Nahrungsmittel wie Früchte und Gemüse führen die hohe Preisliste an. In Uruguay stiegen die Preise für Nahrungsmittel und Getränke zeitweise um 28 %. In den lokalen Wirtschaften spielen dann noch kurzfristig spezielle Faktoren eine Rolle, die zur Erhöhung der Preise führten (z.B. Preise für Kleider stiegen in Ecuador wegen dem Beginn der Schulzeit).

Allein im September dieses Jahres stiegen die Zahlen in Venezuela, Chile und Brasilien um 1,3 %, 1,1 % und 1,17 %. In Kolumbien und Bolivien waren es hingegen nur 0,08 % bzw.0,19 %. Bolivien hat trotzdem seine Vorgaben von 3,7 % auf 5 % angehoben, nachdem man sich bewusst wurde, dass man die gesetzten Marken nicht einhalten konnte.

Uruguay setzt derweil auf konservative Massnahmen und hat einen ganzen Katalog im Kampf gegen die hohen Preise ausgearbeitet, der scheinbar jetzt erste Früchte trägt.

Im vergangenen Monat stand der Preisindex für Konsumgüter bei 0,41 %, etwas weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (0,54 %). Die Preisnachlässe der öffentlichen Tarife bei UTE (Strom), Antel (Kommunikation), Ancap (Raffinerien, Benzin) und die Umsatzsteuerbefreiung für Geflügelfleisch bis Ende des Jahres zeigen erste positive Auswirkungen.

Die Zentralbank setzt weitere Akzente, indem sie die Zinsen auf Sparguthaben von 5 % auf 7 % erhöht, da es Analysten gibt, die der Meinung sind, dass die Inflation stark an die zirkulierende Geldmenge gebunden ist.

Ein Übel, verschiedene Massnahmen

Argentinien: Subventionen auf Importgüter, Festpreise

Brasilien: Steuerliche Massnahmen

Bolivien: 1 % Komission auf Auslandstransfers, die über die Zentralbank abgewickelt werden.

Perú: Subvention von Brot

Venezuela: Umsatzsteuersenkung, Preisanpassung für Grundnahrungsmittel


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