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Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

Berlin: Donnerstag 19.07.18 11:46 | Montevideo: Donnerstag 19.07.18 06:46

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Reiseführer Treinta y Tres, Uruguay

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Montag, 19. November 2007

fahne_treinta_y_tres.jpg

Flagge des Departamento Treinta y Tres. 

 Das im Becken der Laguna Merín, eines der grössten Süsswasserreservoirs der Erde, liegende Departement, wird umschlossen vom Río Cebollatí, Río Olimos, Arroyo Parao und dem Río Tacuarí (im Norden). Das Gebiet ist geologisch aufgeteilt in die fast ganz flache und mit Sümpfen und Lagunen durchsetzte östliche Hälfte und die gebirgigere westliche Hälfte mit zahlreichen Schluchten, Tälern, Kämmen und Höhlen.

 

Das Departement mit einer jährlichen Reisernte von 300 000 Tonnen ist der größte Reisproduzent des Landes, desweiteren dominiert die Fleisch- und Wollwirtschaft. Das 1853, als Konsequenz des großen Bürgerkrieges, gegründete Departement ist mit 5,2 Einwohnern pro Quadratkilometer das zweitdünnstbesiedelste.

Strassenkarte Treinta y Tres
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Wappen des Departamento Treinta y Tres                                            

wappen_treinta_y_tres.jpg

 

 

Treinta y Tres

 Nahezu die Hälfte der Einwohner des Departements (27 0000) leben in der gleichnamigen Haupstadt. In der Haupstrasse, der Avenida Gral. Juan Antonio Lavajella, liegt das geschäftliche und soziale Zentrum der Stadt. Am Plaza 129 de Abril erhebt sich ein Monument das gleichzeitig ein Mausoleum mit den Überresten der letzten Überlebenden der 33 Freiheitskämpfer ist. Im Museum de Bellas Artes “Augustin Aranjó” (Pablo Zufriategui 1272) sind 1200 Werke von nationalen und internationalen Künstlern und Schriftstellern zu besichtigen, unter anderem die Bilder der deutschen Malerin Carla Witte, die ihre letzten Jahre in der Stadt verbrachte und deren Gemälde heute auf dem europäischen Markt hohe Preise erzielen.
An dem selben Ort befindet sich auch das Museo Histórico, in dem man archäologische Fundstücke der Ureinwohner, die in diesem mit 500 Cerritos de Indios versetzten Gebiet, besichtigen kann. Ein schöner Platz zum Verweilen ist der Parque del Río Olimar  mit einem Campingplatz, etwa 2 km außerhalb des Zentrums der Stadt an der Ruta 8 gelegen.
Die kleine Lagune Arnaud liegt ca. 1 km vom Park entfernt.
Wenn man von Süden über die Ruta 8 kommt und am km 185 links abbiegt kommt man nach 500 Metern in einen Wald aus Matepflanzen, der entlang des Arroyo yerbal liegt. Hier befindet sich ein schöner schattiger Badestrand. Wer die Einsamkeit sucht sollte La Calera bevorzugen, ein ruhiger Badestrand, der an der Ruta 8 Richtung Melo bei km 89, etwas außerhalb der Stadt liegt.

Stadtplan Treinta y Tres
Fotos der Stadt Treinta y Tres

Anreise: Mehrere Busse täglich nach Montevideo, Minas, Melo, Charceada, Maldonado, Rio Branco. Alle Busunternehmen befinden sich in der Strasse Zufriategui und Manuel Freire.Desweiteren gibt es zahlreiche Minibusunternehmen und Tourenführer, die man beim Tourismusbüro nachfragen kann. Touristeninformation Oficina de Turismo de la Intendencia Juan A. Lavalleja Ecke EchevesteTel.: 045/22911
E-Mail: dturbentos@adinet.com.uy Oficina Informes
Parque del Río Olimar

Unterkunft:

***Hotel Treinta y Tres
Juan a. Lavalleja 1534
Tel.: 045/22335
Restaurant, Swimmingpool, SPA
Preis: 600 Pesos 
*Hotel Central
Lavalleja 1243
Tel.: 045/23095
Einfach
Preis: 170 Pesos  p.P. 
Hotel Olimar
Lavalleja 1414
Tel.: 045/22115 
Camping El Remanso
Im Parque Olimar, Ruta 8 km 285
ganzjährig geöffnet
Der Campingplatz liegt inmitten eines 11 000 Hektar großen Waldes und hat einen schönen Strand, alle Facilitäten
Preis: 40 Pesos p.P 

 

Puerto la Chasqueda 

Puerto la Chasqueda so nennt sich ein am Río Cebollalí gelegener Ort, den man über die Ruta 17 bei km 54, ca. 33 Kilometer von Treinta y Tres, erreicht. Auf den kleinen Inseln mit viel einheimischer Fauna lässt sich wunderbar bis zur Laguna Merin wandern.
 
Anreise: Von Treinta y Tres besteht täglich eine Busverbindung.
 
Unterkunft:

Camping MunicipalRuta 17 bei km 54Ganzjährig geöffnetEinfache unter Eukalyptusbäumen gelegene PlätzeTel.: 045/2256Preis: gratisAußerdem stehen auch vollausgestattete Cabañas zur VerfügungPreis: 190 Pesos für 2 Personen 

 

Cerro Chato

In Cerro Chato, ein an der Ruta 7 bei km 250 gelegenes kleines Dorf, befindet sich Salto de Agna, ein kleiner Wasserfall in einem Park mit üppiger Vegetation und Naturpools.
Hier gibt es einen einfachen Campingplatz (gratis).
Tel: 0466/2027
 
Unterkunft:

Sta. Clara de Olimar
Ruta 7 Campingplatz am Río Olimar
Einfach, Restaurant
Preis: 25 Pesos pro Zelt
Es gibt auch einen Parador, der Übernachtungen für 400 Pesos anbietet 
Estanzia Los Plátanos
Nahe Valentines, einem kleinen Ort in der Nähe des gleichnamigen Berges an der Ruta 7 bei km 234, liegt eine kleine Estancia.
Einfach, Reiten, Fischen, Wanderungen, Fahrten im Sulky 
Tel.: 0460/6232 / Preis auf Anfrage 

Quebrada de los Cuervos

 
Die Quebrada de los Cuervos erreicht man, wenn man am km 306,7 auf der Ruta 8, ca. 25 Kilometer nördlich von Treinta y Tres, nach links abbiegt und weiter über einen gut ausgebauten 24 Kilometerlangen Feldweg über die Höhenzüge der Sierras bis zu einem Holzgatter (Eingang) fährt.
 In dem ersten zum Nationalpark erklärten 3100 Hektar großen Areal, von dem allerdings nur 365 Hektar öffentlich sind, befindet sich die vom Arroyo Yerbal Chico in den Fels gegrabene bis zu 150 m tiefe Rabenschlucht (Quebrada de los Cuervos).
 Auf einem 3,5 km langen ausgewiesenen Pfad, der manchmal nicht leicht zu bewältigen ist, stösst man, bedingt durch die Feuchtigkeit und Hitze, auf eine dichte urwaldähnliche Vegetation. Farne (22 Arten), Lianen und Schlingpflanzen vermischen sich mit einheimischen Bäumen und Sträuchern. Fast siebzig Prozent der einheimischen Vegetation wachsen in dieser Schlucht. Viele der Bäume sind mit roten Flechten bedeckt, einer Verbindung von Algen und Pilzen. quebrada_de_los_cuervos.jpg
Auch die Tierwelt mit 100 Vogel-, 20 Säugetier-, 10 Amphibien- und 20 Fischarten ist recht mannigfaltig.
Mit etwas Glück kann man Bergkatzen, Frettchen, Schlangen oder die drei verschiedenen Eisvogelarten sehen.
Abends kreuzen dann in großer Zahl die “großen Raben“, die aber zur Familie der Geier gehören, über die Schlucht.
 Andere sehenswerte Plätze sind z. B. die etwas kleinere, aber völlig unberührte Quebrada de la Teja (14 km nach der Quebrada de los Cuervos) und die Cueva del Tigre, die 40 Kilometer von Treinta y Tres an der Ruta 19  in der Sierra del Tigre liegt, sowie der Caida del Bruja, Pozo Azul und Salamanca.
Alle Touren (außer der Quebrada de los Cuervos) sollten mit einem Führer unternommen werden, da es kein geeignetes Kartenmaterial gibt.

Fotos der Quebrada de los Cuervos

Info
Secretaria Medio Ambiente
Tel.: 045/26050
Tel.: 0450/2394 + 045/22780 + 099/853954
Unterkunft:

Estanzia Aventura Silvestre
9 Kiulometer von der Quebrada
Ganzjährig geöffnet
Gästehaus, kein Strom
Tel: 099/297483
Preis: auf Anfrage 
Estanzia La Soledad
Ruta 8 bei km 306,5
Swimmingpool, Reiten, Wanderungen
Tel.: 0450/2197 
Estanzia El Capricho
Ruta 8 bei km 305,5, danach 28 km Feldweg hinter der Quebrada
Wanderungen, Reiten, Herstellung eigener Naturprodukte
Tel.: 0450/2266 


Campingplatz
Im Park kann man auf einem kleinen sehr
einfachen (kein Strom) unter Pinien gelegenen Campingplatz  übernachten. Cabañas. 
Natur pur



Treinta y Tres
El Río de las Cebollas y la Quebrada de los Cuervos Treinta y Tres ist ein Department mit grossem touristischen Potential, besonders für den Naturfreund. In der gleichnamigen Hauptstadt, am Río Olimar, liegt ein schöner Park mit einem Campingplatz direkt am Strand des in vielen Liedern besungenen Flusses.Ausgangspunkt der Reise ist Treinta y Tres. Man nimmt die Ruta 8 Richtung Norden und nach 22 Kilometern zwischen km 306 und 307 liegt die Einfahrt nach links uns führt auf einen Brascheweg, der parallel zu der Sierra de los Ladrones verläuft. Eine herrliche Hügellandschaft sieht man linkerhand und nach recht zähen 23 Kilometern zeigt ein Schild nach links zu der Einfahrt der Quebrada (Beschreibung im jeweiligen Department).Von Treinta y Tres kann man auch recht einfach nach La Charqueada gelangen (Dorf General Enrique Martínez) indem man 61 Kilometer über die Ruta 17 fährt, die am km 288 von der Ruta 8 abzweigt. Während der Reise durchquert man Sümpfe, Reisfelder und man sieht oftmals entlang der Strasse die "Taucrusen " bis zu 60 cm hohe Ameisenhügel.treinta_y_tres_rundreise.jpgNach 57 Kilometern biegt nach links ein Weg ab, der zur Fähre de la Quemada führt, die den Río Cebollatí überquert. Hier hat der Fluss eine Tiefe von 14 Metern. Zurück auf der Ruta 17 fährt man Richtung Osten und erreicht nach 6 Kilometern La Charqueada. Ein kleiner Fischerort, der ideal zum Ausspannen ist, lädt zum Verweilen ein. Von hier aus sind es noch 26 Kilometet bis der Río Cebollatí in die Laguna Merín mündet. An diesem Teilstück durchquert der Fluss noch fast unberührte Wälder und hat an manchen Stellen eine Breite von 2 Kilometern. Eine Fahrt mit dem Boot dauert hin und zurück 5 Stunden und man durchfährt eine spektakulär, dicht bewachsene Flusslandschaft (Auskunft: Junta Local). Eine kleine Fähre verbindet die beiden Flussufer.Von La Charqueada führt die Ruta 92 nach Vergara, einer kleinen Ortschaft. Schon 1 Kilometer nach der Dorfausfahrt führt die Strasse durch grosse Sumpfgebiete, in denen man zahlreiche Vögel beobachten kann. Besonders erwähnenswert ist der sogenannte Caracolerom, eine Adlerart. Dieser Vogel ernährt sich ausschliesslich von Süsswasssermolusken. Er ist leicht durch sein schwarzes Gefieder zu erkennen und hat an seinen Flügeln einen weissen Ring, den man aber nur beim Fliegen sieht. Auffallend ist die Artenvielfalt an Reptilien und Amphibien. Legt man leicht die Blätter der Caraquatásumpflanze zur Seite, sieht man oft den kleinsten Frosch Uruguays (2,5 cm), den man an den beiden weissen Streifen an seinem Körper erkennen kann.Bei Vergara schliesst die Rundreise mit Rückfahrt über die Ruta 18 nach Treinta y Tres. Diese Strasse führt durch El Oro, einer kleinen Ortschaft, die in den 30er Jahren das ganze Land in Atem hielt. In der Nacht zum 9. Mai 1928 tötet Juan Díaz hier seine Tochter und stach auf seinen Neffen Dioniso Díaz ein. Schwerverletzt schaffte es der erst 9 jahre alte Junge mit der Toten im Arm zu entkommen und sich im Wald zu verstecken. Im Morgengrauen lief der Junge 7 km bis zu den nächsten Nachbarn, um dann am darauffolgenden Tag den Folgen seiner schweren Verletzungen zu erliegen. Der junge erhielt den Titel "Held des Arroyo El Oro" und steht Pate für Monumente, einen Film und eine Briefmarke.

 Entfernung
 Treinta y Tres - Quebrada de los Cuervos                  45 km
Treinta y Tres - La Charqueada                                    61 km
La Cahrqueada- Vergara                    36 km
Vergara - Treinta y Tres                       56 km 

Empfohlen von probides  
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