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Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

Berlin: Dienstag 13.11.18 06:37 | Montevideo: Dienstag 13.11.18 02:37

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Reiseführer Rivera, Uruguay

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Dienstag, 4. Dezember 2007
Wappen des Departamento Rivera. wappen-rivera.jpg

 

Rivera liegt am äußersten nordöstlichen Rand und wird nicht nur durch die Cuchillas im Norden und Osten geprägt, sondern auch durch die weite Pradera, die ideal für die Viehzucht ist. In grossen Teilen des Landes werden Gemüse, Mais, Soja und Tabak angebaut.

Da in diesem Landstrich die höchsten Temperaturen herrschen und die meisten Niederschläge fallen, herrscht ein subtropisches Klima vor.Über die Ruta 5, von Tacuarembó kommend, ist es empfehlenswert die Ruta 30 in Richtung Arbijas zu nehmen. Sie wird im einheimischen Jargon auch Subida de Pena oder von der anderen Seite Bajada de Pena genannt. Sie führt über die Cuchilla Negra an Tranqueras vorbei nach Masoller.Eingebettet in üppige Vegetation bietet sie einen spektakulären Ausblick und von oben kann man das Valle del Lunarejo erkennen. Zurück allerdings geht es nur über eine sehr schlecht ausgebaute Schotterstrasse.
Flagge des Departamento Rivera flagge-rivera.jpg  

Karte der Departamentos
Strassenkarte Rivera in Google-Maps

 

Der Ort Tranqueras, entstanden wie viele in der Zeit des Eisenbahnbaus, ist der Ausgangspunkt für einen Ausflug in das Valle del Lunarejo (siehe unten). Hier befindet sich auch ein einfacher Campingplatz. In Masoller angekommen scheint für den Besucher die Zeit stillgestanden zu sein. Der Wind und das Grau der überall aus dem Boden herausbrechenden Granitsteine geben dem Landstrich ein recht rauhes Gesicht. Wichtig war der Ort allerdings 1904, als hier die letzte Bürgerkriegsschlacht stattfand, bei der die Colorados den Sieg über die Blancos hinwegtrugen.
Ein weiterer empfehlenswerter Ausflug führt über die Ruta 29 ( bei Kilometer 9 von Paso Manuel Diaz), ca. 125 km von Rivera, zum ersten Wasserkraftwerk Südamerikas. Bei Minas de Corrales wurde die Represa de Cuñapura während des Goldrausches von einer französischen Firma 1882 erbaut, musste aber schon wieder 1959 mangels Rentabilität seinen Betrieb einstellen.10 Kilometer von der Hauptstadt befindet sich der Cerro und  die Bodegas Chapeu. Dort erstreckt sich über 45 Hektar auf einer Höhe von 300 Metern das höchstgelegene Weinanbaugebiet des Landes. Die hohe Lage, der sandige, felsige Boden und den in einen Cerro gebaute Weinkeller, geben dem Wein einen besonderen Geschmack.
Halbtagestouren mit Weinprobe sind möglich Tel.: 062/25899

Rivera

Rivera (70 000 Einwohner) heisst die gleichnamige Hauptstadt des Departements. Zusammen mit seiner brasilianischen Schwesterstadt Santa Ana de Livramento vereinigen sich hier über 200 000 Menschen. Sie ist gleichzeitig eines der größten Handelszentren des Landes.Der brasilianische Einfluss lässt sich auch hier nicht leugnen. Es hat sich eine eigene Sprache entwickelt, die die Einheimischen Portuñol nennen, und die eine Mischung aus spanisch und portugiesisch ist.
Die Haupttourismusattraktion ist der Freihandel. Alle Waren werden hier steuerfrei verkauft.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Glücksspiel, welches in Brasilien verboten ist.
Es gibt keine Grenzübergänge, man sollte sich aber trotzdem bei der Weiterreise nach Brasilien im dortigen brasilianischen Konsulat, die notwendigen Stempel geben lassen. Das öffentliche Leben spielt sich zum grössten Teil in der Avenida Sarandi ab, wo sich die Duty-Free-Shops und alle Arten der Verköstigung aneinanderreihen.
Ein lohnenswerter Besuch ist Parque Bretaña 7 Kilometer außerhalb der Stadt entlang der Strasse Aparicio Saravia. Hier an einen natürlichen Wasserfall mit einen künstlichen See und einen kleinen Campingplatz kann man etwas Ruhe finden.

Stadtplan Rivera

Fotos
Wörterbuch Portuñol
Nützliche Telefonnummern

Anreise: mehrmals täglich Omnibusse ab Montevideo, Tacuarembó (selten): Fahrplan aller Busse

Unterkunft:

***Hotel Casablanca
Agraciada 479
Tel.: 062/2321
E-Mail: casablanca@adinet.com.uy
Preis: 550 Pesos  Doppelzimmer 
 ***Hotel Nuevo Rivera
Ituzaingó 411
Tel.: 062/23056
Preis.: 600 Pesos Doppelzimmer 
Hotel Hostal
Pte. Vierce 1181
Tel.: 062/22900
Preis.: 160 Pesos p.P. 
Hotel Uruguay-Brasil
Sarandi 440
Tel.: 062/23068 + 062/24012
mit Restaurant
Tel.: 650 Pesos Doppelzimmer  
Hotel Sarandi
Sarandi 474
Tel.: 062/23521 
Hotel Ferrocarril
Lavalleja 1008
Tel.: 062/23389
Camping Gran Bretaña (privat) recht einfach
Tel.: 0620/2122 + 062/31900
Preis.: 10 Pesos p.P.  
Camping Lagos del Norte
9 km über die Ruta 27
Tel.: 062/23629
mit Restaurant und Swimming-Pool  
Camping Municipal
Agraciada y Presidente Viera
Tel.: 062/23803
einfach 
Camping La Aurora
Oficina Paysandú 1090
Escritorio 4  Rivera
Tel.:062/ 21234
E-Mail: norteuruguay@hotmail.com
ausgezeichnete Einrichtungen 

Erläuterungen

Anhang zu Tacuarembó und Rivera

CUCHILLAS:
Cuchillas heissen die nur in Cuba, Argentinien und Uruguay sogenannten weitreichenden Bergrücken, die sanft in die Ebenen auslaufen. Hier entspringen besonders viel Flüsse und Bäche. Täler und Schluchten prägen das Landschaftsbild. Da hier oft subtropisches Klima herrscht, ist eine große Artenvielfalt an Flora und Fauna  vorzufinden.

CERRO CHATOS = CERRO MESA:
Diese sind besonders in Tacuarembó und Rivera anzutreffen. Der Entstehungsprozess erfolgte durch über Jahrtausende hinweg durch Erosion von Wind und Wasser. Das weiche Gestein an den Bergsockeln wurde mit der Zeit weggeschwemmt und übrig blieb das weiter höher gelegene harte Quarzgestein.
Fotos der Cerros

GOLDRAUSCH >>> FIEBRE DEL ORO
1820 fand der Brasilianer José Suarez kleine Goldstücke im Arroyo Cuñapirú. Kurz darauf kamen Abenteurer und Glücksritter aus allen Gegenden hierher auf der Suche nach dem schnellen Geld. 1878 wurde die französiche Gesellschaft Minas de Oro eröffnet, die Gold bis 1895 förderte. Im Jahre 1882 wurde das erste südamerikanische Wasserwerk am Arroyo Cuñapirú eröffnet. 1918 konnte man mit Hilfe der Energie des Kraftwerks bis zu 150 Tonnen Gestein täglich waschen. 1907 hatte Uruguay einen so großen Goldvorrat per Kopf angehäuft, das der weltweit nur noch von Frankreich übertroffen wurde. Zwischen 1872 und 1916 förderte man in dieser Gegend 3.000 kg Gold. Seit 1996 wird die Mine (USA, Kanada, Australien) von einer ausländischen Gesellschaft betrieben und fördert im Durchschnitt 2 Tonnen Gold im Jahr.

VALLE DE LUNAREJO:
Dieses noch unberührte Tal von 7.000 Hektar wurde durch den gleichnamigen Fluss gebildet und 1998 zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Zugang ist nicht leicht ohne geeignets Kartenmaterial zu finden und sollte mit Guides unternommen werden. Es sind dort 22 Säugetierarten, unter anderem Bergkatzen, 152 verschiedene Vogelarten, 18 Reptilarten, unter anderem Klapperschlangen, und 13 Amphibienarten, beheimatet. Vom botanischen Gesichtspunkt her überwiegt die Pradera. In der Schlucht wachsen aber dennoch viele verschiedene Baum- und Straucharten.

Fotos des Valle

Copyright 2007 Martin Schmitt.
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