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Auswandern nach Uruguay

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Lebertransplantation in Uruguay

Geschrieben von Manfred Burger   
Erstellt: Mittwoch, 15. Juli 2009

Gestern wurde im Militärhospital von Montevideo einem 49jährigen Mann eine andere Leber eingesetzt.

Solche Operationen waren in Uruguay zehn Jahre lang nicht mehr durchgeführt worden. Die Patienten mußten dafür nach Buenos Aires reisen.

Mit der Unterstützung durch portugiesische Experten wurde diese Praxis nun in Uruguay wieder aufgenommen (Quelle: El País).

Die uruguayische Bevölkerung hat den höchsten Anteil von Menschen, die ein Organ empfangen haben, in Lateinamerika und liegt diesbezüglich auch weltweit in der Spitzengruppe (ein Indiz dafür, daß das Gesundheitswesen gut funktioniert).

83,57% der Bevölkerung sind bereit nach ihrem Tod Organe zu spenden. Derzeit warten in Uruguay 19 Menschen auf ein Herz, 501 auf eine Niere, 15 auf eine Niere nebst Bauchspeicheldrüse (Nieren-Pankreas-Transplantation), 14 auf eine Leber und 280 auf eine Augenhornhaut (Quelle: El País).

All die genannten Organ- bzw. Gewebetransplantationen werden in Uruguay ausgeführt (Quelle: El País), nun auch wieder die Lebertransplantationen.

Koordiniert werden Organspenden und Transplantationen vom 1978 gegründeten und dem Gesundheitsministerium unterstellten "Instituto Nacional de Donación y Transplante" (INDT), auf dessen Webseite man auch Statistiken über die erfolgten Organtransplantationen in Uruguay finden kann.

Wenn auch Sie in Uruguay Organspender werden wollen, können Sie sich hier registrieren.

Finanziert oder teilfinanziert werden Organtransplantationen und ähnlich kostspielige medizinische Eingriffe und Behandlungsmaßnahmen vom staatlichen "Fondo Nacional de Recursos" (FNR), der auch Operationen im Ausland unterstützt, falls diese derzeit nicht in Uruguay durchgeführt werden können.

Voraussetzung für den Erhalt einer solchen Unterstützung, die man auch als Ausländer bekommen kann, ist, daß ein Arzt des FNR die Operation bzw. Behandlungsmaßnahme als notwendig einstuft. Danach wird, je nach den finanziellen Verhältnissen des Patienten und seiner Kernfamilie, die Finanzierung des Eingriffs teilweise oder sogar ganz übernommen.

Der FNR selbst wird im wesentlichen finanziert über öffentliche Einnahmen aus Glücksspiel und Lotterie (s. Gesetz Nr. 16.343), insbesondere dem 'uruguayischen Lotto' "Cinco de Oro", in dem die Teilnehmer auf 5 aus 44 Zahlen setzen plus Zusatzzahl.

 


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