Kopfbereich

Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation Direkt zum Kontakt

Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

Berlin: Mittwoch 23.05.18 05:38 | Montevideo: Mittwoch 23.05.18 00:38

Inhalt

Armut in Uruguay: Der Anteil der Armen sank auf 20,5% der Bevölkerung (Jan. 2009)

Geschrieben von Manfred Burger   
Erstellt: Freitag, 24. Juli 2009

Favelas wie in Brasilien und Armenghettos wie in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern gibt es in Uruguay zum Glück nicht. Dennoch ist die Armut eines beträchtlichen Teils der Bevölkerung ein Problem. Vom erklärten Ziel "Pobreza zero" ("null Armut") ist die Regierung noch weit entfernt.

Immerhin ist die Regierung Vázquez die erste uruguayische Regierung, die den Armen größere Aufmerksamkeit schenkt und mit Hilfsprogrammen die größte Not zu lindern versuchte.

Nach neuesten Zahlen des uruguayischen Statistischen Bundesamtes (Instituto Nacional de Estadística - INE), veröffentlicht vor zwei Tagen, sank der Anteil der Armen in Uruguay auf 20,5% der Bevölkerung (Januar 2009).

Im Januar 2008 hatte Armenanteil noch bei 26% der Bevölkerung gelegen, im Januar 2006 bei 27,5%.

Zurückgeführt wird dieser Rückgang auf ein vermehrtes Angebot an Arbeitsplätzen und gestiegene Löhne.

Als "arm" ("pobre") gilt, wer (in Montevideo) 4.899 Pesos oder weniger pro Monat pro Person zur Verfügung hat. Für Gemeinden des Landesinneren mit mehr als 5.000 Einwohnern werden 3.251 Pesos als Grenze angesetzt, für kleinere Dörfer noch weniger.

Bettlerin in Montevideo, Avenida 18 de Julio.

Foto: Bettlerin in Montevideo, auf der Avenida 18 de Julio.

Der Anteil extremer Armut ("Indigencia") ist ebenfalls rückläufig. Im Januar 2009 lag er bei 1,5% der Bevölkerung (Januar 2008: 2%), wobei als "extrem arm" ("indigente") eingestuft wird, wer (in Montevideo) über 1.636 Pesos oder weniger pro Monat pro Person verfügt. Für Gemeinden des Landesinneren mit mehr als 5.000 Einwohnern liegt die Grenze bei 1.243 Pesos, im Falle kleinerer Dörfer noch tiefer. 

Lumpensammler in Montevideo.

Foto: Lumpensammler in Montevideo. Bei ihrem Versuch zu überleben erfüllen die Kutscher der berühmten "Carritos" von Montevideo eine durchaus positive Funktion, praktizieren sie doch Mülltrennung und Recycling.

Der vollständige Bericht des INE kann hier auf spanisch gelesen werden: "Estimaciones de Pobreza por el Método de Ingreso 2008". (Die Berichtsjahre gehen immer von Februar bis Januar.)

 


Diese Beiträge könnten Dich ebenso interessieren:

 
< Zurück   Weiter >
JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval
Powered by Gerstmann.Com