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Auswandern nach Uruguay

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Uruguay im Fußball-Himmel: 3:0 gegen Südafrika!

Geschrieben von Manfred Burger   
Erstellt: Donnerstag, 17. Juni 2010

Bild: Diego Forlán, uruguayischer Torjäger und Hoffnungsträger 
für die Weltmeisterschaft Südafrika 2010.Südafrika im Tal der Tränen - Uruguay im Siebten Fußball-Himmel! Für die Celeste wurde gestern ein Traum wahr: Nach 20 Jahren gewann die uruguayische Nationalelf erstmals wieder ein Spiel in einer Fußball-Weltmeisterschaft. Und 40 Jahre ist es her, daß Uruguay zwei WM-Spiele absolvierte ohne gegnerische Treffer einstecken zu müssen. Torjäger Diego Forlán und seine Kollegen machten es möglich.

Nachdem Forlán einen Elfmeter zum 2:0 für Uruguay unhaltbar in die Maschen gedroschen hatte (80. Min.), setzte im Leftus-Versfeld-Stadion von Pretoria ein Exodus ein. Enttäuschte südafrikanische Fans verließen in Scharen den Ort ihres Debakels, ihr Fußball-Waterloo, und sogar die nervtötenden Tröten (Vuvuzelas) verstummten.

Foto: Glückwünsche für den Torjäger Diego Forlán (Uruguay) im Spiel gegen Südafrika. 56 Jahre ist es her, daß Uruguay in einem WM-Spiel mit drei Führungstreffern gewann...

Wo zu Beginn des zweiten WM-Auftritts von Gastgeberland Südafrika noch Tausende in gelb-bunter Aufmachung ausgelassen getanzt und guter Dinge in ihre notorischen Vuvuzelas geblasen hatten, waren fast nur noch verlassene Sitze zu sehen, als Alvaro "El Palito" Pereira wenige Sekunden vor dem Abpfiff den Ball zum 3:0 Endstand für Uruguay in's Netz köpfte. Für die "Bafana Bafana" wird es nun schwierig werden überhaupt in die nächste Runde zu kommen.

Konsolidierte "Celeste"

Coach Oscar Tabárez hatte an seiner Mannschaftsaufstellung nur eine Veränderung im Vergleich zum Einstandsspiel Uruguay gegen Frankreich vorgenommen (s. Uruguay-Magazin v. 11. 6. 2010), indem er mit Edinson Cavani eine zusätzliche Sturmspitze anstelle von Mittelfeldmann Ignacio Gonzalez auf's Spielfeld schickte.

Uruguay hätte das gestrige Match vor 42.652 Zuschauern noch höher gewinnen können. Die Celeste hatte einige Torchancen mehr, die jedoch nicht verwirklicht wurden, und in der 51. Spielminute gab der umstrittene schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca einen Elfmeter nicht, der nach einem Foul im Strafraum an Stürmer Luis Suárez fällig gewesen wäre.

Daß die Bafana Bafana überhaupt nicht zum Zug kamen, lag nicht zuletzt auch an dem uruguayischen Abräumer Egidio Arévalo, der Südafrikas Spielmacher Steven Pienaar praktisch völlig annullierte. Damit fehlte den Gastgebern ein Plan, um die sich verbissen und konsequent verteidigenden Uruguayer in Verlegenheit zu bringen.

Südafrikas definitiver Untergang begann in der 24. Spielminute, als die uruguayische Sturmspitze Diego Forlán einen aus 23 Metern Entfernung abgegebenen Schuß unter die gegnerische Latte setzte.

Präsident Mujica hatte es sich übrigens nicht nehmen lassen noch während des Spiels in Pretoria anzurufen und seinen "Muchachos" Glück zu wünschen bzw. ihnen zu gratulieren.

Verteidiger Jorge Fucile und der Stürmer Luis Suárez hatten sich während des Spiels leichte Verletzungen eingefangen, Ersterer am Knöchel, Letzterer durch einen Schlag auf den Mund. Es handelt sich jedoch glücklicherweise um nichts Ernstes, sagen die Sportmediziner des Teams. Bis zum nächsten Spiel gegen Mexiko, das heute übrigens Frankreich 2:0 besiegte!, werden beide wieder voll einsatzfähig sein.

Und wo wir gerade bei anderen Spielen sind: Unser gehaßliebter Nachbar Argentinien hat heute morgen (uruguayischer Zeit) Südkorea mit 4:1 gezeigt, was rioplatensischer Fußball ist. Lionel Messi, Gonzalo Higuaín & Co. waren wieder gut in Form!

Wie schön wäre ein Finale Uruguay gegen Argentinien, wobei der Endspielpartner Uruguays auch gerne Deutschland oder Spanien oder Brasilien oder ... sein dürften!

Träume sind ja wohl erlaubt!

Ein Land in Euphorie

Schon vor dem Spiel gegen Südafrika sind viele Autos hier mit anmontierten uruguayischen Fähnchen herum gefahren. Zahlreiche Verkäufer ebensolcher Fähnchen hatten sich an strategischen Punkten postiert, um allen, die noch nicht WM-gemäß ausgestattet waren, zu helfen dieses Problem zu lösen. Viele Behörden und Betriebe hatten geänderte Arbeitszeiten: "Heute nur bis 14.30 Uhr", hieß es vielerorts, damit die Leute noch rechtzeitig bis 15.30 Uhr (Spielbeginn nach uruguayischer Ortszeit) nach Hause kamen!

Während des Spiels wurden nach jedem uruguayischen Tor Kracher und Raketen gezündet, und nach dem Sieg der Celeste gab es für viele kein Halten mehr: Zu Zehntausenden strömten die Leute auf die Straßen und feierten auf der Avenida 18 de Julio und an anderen Punkten Montevideos, aber auch im Landesinneren.

Besonders glücklich war wohl der uruguayische Torwart Fernando Muslera, der gestern nicht nur den "historischen" Sieg über Südafrika zu feiern hatte, sondern auch seinen 24. Geburtstag.

Und jetzt heißt es für die Celeste: Am 22. Juni gegen Mexiko gewinnen, in's Achtelfinale einziehen, danach in's Viertelfinale, danach in's Halbfinale, danach...

Wie gesagt: Träume sind erlaubt!


Hier einige Fotos vom Spiel.


Hintergrund-Beitrag zum Thema:


Bild: Logo der Fifa-Fußballweltmeisterschaft Südafrika 2010.

 


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