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Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

Berlin: Freitag 21.09.18 03:00 | Montevideo: Donnerstag 20.09.18 22:00

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Die stille Gewalt

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Sonntag, 6. Januar 2008
 

Die Weltgesundheitsorganisation hat herausgefunden, dass mehr Frauen durch häusliche Gewalt sterben, als durch Krebs.

 

Spanien reagiert nun mit Massnahmen, nachdem eine 30 jährige russische Imigrantin von ihrem ehemaligen Lebensgefährten getötet wurde, nachdem diese unter Angaben falscher Tatsachen in eine Reality-Show gebracht wurde, die zur Wiederherstellung der Beziehung führen sollte, und obwohl ein richterlicher Beschluss vorlag, der eine Annäherung des männlichen Partners wegen der hohen Gewaltbereitschaft untersagte. In Lateinamerika so schätzt man laut der CEPAL-UNO, dass zwischen 30% und 60% der Frauen Ziel häuslicher Gewalttaten sind. 52,3 % der bolivianischen Frauen haben im Jahr 2003 Anzeige gegen ihre jeweiligen Lebenspartner erstattet. Das gleiche taten 42,3% der Peruanerinnen, 21,7% der Nicaraguanerinnen, 33 % der Mexikanerinnen und 33 % aller Brasilianerinnen.
In Mexiko erhalten die verantwortlichen Stellen alle 35 Minuten einen Anruf. In Argentinien stellten im Jahr 2003 ca.78 % aller Verbrechen Gewaltaten gegen Frauen dar.
Der grösste Teil der Täter geht dabei straffrei aus. Im Jahr 2002 kam es in Guatemala in nur 0,33% der Fälle zu einer Verurteilung, in Ekuador waren es 2,7 % und in Chile 3,89 %. CEPAL-UNO beklagt vor allem die ungleiche Zugangsberechtigung von Frauen vor Gericht. Der Wert von Frauen scheint gleich ungerechter zu sein, als der von Männern. In den letzten sieben Jahren wurden in Guatemala 3300 Frauen ermordet, in Honduras 1000, ohne dass jemand dafür zur Rechenschaft gezogen worden ist.
Ungleichheit
Trotz einiger Fortschritte, die in der Region in den letzten Jahren gemacht wurden, sind die Frauen den Männern nicht gleichgestellt. So verdienen Frauen im Schnitt ca. 30% weniger als Männer und die Zahl der Erwerbslosigkeit ist auch weitaus höher (12,7% Frauen, 9,2% Männer). Ferner werden Frauen in vielen Unternehmen hinsichtlich einer geplanten Mutterschaft von ihren Vorgesetzten diskriminiert.
Trotz wachsender Wirschaftszahlen hat die Zahl der Gewaltaten gegenüber Frauen in den vergangenen Jahren nicht abgenommen.
Immer noch spielen Machochismus, Stereotypen, Gewaltbereitschaft und Rassismus eine zentrale Rolle bei der Ausübung der häuslichen Gewalt.


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