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Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

Berlin: Samstag 15.12.18 13:40 | Montevideo: Samstag 15.12.18 09:40

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Lebenshaltungskosten in Uruguay

Geschrieben von Manfred Burger   
Erstellt: Sonntag, 29. Mrz 2009

Uruguay ist kein sog. Billigland, die Lebenshaltungskosten sind jedoch, alles in allem, dennoch recht günstig und betragen rund 60% von denen in Deutschland.

Der folgende Artikel ist ziemlich ausführlich und dürfte die meisten Ihrer Fragen bezüglich Lebenshaltungskosten in Uruguay beantworten.

Manche Dinge kosten ungefähr gleich viel (z.B. Strom und Benzin), einige sind teurer (v.a. Autos, Telephonate und Importartikel). Vieles andere ist jedoch deutlich preiswerter (Grundnahrungsmittel inkl. Fleisch, Mieten, Krankenversicherung, Immobilien, Baukosten, Zigaretten, alkoholische Getränke, Essen gehen, Kinobesuche, kulturelle Veranstaltungen usw.).

Die angesehene Londoner Agentur Mercer Human Resource Consulting hat Montevideo für 2007 erneut als drittbilligste Stadt von über 140 untersuchten Groß- bzw. Hauptstädten weltweit ermittelt. Ihr jährlich durchgefürhter "Worldwide Cost of Living Survey" (letzte Ausgabe vom 18. Juni 2007) ist die anerkannteste internationale Vergleichsstudie zu Lebenshaltungskosten. Eine ähnliche Plazierung hatte Montevideo die ganzen letzten Jahre inne. Außerhalb der Metropole Montevideo sind die Lebenshaltungskosten in Uruguay noch deutlich niedriger. 

Was man hier im Monat zum Leben braucht

...hängt von den eigenen Ansprüchen und Lebensgewohnheiten ab. Wer vorwiegend Importartikel aus Europa konsumieren möchte, muß natürlich ein entsprechend hohes Budget veranschlagen. Wer vor allem einheimische Produkte konsumiert, meistens selber kocht und auf Hausangestellte u.ä. verzichtet, kommt mit deutlich weniger aus.

Ich persönlich benötige hier monatlich gut 30.000 urug. Pesos (ca. 1.000 Euro). Das umfaßt alle laufenden Kosten (Strom, Wasser, Internet, Telefon, Handy, Versicherungen, Heizkosten usw.), anfallende Reparaturen an Auto, Haus und Computer, kleinere Neuanschaffungen, regelmäßige Dienstleistungen wie Putzfrau und Gärtner, Steuern, zwei bis dreimal wöchentlich zum Essen bzw. in die Kneipe gehen, Freizeitaktivitäten, Klamottenkauf, Friseurbesuche, Ausgaben für Haustiere etc. etc. Nur Reisen und große Neuanschaffungen sind in dieser Rechnung nicht mit enthalten.

Nach meinem Dafürhalten kaufe ich gut und günstig ein. Das heißt ich gehe in der Regel nicht in die teuren Shopping Centers und Supermärkte wie "Tienda Inglesa", sondern in ganz normale Geschäfte. Ich bin aber auch kein Schnäppchenjäger, der sich auf den zahlreichen Märkten und Flohmärkten (span. "Ferias") herumtreibt. Und ich konsumiere vorwiegend die hier üblichen Handelsmarken, die oft sogar besser sind als die sog. "Weltmarken", bei denen man den Namen mit bezahlt. Man muß eben nur mal die Sachen von hier ausprobieren, dann kann jeder für sich entscheiden, was nach seinem Geschmack ist und was nicht.

Zu zweit braucht man bei meinem Lebensstil etwas weniger als das Doppelte, ca. 50.000 urug. Pesos, mit Kindern entsprechend mehr. Aber wie gesagt: Man kann hier auch mit erheblich weniger Geld, als ich ausgebe, klarkommen – oder mit mehr.

Einige Anmerkungen zu Lebensmitteln und Eßgewohnheiten

In Uruguay gibt es weniger Käse-, Wurst- und Brotsorten als in Deutschland. Tölzer Butterkäse oder Gorgonzola werden Sie hier kaum finden, ebensowenig wie etwa Leber- oder Mettwurst (und sollten Sie es doch tun, bitte bescheid sagen!). Auch richtiges Graubrot, Schwarzbrot, Krustenbrot oder einen echten Pumpernickel werden Sie in Supermärkten und Bäckereien vergeblich suchen, ebenso wie Laugenbrezeln, Mohnbrötchen oder Wasserwecken, um ein paar Beispiele zu nennen.

An Käse gibt es in normalen Lebensmittelgeschäften eben "Queso Colonia", "Sandwichkäse" und Käse zum Grillen ("Queso parrillero"). Die gängigen Wurstsorten sind Preßschinken ("Paleta"), Fleischwurst ("Lionesa") und Mortadella ("Mortadela"), und brötmäßig sind hier alle auf Baguettes ("Flautas") geeicht, nebst abgepacktem sog. Vollkornbrot ("Pan integral") und Kleiebrot ("Pan de salvado).

Manches, was hier nicht handelsüblich ist, findet man in den großen Supermartketten und Einkaufszentren wie Tienda Inglesa, Devoto, Disco und v.a. im Géant. Und für einiges, was es selbst dort nicht gibt, gibt es Geheimtipps, z.B. spezialisierte Geschäfte, wo man eben die Schweinshaxe, die an normalen Fleischtheken nicht erhältlich ist, doch bekommt, oder Menschen, die Hausmacherleberwurst, Schwarzbrot o.ä. selber herstellen und im kleinen Kreis vertreiben.

Unter'm Strich fehlt einem hier nicht wirklich etwas. Auf die paar Dinge, an die man vielleicht zuhause in D gewöhnt war und die man hier nicht einmal unter der Kategorie Geheimtipps auftreiben kann, lernt man zu verzichten bzw. man entdeckt neue Sachen, die man vorher noch nicht kannte. Außerdem: Die vielen Vorteile, die das Leben hier hat, kompensieren das etwaige Fehlen von irgendwelchen Lebens- oder Genußmitteln um ein Vielfaches.

Doch aufgepaßt, vor allem die Damen: Die Wursttheke mag zwar im allgemeinen weniger bestückt sein als in D, aber dafür gibt es hier mehr Kuchen, Gebäck und andere Knabbereien!

Essen ist in Uruguay ein Hochgenuß bzw. kann es sein, wenn man weiß wo und was. Das Fleisch (Rind, Schwein, Schaf, Huhn) enthält hier keine Hormone und Antibiotika, d.h. ein Schnitzel oder Filet schrumpfen bei der Zubereitung nicht auf die halbe Größe zusammen. Fisch ist immer frisch und absolut lecker. Früchte und Gemüse sind nicht genetisch oder sonstwie manipuliert, und so schmecken Erdbeeren nach Erdbeeren und Eier nach Ei und nicht nach Fischmehl usw.

Landwirtschaftliche Erzeugnisse sind landwirtschaftlich erzeugt und nicht labortechnisch. Spezialisierte Biobauern hätten hier keine Chance bzw. werden einfach nicht gebraucht, da hier der gesamte Anbau nach weitgehend natürlichen Methoden erfolgt. Es gibt auch keine DIN- oder EU-Vorschriften, wie eine Banane gekrümmt sein muß oder welchen Durchmesser eine Tomate haben darf!

Noch etwas Angenehmes: In Uruguay können Sie sich praktisch alles frei Haus liefern lassen, wenn Sie nicht abgeschieden im Hinterland wohnen. Hier gibt's nicht nur das Pizza-Taxi. Supermärkte, Apotheken, Fleischereien, Baumärkte, Elektrogeschäfte, Restaurants und Schnellküchen, Holz- und Gaslieferanten, Wäscherei und Reinigung usw. usf. - alle liefern bis vor die Haustür, und allermeistens ohne Aufpreis.

Einige Preisbeispiele

Nachfolgend einige Preisbeispiele mit Preisen der Nobel-Supermarktkette Tienda Inglesa bzw. Boutiquepreisen, wenn nicht anders angegeben.

Im Supermarkt oder Tante-Emma-Laden an der Ecke und vor allem auf den oft mehrmals wöchentlich stattfindenden Märkten und Flohmärtken (span. "Ferias") gibt es das meiste deutlich billiger. Die hiesigen Märkte sind allerdings keine orientalischen Bazaare, feilschen ist hier eher unüblich. 

Feria in der Straße "Tristan Narvaja", Montevideo, Uruguay    Feria in der Straße "Tristan Narvaja", Montevideo, Uruguay

Fotos: Die Feria in der Calle Tristan Narvaja (Montevideo). Von Klamotten, Gemüse, Blumen, Haustieren über alle Arten von Antiquitäten und Trödel bis hin zu Elektronikgeräten bekommt man hier absolut alles.

Die nachfolgend aufgeführten Marken sind in Uruguay handelstypisch und als Beispiele zu verstehen, nicht als Empfehlungen. Es gibt immer mehrere Alternativen, teurere und billigere. Am Seitenende finden Sie Links zu uruguayischen Supermärkten und Shopping Centers, wo Sie sich selbst einen Überblick über die tagesaktuellen Preise verschaffen können.

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Nahrungs- und Genußmittel

Preise der Nobel-Supermarktkette Tienda Inglesa in uruguayischen Pesos.

  • 1 Baguette 240 g ("Flauta"): 16,- $U
  • 450 g Vollkornbrot ("Pan integral") "Los Sorchantes": 34,50 $U
  • 500 g Nudeln ("Fideos") "Adria": 26,50 $U
  • 1 kg Vollkornreis ("Arroz integral") "Saman": 21,- $U
  • 1 kg Weißmehl ("Harina") "Tienda Inglesa": 17,50 $U
  • 200 g salzlose Butter ("Manteca sin sal") "Conaprole": 35,- $U
  • 500 g Pflanzenmargarine light ("Margarina vegetal aligerada") "Flor": 35,- $U
  • 100 g "Queso Colonia" (hier typisch) "El Gaucho": 17,70 $U
  • 100 g Emmentaler ("Queso emmenthal") "Naturalia": 27,90 $U
  • 100 g Roquefort ("Queso Roquefort") "Santa Rosa": 34,60 $U
  • 150 g Camembert ("Queso camembert") "Talar": 48,- $U
  • 130 g Briekäse ("Queso brie") "Maia": 90,- $U
  • 230 g Streichkäse ("Queso untable") "Magretto light": 42,- $U
  • 230 g Kräuterstreichkäse ("Queso untable de hierbas") "Conaprole": 52,- $U
  • 250 g Entkernte Oliven ("Aceitunas sin carozo") "El Emigrante": 19,50 $U
  • 400 g frische Champignons ("Champignones frescos") "Ecuador": 59,- $U
  • 400 g Dosen-Champignons ("Champignones en lata") "El Emigrante": 57,- $U
  • 1 Schachtel "Marlboro", 20 Zigaretten: 48,- $U

Einige Importartikel

Preise der Nobel-Supermarktkette Tienda Inglesa in uruguayischen Pesos.

  • 200 g Heringsfilets in Creme ("Arenques en crema") "Rügen Fisch": 95,50 $U
  • 680 g Weinsauerkraut ("Chucrut en vino") "Frenzel": 122,- $U
  • 350 g Dijonsenf ("Mostaza de Dijon") "Beaufor": 137,50 $U
  • 200 g Kräutersenf ("Mostaza con hierbas") "Beaufor": 123,- $U
  • 680 g saure Gurken ("Pepinos agrios") "Greenhouse": 158,- $U

Aus Europa importierte (und hier wenig konsumierte) Lebensmittel sind relativ teuer, da eine Art Luxusartikel, doch wer ohne sie nicht auskommen will, kann sie auch hier erwerben. Auch Schwartau-Marmelade, Kühne-Senf und Anderes aus Alemania kann man in Uruguay erhalten, allerdings nicht in Tienda Inglesa, sondern etwa im "Géant", dem wohl größten uruguayischen Einkaufszentrum, wo man so gut wie alles findet, was anderswo nicht zu haben ist.

Logo der Tienda Inglesa, einer Nobelsupermarktkette in Uruguay.

Auf der Webseite von Tienda Inglesa können Sie sich die Preise auch in US-Dollars und Euros anzeigen lassen.

Fleisch- und Wurstwaren

Preise der Nobel-Supermarktkette Tienda Inglesa in uruguayischen Pesos.

  • 1 kg Rinderhack ("Carne picada de novillo"): 49,90 $U
  • 1 kg Rinderhack extra mager ("Carne picada especial de novillo"): 98,90 $U
  • 1 kg Suppenfleisch (Querrippe, "Asado de tira de novillo"): 72,90 $U
  • 1 kg Rinderschnitzel ("Milanesa"): 149,- $U
  • Lomo - Ein saftiges Steak aus Uruguay1 kg Rinderfilet ("Lomo de novillo"; Foto): 375,50,- $U
  • 1 kg Rumpsteak ("Entrecot de novillo"): 191,- $U
  • 1 kg Kalbfleisch ("Cuadril de novillo"): 175,- $U
  • 1 kg Kalbfleisch ohne Knochen ("Cuadril sin huesos de ternera"): 198,- $U
  • 1 kg Schweinekottletts ("Costillas de cerdo"): 158,- $U
  • 1 kg Schweineschnitzel ("Milanesa de cerdo"): 196,- $U
  • 1 kg Schweinebraten (Filet, "Lomito de cerdo"): 199,-$U
  • 1 kg Grillwürste ("Chorizos parrilleros") "La Familia": 96,- $U
  • 1 kg Grillwürste v. Schwein ("Chorizos puro cerdo"): 131,- $U
  • 1 kg Blutwürste ("Morcillas") "La Familia": 83,- $U
  • 1 kg Hühnchen ohne Innereien ("Pollo sin menudos"): 56,90 $U
  • 1 kg Rindernieren ("Riñón vacuno"): 42,90 $U
  • 100 g gekochter Schinken ("Jamón cocido") "Picorell": 14,30 $U
  • 100 g roher Schinken ("Jamón crudo") "Riviera": 71,50 $U
  • 100 g roher Serranoschinken ("Jamón crudo serrano") "El Pozo": 120,- $U
  • 100 g Mailänder Salami ("Salame de Milán") "La Constancia": 19,90 $U
  • 100 g Frühlingslyoner ("Lionesa de primavera") "Centenario": 13,60 $U
  • 100 g Leberpastete ("Paté de hígado") "Schneck": 12,90 $U

Foto: Eine

Foto: Eine "Parrilla Criolla" mit allen nur denkbaren Delikatessen vom Grill.

Persönliche Anmerkung: Gerade war ich bei meinem Schweinemetzger in El Pinar. Da gab es Aufschnitt im Angebot: Für 400 g Preßschinken plus 400 g Schweinskäse, alles selbstgemacht und super lecker, bezahlte ich 60,- $U (1,70 €). Gut zwei Kilo Grillwürste kosteten 96,- $U (2,72 €). Noch Fragen?

Nachtrag: Weitere und aktuellere Preisangaben finden Sie hier:

Obst und Gemüse

Obst, Gemüse und Kräuter kauft man am besten beim Gemüsehändler an der Ecke oder auf einem der zahlreichen Wochenmärkte. Dort bekommt man die gleiche und oft sogar bessere Qualität als im Supermarkt, und man bezahlt erheblich weniger. Grünzeug ist hier sehr preiswert, und vor allem schmeckt es unglaublich gut, da naturbelassen und nicht chemisch und gentechnologisch versaut.

Für uns "exotische" Früchte wie Honig- und Wassermelonen, Kiwis, Ananas, Mangos, Avocados, Kokosnüsse, Bananen und Zitrusfrüchte sind hier normal, und natürlich bekommt man hier auch (fast) alle 'anderen' Früchte. Nur Johannis- und Stachelbeeren habe ich bisher noch nicht hier gesehen, und bei den Gemüsen scheinen z.B. Schwarzwurzeln zu 'fehlen'.

Persönliche Anmerkung: Bevor ich zum Schweinemetzger ging (s.o.), hatte ich am Gemüsestand 2 kg Kartoffeln, 2 kg Äpfel und 3 kg Kugelzucchini für 80,- $U (2,27 €) erstanden, alles beste Qualität. Fragen? 

Fisch und Meeresfrüchte

Für Fisch und Meeresfrüchte gilt ähnliches wie oben. Die kauft man am besten direkt beim Fischer bzw. einem entsprechenden Stand / Laden. Davon gibt es mehere gute in Montevideo (z.B. an der Rambla von Punta Gorda) und an der ganzen Küste. Die Auswahl ist reichhaltig, die Ware frisch, die Preise billig.

Persönliche Anmerkung: Nein, bevor ich zu Schweinemetzger und Gemüsehändler ging, war ich nicht beim Fischer. Diesmal nicht. Trotzdem kann ich Ihnen versichern, daß Sie da alles frisch und von Feinsten bekommen, und zu super Preisen.

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Milchprodukte und Getränke

Preise der Nobel-Supermarktkette Tienda Inglesa in uruguayischen Pesos.

  • Conaprole Uruguay1 l Frischmilch ("Leche fresca entera") "Conaprole": 12,- $U
  • 250 ml Sahne ("Crema de leche") "Conaprole": 34,50 $U
  • 200 ml Joghurt ("Yogur") "Conaprole": 14,50 $U
  • 180 ml Fruchjoghurt ("Yogur de frutas") "Conaprole": 20,50 $U
  • 1 l Trinkjoghurt ("Yogur bebible") "Biotop" (Conaprole): 39,50 $U
  • 2 l Mineralwasser ("Agua mineral") "Salus": 20,50 $U
  • 1 l Fruchtsaft ("Jugo de frutas") "Baggio pronto": 35,90 $U
  • 1,5 l "Coca-Cola" (Pfandflasche): 29,50 $U
  • 1,5 l "Coca-Cola light" (Pfandflasche): 35,90 $U
  • 1 kg Kaffee ("Café") "El Chaná": 239,50 $U
  • 1 kg Mate-Tee ("Yerba mate") "Canarias": 57,50 $U 

Alkoholische Getränke

Preise der Nobel-Supermarktkette Tienda Inglesa in uruguayischen Pesos.

  • Cervecería Pilsen0,96 l Bier ("Cerveza") "Pilsen": 32,90 $U
  • 0,354 l Dosenbier ("Cerveza en lata") "Pilsen": 16,50 $U
  • 0,97 l "Budweiser": 37,90 $U
  • 1 l "Heineken": 44,- $U
  • 0,5 l Dunkelbier ("Cerveza negra") "Black Douglas": 97,- $U
  • 0,75 l Cabernet Sauvignon "Don Pascual": 114,50 $U
  • 0,75 l Tannat-Wein "Don Pascual": 114,50 $U
  • 1,5 l Roséwein ("Clarete") "Cerro Carmelo": 68,- $U
  • 1 l Scotch "Chivas Regal": 1.120,- $U
  • 1 l Scotch "Johnnie Walker" red label: 529,- $U
  • 1 l Scotch "Johnnie Walker" black label: 1.080,- $U
  • 0,75 l Scotch "Johnnie Walker" blue label: 5.620,- $U
  • 1 l Scotch "Vat 69": 262,- $U
  • 1 l argentinischer Whisky "Criadores": 215,- $U
  • 1 l uruguayische Whiskies: ab 163,- $U
  • 1 l brasilianische Whiskies: ab 140,- $U (nicht in Tienda Inglesa erhältlich)
  • 0,75 l "Freixenet" demi sec: 319,- $U
  • 0,7 l "Cointreau": 860,- $U

Anmerkungen: Uruguay hat viele erstklassige Weinkellereien, Establecimiento Juanicó, Eigentümerin der Marke "Don Pascual", ist eine von ihnen. Eine hiesige Spezialität: die Rebsorte Tannat.

"Cerro Carmelo" ist ein fruchtiger Tafelwein der uruguayischen Weinkellerei Irurtia. 1 l Wein im Tetrapack gibt es ab 32,50 $U, offene Weine (nicht in Tienda Inglesa!) sind noch billiger.

Alle guten uruguayischen Weinhersteller finden Sie hier.

Mietpreise und Mietnebenkosten

Einige Beispiele:

  • Zwei-Zi.-Whg. in der Altstadt: ab 250,- USD

Erwarten Sie bei diesem Preis bitte keine Heizung, Doppglasfenster mit Aluminiumrahmen o.ä.

  • Drei-Zi.-Whg. in Montevideo-Pocitos: ab 400,- USD
  • In Bestlagen ab 1.000,- USD

  • Einfamilienhaus in Montevideo-Carrasco mit kl. Garten: ab 700,- USD
  • Realistischer: ab 1.000,- USD

  • Einfamilienhaus an der Costa de Oro mit Garten: ab 350,- USD

Mietnebenkosten

In den meisten Mehrparteienhäusern in Montevideo fallen Betriebskosten an (etwa für Pförtner, Gebäudereinigung, Instandhaltung der Aufzüge usw.), die auf die einzelnen Wohnungen umgelegt werden. Je nach inbegriffenen Leistungen sind diese unterschiedlich hoch und belaufen sich ungefähr auf zwischen 2.000,- und 8.000,- $U pro Monat. 

Immobilienpreise und Baukosten

In Uruguay können Sie Ihr Traumhaus noch bezahlen. Übertriebene Vorstellungen von Niedrigpreisen (Einfamilienhaus in der ersten Reihe am Strand für 20.000 Euro usw.) sollten Sie allerdings aufgeben.

Grundstücks- und Immobilienpreise hängen, wie überall auf der Welt, in erster Linie von der Lage des Objekts ab, d.h. davon wie begehrt die entsprechende Zone ist.

Die Baukosten für ein solides Haus nach Ihren Wünschen belaufen sich auf ca. 600,- € (900,- USD) pro überbautem Quadratmeter. Für weniger bekommen Sie nichts Vernünftiges - außer Versprechungen, die sich in Schall und Rauch auflösen.

Hausratversicherungen

...gegen Diebstahl, Brand- und Wasserschäden.

Die Kosten einer Hausratsversicherung hängen davon ab

  1. 1. wie sicher oder 'unsicher' Ihre Wohngegend lt. Kriminalstatistiken eingestuft wird,
  2. 2. in welchem Maß Ihr Haus / Wohnung den Sicherheitsanforderungen gerecht wird
  3. 3. und von den vesicherten Werten (Gesamtbetrag).

Was in die Versicherung aufgenommen werden soll, muß der Versicherungsgesellschaft in einem Formular mitgeteilt werden.

Faustregeln: In den gutbürgerlichen Wohngegenden Montevideos (etwa Carrasco-Süd, Pocitos, Punta Carretas) bezahlt man weniger Versicherungsbeiträge als in anderen Stadtvierteln oder außerhalb Montevideos. In ländlichen Gebieten sollte Ihr Haus durch Gitter und ein Alarmsystem gesichert sein. In einer Stadt fahren Sie versicherungstechnisch am Besten, wenn Sie in einem Gebäude mit Pförtner wohnen. Ansonsten sollte Ihre Immobilie ebenfalls durch eine Alarmanlage gesichert sein.

Das bedeutet nun nicht, daß in Uruguay Zustände herrschten wie in der Bronx oder Chicago, sondern nur, daß die Versicherungsgesellschaften ihre Interessen so gut wie möglich schützen.

Der staatliche "Banco de Seguro del Estado" (BSE) ist die größte hiesige Versicherungsgesellschaft. Es gibt auch private Versicherungsunternehmen, die alle mehr oder weniger ähnliche Tarife haben. Bevor Sie irgendeinen Vertrag abschließen, sollten Sie sich auf jeden Fall bei verschiedenen Anbietern schlau machen.

Nachfolgend einige Beispieltarife für Häuser / Wohnungen, die die o.e. Sicherheitsanforderungen erfüllen, in zwei ausgewählten Zonen: das Montevideaner Stadtviertel Carrasco sowie El Pinar, ein Vorort Montevideos.

Beispieltarife (Jahresbeiträge des BSE):

Versicherter Gesamtwert: 30.000,- USD

  • Carrasco (Süd): 478,- $U (13,45 €)
  • El Pinar (Süd): 692,- $U (19,48 €)

Versicherter Gesamtwert: 50.000,- USD

  • Carrasco (Süd): 796,- $U (22,40 €)
  • El Pinar (Süd): 1.154,- $U (32,48€)

Versicherter Gesamtwert: 70.000,- USD

  • Carrasco (Süd): 1.114,- $U (31,35 €)
  • El Pinar (Süd): 1.615 $U (45,45 €)

Eine Hausratversicherung dieser Art versichert Ihr Hab und Gut im Haus / in der Wohnung, nicht das Haus, d.h. die Mauern etc., selbst. Falls Sie diese auch gegen Brandschäden versichern möchten, müssen Sie zusätzlich eine Hausbrandversichrung abschließen. Die Beiträge dafür berechnen sich (bei der staatlichen Versicherungsbank "Banco de Seguro") folgendermaßen: Wert des Hauses x 0,5‰ + 2% + 22% MWSt., wobei der Wert des Hauses von einem Architekten der Versicherungsgesellschaft geschätzt wird.

Bei einem Haus-Wert von 100.000 USD wäre demnach der Jahresbeitrag (BSE):

  • 100.000 USD x 0,5‰ + 2% + 22% MWSt. = 66,22,- USD

Telefon-, Strom- und Wassergebühren

Telefonieren ist hier teurer als in Deutschland. Seit 1. Juni 2007 gelten in Uruguay landesweite Einheitstarife für Festnetzgespräche. Gleichgültig, wo man innerhalb des Landes hin telephoniert, man bezahlt immer die gleichen Gebühren.

  • 9.00 – 10.00 Uhr: 1 Gebühreneinheit x 3 Minuten
  • 10.00 – 18.00 Uhr: 1 Gebühreneinheit x 1 Minute
  • 18.00 – 21.00 Uhr: 1 Gebühreneinheit x 5 Minuten
  • 21.00 – 9.00 Uhr: 1 Gebühreneinheit x 5 Minuten

Eine Gebühreneinheit kostet derzeit 1,12 $U + MWSt. Dazu kommen Grundgebühren von ca. 50,- $U + MWSt.

Die Kosten für Auslandsgespräche hängen von der Zone ab, in der sich das Zielland befindet. Telephonate nach Deutschland oder in die Schweiz kosten 8,17 $U pro Minute, nach Österreich 16,31 $U pro Minute, unabhängig von der Tageszeit. Private Anbieter für Auslandsgespräche offerieren günstigere Tarife.

Die aktuellen Tarife finden Sie auf der

Webseite der staatlichen Telefongesellschaft ANTEL

Strom kostet ungefähr gleich viel wie in Deutschland. Die Tarife des staatlichen Stromversorgungsunternehmens UTE sind nach sozialen und ökologischen Kriterien gestaffelt: Wer mehr verbraucht, zahlt mehr.

  • Die ersten 100 kWh kosten jeweils 2,033 $U + MWSt.
  • Die nächsten 500 kWh kosten jeweils 2,937 $U + MWSt.
  • Danach: 3,206 $U + MWSt. x kWh.

Dazu kommt eine Zählergebühr von ca. 250,- $U + MWSt., je nach vertraglich vereinbarter Leistung.

Nachtrag: Die dritte Strompreiserhöhung in diesem Jahr!

Die aktuellen Tarife finden Sie auf der

Webseite des staatlichen E-Werks UTE 

Trinkwasser ist in Uruguay eindeutig billiger (und besser) als in Deutschland. Ein Kubikmeter problemlos trinkbares Leitungswasser kostet hier 18,582 $U (von MWSt. befreit).

Die aktuellen Tarife finden Sie auf der

Webseite des staatlichen Wasserwerks OSE

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Breitbandinternet

Dank Internet sind Sie auch in Uruguay permanent mit dem Rest der Welt verbunden und können mittels Internettelefonie kostenlos von Rechner zu Rechner bzw. sehr günstig auf Festnetz kommunizieren, nicht zu vergessen die Chatprogramme.

Es gibt hier mehrere Anbieter von 24-Stunden-Breitbandinternet. Zwei der größten seien hier kurz erwähnt:

1.) Anteldata, eine Tochterfirma der staatlichen Telefongesellschaft Antel, bietet Breitbandanschlüsse über ihr Telefonnetz an (Jahresverträge). Das angebotene Standardpaket "ADSL 768" mit 768 Kbps Download und 128 Kbps Upload kostet 883,- $U (24,86 €, Flatrate) pro Monat, MWSt. inklusive. Neukunden bezahlen während der ersten vier Monate die Hälfte.

Nach Vertragsabschluß kommen Techniker der Firma und installieren alles, was man braucht. Die Wartezeit beträgt wenige Tage. Die relativ geringen Installationskosten werden, wie auch der Service, über die Telefonrechung bezahlt.

Man kann auch Geschwindigkeiten bis zu 10 Giga oder mehr bekommen bzw. Internet nur für wenige Stunden oder nur an Wochenenden. Es gibt ein Angebot für jeden Bedarf.

Alle aktuellen Optionen und Preise finden Sie auf der

Webseite von Anteldata

2.) Die Privatfirma Dedicado offeriert Breitbandinternet via Satellit (ebenfalls Jahresverträge). Deren Standardpaket beinhaltet 768 Kbps Download und 256 Kbps Upload zu einem Preis von 1.214,- $U (34,19 €, Flatrate) pro Monat, MWSt. inklusive. Neukunden bekommen die ersten zwei Monate für 937,- $U. Außerdem erhältt man eine Dotcom-Domain kostenlos nebst 5 E-Mailadressen plus ein Jahr lang kostenlos 100 Minuten Auslandstelefonate pro Monat über Festnetz (mittels Vorwahlnummer). Die Installation ist kostenlos, wenn man per Einzugsermächtigung bezahlt.

Auch Dedicado hat ein breitgefächertes Angebot, das auch verbilligte Auslandsgespräche über Festnetz einschließt.

Alle aktuellen Optionen und Preise finden Sie auf der

Webseite von Dedicado

Handwerker und Haushaltshilfen

Handwerker und Haushaltshilfen sind in Uruguay noch bezahlbar. Eine Putzfrau ("Limpiadora") nimmt 50,- $U die Stunde plus das Geld für An- und Abfahrt (zwei Bustickets, spottbillig). Eine Haushaltshilfe ("Mucama"), die täglich kocht, Besorgungen macht und die Wohnung sauber hält, ist ab 2.500,- Pesos zu haben.

Ein Spengler ("Sanitario") führt einfache Wartungsarbeiten für 200,- Pesos durch (etwa Austauschen einer Dichtung und Freimachen des Abflusses der Spüle). Ein guter Elektriker ("Electricista") nimmt für einen Hausbesuch bis zu einer Stunde ca. 300,- Pesos (etwa um ein Problem mit dem Sicherungskasten zu beheben). Für dasselbe Geld, 300,- Pesos, wartet ein Automechaniker ("Mecánico de autos") Ihr Fahrzeug (Filter und Zündkerzen reinigen, Vergaser checken usw), vorausgesetzt Ihr Vehikel ist nicht vollgestopft mit Elektronik.

Ein Gärtner ("Jardinero"), professionell und zuverlässig, nimmt für die Instandhaltung einer bepflanzten Grünfläche von ca. 1.000 m² um die 1.600,- $U pro Monat. Das beinhaltet zweimal monatlich den Rasen mähen, das Beschneiden Ihrer Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt sowie die Vernichtung von Schädlingen, sollten diese sich in Ihrem Garten breit machen (etwa Ameisen).

Ein stabiles Luxusbett nach Maß und Ihren Vorstellungen aus gutem Holz (z.B. Zeder), mit 2 x 2 m, Verschnörkelungen, zwei Nachtkästchen und einer Schublade zum Verstauen von Bettzeug, können Sie sich hier für etwa 8.000,- $U vom Schreiner ("Carpintero") anfertigen lassen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in Uruguay ist sehr gut ausgebaut und recht kostengünstig (Busse, die Bahn existiert hier praktisch nicht). Man kommt überall gut hin, sowohl innerhalb der Hauptstadt als auch über Land. Die Frequenz der Busse ist beachtlich, zwischen Montevideo und El Pinar beispielsweise tagsüber praktisch im Zehn-Minuten-Takt oder noch häufiger, nachts logischerweise weniger. Auch entferntere Ziele werden mit einer guten Frequenz angefahren.

Ungewohnt für Europäer: Es gibt keine Fahrpläne an den Haltestellen, und für Neulinge ist es auch schwierig herauszufinden, welche Busse an welcher Haltestelle halten, bzw. zu entdecken, was überhaupt eine Haltestelle ist (v.a. im Landesinneren). Aber das bekommt man mit einem IQ von 100 oder mehr mit der Zeit schon auf die Reihe. Andere haben es auch geschafft.

Tipps: Alle Busgesellschaften betreiben Internetseiten, auf denen man die Routen und Fahrpläne (nebst Tarifen) problemlos finden kann, z.T. sogar mit Routenplaner, und alle unterhalten Informationstelefone, wo man anrufen und die gewünschten Auskünfte bekommen kann.

Ebenso ungewohnt: Man muß dem Bus, den man besteigen will (bzw. dessen Fahrer), Handzeichen geben, denn die Haltestellen sind meist für mehrere Busse mit unterschiedlichen Fahrstrecken und Bestimmungsorten und von unterschiedlichen Gesellschaften. Für Neulinge ist das ebenfalls eine Herausforderung. An so Manchem sind hier schon, zumindest bei den ersten Versuchen, die 'richtigen' Busse einfach vorbei gerauscht...

Einige Bustarife (in Klammern die Busgesellschaften):

Rentner, Schüler und Studenten können Ermäßigungen bekommen oder gar kostenlos fahren.

  • Stadtbus innerhalb Montevideos (CUTCSA): 13,50,- $U
  • Von Montevideo nach El Pinar (28 km, COPSA): 22,- $U
  • Von Montevideo nach Punta del Este (134 km, COT): 121,- $U

Auch Taxis sind hier bezahlbar und überall vertreten, in Montevideo gibt es ca. 3.400 davon. Man bestellt sie einfach telefonisch oder stellt sich an die Straße und winkt, wenn ein Taxi mit dem "Frei"-Zeichen angefahren kommt. In einsamen Gegenden ist eine telefonische Bestelluing allerdings ratsamer. Die Anfahrt zum Abholort wird in der Regel nicht berechnet. Nepp bei Taxis gibt es hier praktisch nicht.

Preisbeispiel:

  • Taxi vom Airport in die City von Montevideo (19 km): ca. 500,- $U

Alles rund um's Auto

Mietwagen

Chevrolet Celta Einen VW Golf made in Brazil, hier "Gol" genannt und etwas einfacher als der deutsche Golf, oder einen Chevrolet "Celta" (Foto) können Sie ab 200,- USD x Woche mieten (= ca. 29,- USD x Tag; mit Vollkasko, freien Kilometern, guter technischer Zustand). Tageweise müssen Sie etwas mehr hinlegen. Wenn Sie länger mieten, wird es billiger. Lokale Autovermieter sind i.d.R. etwas günstiger als internationale Anbieter. (Vorsicht! Die Versicherung ist hier in den Preisen meist nicht enthalten.)

Während der Saison (v.a. im Januar), der Osterwoche und der Winterferien, an Feiertagen und langen Wochenenden sind die Mietwagenpreise deutlich höher. 

Autokauf

Ein Auto zu kaufen, vor allem gebraucht, ist hier eindeutig teurer als in Deutschland. Wir empfehlen Ihnen dennoch auf keinen Fall Ihren eigenen Wagen mitzubringen, wenn Sie sich hier niederlassen wollen. Die Einfuhrzölle sind so hoch, daß Sie das Auto praktisch ein zweites Mal kaufen würden. Mit einem hier erworbenen Neu- oder Gebrauchtwagen kommen Sie besser und streßfreier weg. Lassen Sie sich von niemand das Gegenteil aufschwatzen.

Die gängigsten Marken sind hier Volkswagen (deutsche Kfz stehen hier generell in hohem Ansehen), Chevrolet, Ford, Fiat, die Franzosen (Renault, Citröen, Peugeot), sehr viele Japaner (Mitsubishi, Toyota, Nissan, Daihatsu) und einige Koreaner (Hyundai, Daewoo, Kia). Auch die chinesischen Klon-Weltmeister kommen neuderdings immer besser in’s Geschäft (Effa). Wagen der Luxusklasse sind auch hier Mercedes und BMW, neben einigen Volvos.

Seit der Literpreis für Diesel dem für Superbenzin praktisch angeglichen wurde (Preiserhöhung v. 27. 11. 2007), importieren die meisten Autohändler keine Dieselfahrzeuge mehr, da für diese höhere Steuern anfallen als für Benziner und Diesel-Kfz somit für den Verbraucher unattraktiv geworden sind.

Einige Preisbeispiele für Neuwagen (nicht als Empfehlungen zu verstehen):

Volkswagen (www.volkswagen.com.uy):

  • Golf und Gol: werden derzeit nicht importiert
  • Bora 2.0: 24.000,- USD
  • New Beetle Cabriolet: 31.500,- USD

Chevrolet (www.chevrolet.com.uy):

  • Celta 5-Türer: 12.500,- USD
  • Corsa classic 1.7 Diesel: 25.000,- USD

Renault (www.renaulturuguay.com.uy):

  • Clio 5-Türer: 18.990,- USD
  • Mégane 5-Türer: 17.990,- USD

Citroën (keine urug. Webseite):

  • Xsara Picasso 1.8: 20.990,- USD
  • Berlingo: 13.490,- USD

Toyota (www.ayaxonline.com):

  • Yaris: wird derzeit nicht importiert
  • Corolla 1.6: 19.990,- USD
  • Hilux 4x4: 44.900,- USD

Einige Beispiele für Gebrauchtwagen-Preise (aus Kleinanzeigen):

  • VW Golf Bj. 1992 Diesel, 5-Türer, mit ABS, Klima, ZV, HiFi, Diebstahlsicherung etc.: 8.200,- USD
  • Ford Ranger 4x4 Pick-up, Doppelkabine, Bj. 2001, mit ABS, Klima, hydraul. Lenkung, HiFi, Diebstahlsicherung etc.: 15.800 USD
  • Jeep Cherokee 4x4, Bj. 1995, mit ABS, Klima, ZV, HiFi: 10.200,- USD

Automatik-Fahrzeuge

Automatik-Fahrzeuge sind hier relativ unüblich und teuer. Automatic bei Pick-ups ist praktisch unmöglich, geschlossene Camionetas mit Automatik bekommt man gebraucht ab ca. 50.000 USD. Automatik-Pkws sind einfacher zu erhalten. Einen BMW Bj. 1997 in gutem Zustand bekommt man bsp.weise ab ca. 28.000 USD. 

GPS

GPS kann man im Land zwar kaufen und in sein Fahrzeug einbauen. Es funktioniert aber noch nicht als Satellitenleitsystem, da die Straßen Uruguays noch nicht 'digitalisiert' sind und noch keine entsprechenden Karten existieren. Man kann damit bisher nur Fahrzeug-Tracking machen.

ANCAP Uruguay Spritpreise

  • 1 l Öko-Super-Benzin ("Premium 97 SP"): 31,60 $U
  • 1 l Super-Benzin ("Super 95 SP"): 30,40,- $U
  • 1 l Normalbenzin ("Especial 87 SP"): 29,60,- $U
  • 1 l Diesel ("Gasoil"): 29,30 $U 

Nachtrag: Erhöhung der Spritpreise um 6,95%

Die aktuellen Preise finden Sie auf der

Webseite der staatlichen Tankstellenkette ANCAP

Kfz-Steuern

Die Kfz-Steuer ("Patente de rodados") ist hier anders gestaffelt als in D. Als Faustregel Nr. 1 gilt: Je neuer das Gefährt, desto höher die Abgaben. Dahinter steckt die Idee: Wer sich ein neues Auto leisten kann, kann auch mehr Steuern zahlen. Faustregel Nr. 2: Dieselfahrzeuge kosten mehr als Benziner. Faustregel Nr. 3: Kfz mit großem Hubraum werden höher besteuert als solche mit weniger Kubik.

Einige Beispiele (Kfz-Steuern pro Jahr):

  • Pick-up "Toyota HiLux", Doppelkabine, 4x4, Diesel, Bj. 2000: 22.308,- $U (631,06 €)
  • Ford "Eco Sport", Hubraum 1.600 ccm, Benziner, Bj. 2008: 18.215,- $U (515,24 €)
  • Volkswagen "Gol", viertürig, Hubraum 1.600 ccm, Benziner, Bj. 2005: 9.422,- $U (266,52 €)

Autohaftpflichtversicherung

In den meisten Fällen können Sie sich Ihre Versicherungsprozente aus Ihrem Herkunftsland anrechnen lassen. Die nachstehenden Beispieltarife (des "Banco de Seguro") beinhalten aus diesem Grund die maximal mögliche Ermäßigung um 60%.

Hier zirkulieren nach wie vor viele Fahrzeuge, die nicht versichert sind. Wenn ein solches Gefährt bei Ihnen einen Schaden verursacht, haben Sie, banal gesagt, Pech gehabt. Die einzige Chance, die Ihnen dann bleibt, ist eine Anzeige zu erstatten und den Klageweg zu beschreiten, aber ein solches Verfahren dauert, und wenn bei Ihrem Unfallgegner nichts zu holen ist, dann ist eben nichts zu holen.

Eine Versicherungspflicht für Kfz soll in Uruguay in naher Zukunft eingeführt werden, aller Voraussicht nach aber nur gegen Personenschäden.

Nachtrag: S. auch  Autofahren in Uruguay.

Einige Beispiele (Jahrestarife des BSE):

  • Toyota "HiLux", Doppelkabine, 4x4, Diesel, Bj. 2000: mit Teilkasko: 20.679,- $U, mit Vollkasko: 39.933,- $U
  • Ford "EcoSport", Hubraum 1.600 ccm, Benziner, Bj. 2008: mit Teilkasko: 14.472,- $U, mit Vollkasko: 29.090,- $U
  • Volkswagen "Gol", viertürig, Hubraum 1.600 ccm, Benziner, Bj. 2005: mit Teilkasko: 9.611,- $U, mit Vollkasko: 12.998,- $U

Hier gilt dasselbe wie für Haftpflichtversicherungen: Es gibt auch private Anbieter, und Sie sollten sich auf jeden Fall vorab informieren, welche Versicherungsgesellschaft für Sie bzw. Ihr Auto die günstigste ist.

Steuern und Abgaben

Steuerlich ist Uruguay ein sehr erträgliches Land. Die Steuersätze sind vernünftig, das Finanzamt ("Dirección General Impositiva" - "DGI") ist nicht eine totalitäre Verfolgungsmaschinerie wie in D und der EU.

  • Im Ausland erzielte Einkommen sind steuerfrei.
  • Einkünfte aus Kapital- und Sachvermögen werden mit max. 12% besteuert.
  • Die Steuer auf Einkommen aus Arbeit und Produktion liegt bei max. 25% (mit Freibeträgen für Einzelpersonen bzw. Abzügen für Firmen)
  • Die Vermögensteuer liegt bei symbolischen 0,1% (mit Freibeträgen von 80.000 bzw. 120.000 USD für Einzelpersonen bzw. Ehepaare)

Uruguay hat Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland und der Schweiz unterzeichnet. Wegen Steuerschulden kann man hier nicht mit Haft bestraft werden. Deswegen werden Ausländer mit Steuerschulden auch nicht ausgeliefert, wenn ihnen im Antrag stellenden Land Gefängnis droht. Einsicht in Bankkonten kann nur ein Richter in einem bereits laufenden Verfahren nehmen.

Hier finden Sie die vollständige Information über Steuern in Uruguay .

Medizinische Versorgung & Krankenversicherungen

Krankenwagen von Impasa Die medizinische Versorgung in Uruguay ist sehr gut und wird europäischen Standards mehr als gerecht. Montevideo gilt als die Stadt mit der größten Ärztedichte der Welt, und das scheint nicht übertrieben zu sein. Apotheken gibt es an fast jeder Ecke. Notarztwagen müssen innerhalb weniger Minuten am Einsatzort sein. Ähnliches gilt auch für das Landesinnere.

Foto: Einige Krankenwagen von IMPASA.

Eine private Mutualista kostet pro Monat für einen Erwachsenen um die 45,- € (in Worten: fünfundvierzig), Notfallversicherung inklusive. Ältere Menschen bezahlen ein bischen mehr. (Ein Umzug nach Uruguay lohnt sich also rein finanziell schon wegen der Krankenversicherung.) Die Praxisgebühr beträgt ca. 5 €, die Rezeptgebühr in der Apotheke liegt bei maximal ebenfalls etwa 5 € pro Medikament. Was darüber hinaus geht, übernimmt die Kasse. Außerdem kann man hier viele Medikamente rezeptfrei erhalten, die in Europa rezeptpflichtig sind.

Weiterführende Links:

Bildungswesen, Schulen und Universitäten

Das Schulwesen in Uruguay ist m.E. besser als in Deutschland. Die Kinder lernen noch was, die Lehrer kümmern sich um ihre Sprößlinge, Diebstähle und Drogen an Schulen halten sich sehr in Grenzen, auch wenn die Uruguayer selbst dies anders wahrnehmen. (Sie stellen keine Vergleiche mit den Verhältnissen in anderen Ländern an bzw. kennen diese gar nicht.)

Die meisten Schulen sind Ganztagsschulen, in denen die Kinder auch ihre Mahlzeiten einnehmen. Öffentliche Schulen sind schulgeld- und lehrmittelfrei vom Kindergarten bis zur Universität. Privatschulen sind meist billiger als in Europa (zwischen 5.000 und 15.000 uruguayische Pesos pro Monat, 10 Monate im Jahr). Die allermeisten davon sind in Montevideo angesiedelt.

Weiterführende Links:

Haushalts- & HiTech-Geräte

Die Zeiten, wo Technologie-Artikel hier teurer waren als in der sog. Ersten Welt oder wo es sie hier u.U. gar nicht gab, gehören definitv der Vergangenheit an. Haushaltsgeräte können Sie hier billiger kaufen als in Germany, und obendrein oft sogar von besserer Qualität. Elektronik und Computer sind ungefähr gleich teuer.

Einige Beispiele:

  • Kühl- und Gefrierschrank mit modernster Kühltechnik: 300,- €
    Abmessungen: 169,4 x 61,8 x 66,5 cm
    Trockene Kälte

  • Moderne Waschmaschine mit rostfreier Edelstahltrommel: 200,- €
    5 kg. Wäsche
    Automatische Temperaturregulierung
    Schleudern mit 500 Umdrehungen x min.
    16 Programme (mit Option 'halbe Füllung')
    Abmessungen: 85 x 60 x 55 cm

  • Flachbild-TV-Gerät mit 29-Zoll-Bildschirm (Pure Flat): 320,- €
    181 Kanäle über Antenne / Kabel
    2 Videoanschlüsse
    Komponentenanschluß
    Audio/Video-Output (z.B. für HiFi-Anlage)
    Fernbedienung (vollständig)
    Timer
    Stereolautsprecher
    Kopfhöreranschluß
    Kalenderfunktion
    Text-Caption

  • PC mit Pentium-4-Prozessor / 3,0 GHz: 477,20 €
    Festplatte: 160 GB
    Arbeitsspeicher: 1 GB (DDR2)
    Monitor: 19 Zoll (LCD)
    CD-Laufwerk (R/W), 5 USB-Ports
    Tastatur, Lautsprecher, Mikro, Mouse OP

Kleidung

Punta Carretas Shopping Center, Montevideo, Uruguay Markenklamotten kosten hier weniger als in Deutschland. Für eine Levis-Jeans etwa müssen Sie ca. 1.000,- $U (28,- €) hinlegen, für Nike-Turnschuhe ungefähr 2.000,- $U (56,- €). Ein Markenpullover aus bester Wolle kostet um die 700,- $U (20,- €), Maßanzüge können Sie sich ab 3.000,- $U (84,- €) anfertigen lassen. Bei Herrenausstattern wie "Los 4 Ases" oder "Luigi Mega" bezahlen Sie einen Bruchteil dessen, was Sie für gleiche Qualität in D ausgeben würden.

Foto: Blick in das 1994 eröffnete Punta Carretas Shopping mit 3 Etagen und 200 Geschäften, mehreren Restaurants, 10 Kinos, 1 Theater etc. Direkt dahinter erhebt sich das Sheraton Hotel.

Auf Ferias können Sie gute Jeans schon ab 500,- $U (14,- €) bekommen, Turnschuhe ab 300,- $U (8,50 €), Jogginghosen ab ca. 250,- $U (7,- €) etc. Billig einzukaufen kommt jedoch im Endeffekt nicht immer billiger, da Schnäppchen manchmal recht kurzlebig sind.

Uruguayische Textilien sind von Stoffqualität und Verarbeitung her erstklassig, nicht umsonst lassen bekannte Weltmarken hier in im Land produzieren. Besonders bekannt ist Uruguay für die Qualität seiner Wolle und seines Leders sowie der entsprechenden Erzeugnisse.

Möbel

In Uruguay bekommen Sie eine große Bandbreite an Möbeln, von Preßspan bis Edelholz, von Fabrikfertigung bis künstlerischer Einzelanfertigung, alles zu erschwinglichen Preisen. Es ist also nicht unbedingt nötig, Ihren Umzugscontainer mit Möbeln vollzupacken - außer Sie haben Stücke, die Ihnen besonders an's Herz gewachsen sind.

Restaurantbesuche und Kulinarisches

Eine uruguayische Parrilla - Leckerein vom GrillFür 200,- $U (5,60 €) oder sogar weniger pro Person -Getränke inklusive- kann man in Uruguay gut, für etwas mehr (10,- €) wie der sprichwörtliche Gott in Frankreich essen. Angesichts solcher Preise überlegt sich so mancher, ob es sich überhaupt lohnt, selbst zu kochen. Hinzu kommt, daß die hier servierten Mahlzeiten so reichlich sind, daß man u.U. gar nicht alles aufessen kann.

Foto: Eine "Parrilla Criolla", ein Barbecue mit Leckereien aller Art.

Wenn Sie Ihr erstes "Chivito Canadiense al plato" zu Gesicht bekommen, werden Sie mit Sicherheit denken, dieses Gericht sei für zwei Personen oder eine ganze Familie. Fehlanzeige!

Die lokale "kreolische" Küche kann sehr reichhaltig sein. Besonders typisch sind Grillgerichte aller Art. Das uruguayische Fleisch ist das beste der Welt, besser noch als das argentinische. Wegen der extensiven, artgerechten Viehhaltung sind hier Seuchen wie BSE usw. unbekannt.

Las Misiones - Altes Restaurant in der Altstadt

Foto: "Las Misiones", ein traditionsreiches Restaurant in der Altstadt in der gleichnamigen Straße.

Weiterführende Links:

Kultur und Unterhaltung

Theater

Uruguay ist ein kulturliebendes und kulturschaffendes Land wie nur wenige. Montevideos Stadttheater "Teatro Solís", eingeweiht am 25. August 1856, ist das älteste noch in Betrieb befindliche Festspielhaus des gesamten amerikanischen Kontinents. Seine historische Bausubstanz ist erhalten. Das Theater mit seinen vier Galerien bietet Platz für 1.200 Personen.

Karneval im Teatro Solis, Montevideo, 1951

Foto: Karneval im Teatro Solís, Montevideo, 1951.

Der Eintritt variiert je nach Vorstellung und Sitzplatz. Für eine derzeit (Feb. 2008) laufende uruguayische Produktion beispielsweise wird ein Einheitspreis von 80,- $U (2,26 €) genommen, für eine Darbietung mit argentinischem Ensemble zwischen 150,- $U und 350,- $U (4,25 bzw. 9,91 €).

Daneben gibt es noch Theater wie "El Galpón", "El Tinglado", "La Candela", "La Gaviota" und zahlreiche andere kleinere und größere Säle, außerdem das staatliche Ballett "Sodre" und das Philharmonische Orchester (Orquesta Filarmónica de Montevideo). Für klassische und moderne Kultur ist also ausreichend gesorgt.

Theaterprogramm für Montevideo

Diskotheken

Die meisten Diskotheken in der Montevideaner Altstadt (meistens nur an Wochenenden geöffnet) kosten um die 120,- $U Eintritt (3,40 €, mit Getränk). Frauen zahlen manchmal weniger oder gar keinen Eintritt ("Chicas free").

Gute Discos sind z.B. die "Matriz Disco Bar" (früher "Cabildo Open Bar") in der Calle Bartolomé Mitre (Altstadt) und "W Lounge" an der Rambla des Parque Rodó. Hier kann man auch als etwas reiferer Jahrgang hingehen ohne als Dinosaurier unter Teeniehorden aufzufallen.

Kinos

Ein Kinobesuch (z.B. im Moviecenter des "Montevideo Shopping") unter der Woche (Mo. - Do.) kostet tagsüber (bis 18 Uhr) 85,- $U (2,41 €) und abends 95,- $U (2,69 €), an Wochenenden und Feiertagen bis 18 Uhr 105,- $U (2,97 €), danach 120,- $U (3,40 €).

Kino- und Kulturprogramm für Montevideo

Movie Center - Cinemateca

 

Uruguayische Supermärkte

Tienda Inglesa - Devoto - Disco - Multiahorro

Uruguayische Shopping Centers

Montevideo Shopping - Tres Cruces - Portones de Carrasco

Punta Carretas Shopping - Centro Comercial Géant

Das Wetter in Uruguay

Aktuelle Wetterkarte für Uruguay - Aktueller Wetterbericht für Montevideo


Erstellt im März 2008.

Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.


Weiterführende Beiträge in diesem Magazin:

Weitere Beiträge zu den Themen "Auswandern / Einwandern" und "Leben in Uruguay" in diesem Magazin:

 

Kommentar von Ralph, 30. März 2009:

Vielen Dank Manfred,

für diesen wirklich super lesenswerten Artikel.

LG Ralph


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