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Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

Berlin: Donnerstag 24.05.18 04:14 | Montevideo: Mittwoch 23.05.18 23:14

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Temperaturanstieg in Uruguay

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Samstag, 30. Juni 2007

Der Anstieg der Temperatur, wärmere Winter, Meeresspiegelerhöhung werden die spürbaren Folgen der Erderwärmung in Uruguay sein, obwohl die Phänomene nicht so dramatisch ausfallen werden wie in anderen Teilen der Erde.

Auszug aus: La República

In Uruguay muss man sich immer mehr an eine extremere Hitze in den Sommermonaten gewöhnen, was wohl nur den Strandfanatikern entgegen kommt. Fuer die Meteorologen der wissenschaftlichen Fakultät steht fest, dass die Winter im Laufe der vergangenen Jahre immer wärmer ausfielen, was auf den Anstieg der Luftfeuchtigkeit zurückzuführen ist, wobei sich die Anzahl der kalten Tage im Durchschnitt verringert.

Als Konsequenz fehlt eine effektive Kontrolle über die Schädlinge, denn die kalten Tage üben eine biologische Kontrolle über die Insektenanzahl aus. Die Wintermonate Juni und Juli des vergangenen Jahres waren im Durchschnitt 4 Grad wärmer als normal, während der Januar 0,6 Grad wärmer war als sonst. Der Anstieg des Meeresspiegels liegt weltweit im Schnitt zwischen 5 cm und 20 cm. In Montevideo lag er bei 11 cm zwischen 1900 und dem Jahr 2000, während er in Buenes Aires 17 cm betrug. Der Unterschied liegt in den Süd- bzw. Südostwinden, die die Porteños immer öfters heimsuchen, wie auch in der geografischen Position, die etwas weiter südlich liegt. Bis 2050 erwartet man einen weiteren Anstieg um 15 cm und bis 2100 nochmals 40 cm, gemäss den wissenschaftlichen Modellversuchen der Vereinten Nationen.

Bei einem Anstieg von nur 15 cm werden die Feuchtgebiete mit ihrem vielfältigen Artenreichtum in Santa Lucía (Canelones) verschwinden. Mit dem Anstieg des Meeresspiegels wird auch die Küste Uruguays öfters von Stürmen heimgesucht werden. In Bangladesh rechnet man mit einem völligen Verschwinden der Küsten und ernsthafte Probleme erwartet man auch in Florida, Lateinamerika, Afrika, der Karibik und Holland. Am schlimmsten wird es wohl Vuatanu treffen, eine Insel im Pazifik, für deren baldigen Untergang vorsorglich schon Evakuationspläne für die Bevölkerung ausgearbeitet wurden.

Der Anstieg der Temperatur wird in Uruguay besonders wirtschaftliche Folgen haben. Beispiele sind der Weizen- und Gersteanbau im Winter wie auch die Milchwirtschaft im Sommer. Schäden werden wohl auch die Winzer zu befürchten haben. Nichtsdestotrotz könnte der Reis und Zuckerrohranbau von den hohen Temperaturen profitieren, und man hofft im Norden des Landes bald Mate anbauen zu können.

Überall ist man dabei mittels Pilotprojekten (z.B. Schutz der Dünenlandschaft) dem Klimawechsel entgegen zu treten. Uruguay liess vor 2 Jahren als erstes Schwellenland eine Analyse des Treibhausgasausstosses erstellen. Eine weitere wichtige Arbeit ist die Vorsorge gegen das Umweltprobem. Man setzt vielerorts auf alternative Energien, wie in Maldonado wo die Verwaltung Treibstoff benutzt, der aus Müll erzeugt wird. Eine Zementfabrik in Minas arbeitet mit Reisschalen anstatt Öl zu benutzen, und in Montevideo setzt man auf Biogas.

Von 1950 bis 1960 zählte man 13 schwere Stürme, während es in der Zeitspanne von 1990 bis 1998 schon 72 waren und die Schäden von 5 Millionen $ auf 40 Millionen stiegen.

Es ist bis in die hintersten Winkel der Erde vorgedrungen, dass der Mensch die Schuld am Klimawandel hat und es bleibt wenig Zeit die Auswirkungen zu stoppen, bei einigen ist es sowieso schon zu spät. So wird die Temperatur am Nordpol, Sibirien und Alaska höher ansteigen als in den gemässigten Zonen, desweiteren ist der El Niño-Effekt, der zu anormalem Ansteigen der Meerestemperatur führte noch nicht restlos gekläert. So könnte in Lateinamerika El Niño in den nächsten Jahrzenten einen weiteren Anstieg der Temperatur zur Folge haben, was auch mehr Regen bedeutet.


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