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Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

Berlin: Sonntag 22.07.18 10:56 | Montevideo: Sonntag 22.07.18 05:56

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Käuflicher Sex für Jugendliche in Uruguays Bordellen

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Mittwoch, 8. August 2007

Wird man bald wieder Matinees für Jugendliche in Uruguays einschlägigen Häusern einführen, wie es das schon in den achtziger Jahren einmal gab? Desweiteren fordern die Damen des horizontalen Gewerbes ein breiteres Angebot an Kondomen. (Auszug: La Repúplica)

Nana hat 28 Jahre Erfahrung in dem Prostitutionsgewerbe und ist die Besitzerin des berühmtesten Bordells Uruguays “ La Casa de Nana “ in Punta del Este. Laut ihren Aussagen wird das älteste Gewerbe der Welt heutzutage vor allem in Bars, auf der Strasse und in Massagesalons ausgeübt, in denen die Kunden Gefahr laufen sich durch die lockere Handhabung der Hygienevorschriften mit allen Arten von Krankheiten zu infizieren. Ein weiteres Problem stellt ihrer Meinung nach das geringe Angebot an Präservativen dar. Die meisten Präservative, die uns das Gesundheitsministerium zur Verfügung stellt, stammen aus Asien, sind von minderer Qualität und haben eine Einheitsgrösse.

Die Expertin stellt klar, dass man so Aids nicht bekämpfen kann, da man die Präservative erst gar nicht benutzt, weil man weiss, dass sie ohnehin von wenig Nutzen sind. Vor einem Ausschuss des Gesundheitsministeriums sagt die Dame aus, dass ihre Mädchen Luftballons daraus machen, weil die Kondome des öffentlichen Gesundheitssystems oftmals auch viel zu klein sind. “Es ist schön zu hören, dass man Kondome benutzen soll und ich bin einverstanden, aber welche bitte. Vielleicht wäre es von Vorteil die nationale Produktion zu verbessern”, meint sie.

Was weiterhin fehlt ist ein Angebot an kleineren Grössen von Präservativen für die 14- und 15 jährigen. Auf dem nationalen Markt gibt es für sie kein adäquates Angebot und so landen die Jugendlichen oft auf dem Strassenstrich, wo dem Gebrauch von Kondomen wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.

“Man muss sich wieder mehr der sexuellen Erziehung der Jugendlichen widmen, was wir brauchen sind andere Öffnungszeiten der Bordelle und Orte, die man überwachen kann und an denen kein Alkohol ausgeschenkt werden darf, um so den billigen, schnellen und gefährlichen Sex in den Strassen zu stoppen”, erklärt Nana. “Die Drogen sind auch ein Problem. Wenn die Jugendlichen keine sexuellen Erleichterungen haben, dann greifen sie sofort zu Drogen”, ich weiss das, denn ich kenne viele ”.

“Vor 20 bis 30 Jahren gab es in Uruguays Bordellen noch Matinees, was bedeutet, dass zwischen 14 und 18 Uhr nur Jugendliche Zutritt hatten. Da gab es noch sexuelle Erziehung. Wir lehrten die Jugendlichen den Umgang mit Hygiene und auch für uns war es eine interessante Arbeit”, doziert die Expertin.

Befragt nach der derzeitigen Situation in Fray Bentos, in der auf Grund des Baus des Zellulosewerkes im Moment ein regelrechter “Boom” herrscht, untermauert sie, dass es weder Bordelle, Bars noch Massagesalons gibt und alles ohne staatliche Kontrolle von statten geht, was von den Mädchen vor Ort bestätigt wurde.

In den Bordellen von Montevideo hat jedes Mädchen sein eigenes Zimmer, wobei in den Bars und Massagesalons sich oftmals 30 Frauen ein oder zwei Räume teilen müssen, aber die Betreiber stört das wenig. In den Bars sollte eigentlich nur Alkohol ausgeschenkt werden, was allerdings durchaus nicht der Fall ist, und das weiss auch die Polizei, doch man drückt beide Augen zu. In den Appartementhochhäusern von Montevideo stehen mindestends ein oder zwei Wohnungen für die Prostitution zur Verfügung. Nichts wird kontrolliert, der Weiterverbreitung der Immunkrankheit Aids ist somit Tür und Tor geöffnet.

Laut Aussage von Nana existiert in Maldonado und Punta del Este ein Strassenstrich. Wenn die Mädchen aus gesundheitlichen Gründen nicht in den legalen Bordellen arbeiten können, dann gehen sie auf die Strasse und flüchten vor der Polizei von einer Ecke zur anderen---.


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