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Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

Berlin: Dienstag 13.11.18 06:38 | Montevideo: Dienstag 13.11.18 02:38

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Wetter: Zyklonwarnung für Uruguay!

Geschrieben von Manfred Burger   
Erstellt: Mittwoch, 22. Juli 2009

Nachdem es gestern den ganzen Tag über und auch nachts stark geregnet hatte mit Niederschlagsmengen von 33 Litern pro Quadratmeter (Landesdurchschnitt) und starken Windböen, haben das brasilianische Wetteramt MetSul und das urugauyische nationale meteorologische Institut für heute Zyklonwarnung für die uruguayische Küste in Maldonado, Rocha und Canelones gegeben (vgl. El País v. 21. 7. 2009).

Die Häfen von Montevideo, Piriápolis, Punta del Este und La Paloma wurden heute geschlossen (s. El País v. 22. 7. 2009). In Maldonado bekamen die Kinder schulfrei.

Der Zyklon könne sich zu einem Hurrikan der Kategorie 1 entwickeln mit Windspitzen von über 110 km/h (die Skala reicht von 1 bis 5).

Außertropische Hurrikane kommen nur äußerst selten vor, und wenn, dann nie mit der zerstörerischen Gewalt eines tropischen Wirbelsturms. In Erinnerung ist z.B. noch der Hurrikan "Vince", der 2005 die Iberische Halbinsel traf.

Die Schäden, die die Winde bisher (gestern und heute) angerichtet haben, halten sich zum Glück sehr in Grenzen. Umgestürzte Bäume blockierten zeitweise einige Straßen. Auch einige Strommasten wurden geknickt. Boote wurden aus ihren Vertäuungen gerissen und gegen das Ufer geschleudert.

Vom Sturm losgerissene Segelboote in Punta del Este.

Foto: Vom Sturm losgerissene Segelboote in Punta del Este.

In Maldonado stürzte ein 60 m hoher Stahlturm um, der ein Häuschen unter sich begrub. Der darin arbeitende Mann mußte mit Verletzungen in's Krankenhaus verbracht werden. In Punta del Este krachte eine Holzkonstruktion zusammen, über die man an's Wasser gelangen konnte.

Einige sehr arme Familien mußten aus ihren Behelfsquartieren evakuiert werden, da diese einzustürzten drohten.

Bisher hält sich also alles in Grenzen. Hier in El Pinar wackeln ein wenig die Bäume, der Wind pfeift gelegentlich ein bischen, und das war's. So soll es auch bleiben.

Ansonsten ist für die ganze Woche"extreme Kälte" (für uruguayische Verhältnisse) vorhergesagt mitTemperaturen unter 10°Celsius auch tagsüber, wobei die gefühlten Temperaturen wegen Wind und Luftfeuchtigkeit deutlich unter diesem Wert liegen.

Mit 80% Wahrscheinlichkeit soll lt. Wettervorhersage in dieser Woche auch Schnee in manchen Teilen Uruguays fallen. Witzbolde geben im Fernsehen schon Tipps zum Schneemann-Bauen.

Der "Temporal" vom August 2005

Der stärkste Sturm, der Uruguay in der jüngsten Vergangenheit heimgesucht hat, war der Zyklon in der Nacht vom 23. auf den 24. August 2005. Zehn Stunden tobte er mit Windspitzen von bis zu 180 km/h vor allem im Süden des Landes. Ca. 10 Menschen fanden den Tod, rund 400 mußten evakuiert werden. Die Sachschäden beliefen sich auf zig Millionen Euros (vgl. El País v. 26. 8. 2005).

Er wird auch der der "Jahrhundertsturm" genannt, nur vergleichbar mit dem Unwetter vom 10. Juli  1923.

Nach dem Jahrhundertsturm vom August 2005 an der uruguayischen Costa.

Foto: So sah es am Morgen des 24. August 2005 in El Pinar und der gesamten uruguayischen Costa aus, nach dem "Temporal". Praktisch alle Straßen und Wege waren durch umgestürzte Bäume blockiert.

Es war überraschend wie schnell die Behörden die Situation unter Kontrolle hatten, massiv unterstützt durch mithelfende Anwohner. Bereits am Nachmittag waren die meisten Straßen wieder befahrbar.

So Mancher sicherte sich an diesem Morgen sein Brennholz für die nächsten Jahre...

Kommentar von Manfred, August 2009:

Nix passiert!

Unter dieser Überschrift könnte man das Wetter in Uruguay und seine Folgen der letzten 24 Stunden zusammenfassen. Es hat zwar ordentlich gewindet. In Punta del Este sollen Spitzengeschwindigkeiten von 85 Knoten (ca. 170 km/h) gemessen worden sein (was aber viele, auch Meteorologen, für einen Meßfehler halten).

Passiert ist jedoch zum Glück nichts, außer vielleicht ein paar Minimalschäden, wie sie bei jedem Unwetter vorkommen können.

 


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