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Auswandern nach Uruguay

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Argentiniens Jugendliche: Blowjob für 2 Euro

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Montag, 25. Februar 2008
Ein Freund machte das Angebot einer 14 jährigen Chica in einer Kneipe an der Costanera im Dezember: 5 Pesos (1Euro). “Klar hab ich angenommen”, erzählt der 17 jährige Manuel in einem Interview der Tageszeitung Clarín. Unter den Jungs heissen die Chicas “peteras”, sind zwischen 14 und 19 Jahren, gehen auf das Gymnasium in und um die Hauptstadt (öffentlich, privat, katholisch, gemischt) und offerieren ihren Mitschülern oralen Sex in der Aula und anderswo für 2 bis 10 Pesos an. Das so verdiente Geld setzten sie am Wochenende in alkoholische Getränke in den Diskotheken und Kneipen von Buenos Aires um. Aber auch um Schulden zu bezahlen, für einen Joint oder nur um Einlass in eine Disco zu bekommen in denen sie als Minderjährige keinen ordentlichen Zutritt haben, es wird geblasen was das Zeug hält.
Obwohl man bisher glaubte, dass es sich um einen Mythos oder um ersponnene Geschichten handelt, hat sich jetzt die Tageszeitung Clarín an die Jugendlichen gewandt und herausgefunden, dass dies für sie die normalste Sache der Welt sei. Es ist einfach einfacher als die Eltern ständig um Geld bitten zu müssen, die sowieso vermuten, dass man das Geld in alkoholische Getränke umsetzt. Unter den Jugendlichen herrscht das Motto: “sí no tomás, no tenés onda” (Wenn du nicht trinkst, bist du nicht gut drauf).
“Schnell, einfach und ohne Spuren”, geblasen wird überall, auf dem Sportplatz, in der Aula, auf dem Schulklo oder auf dem Weg zur Kneipe.
“Die Freundin meines Ex – Feundes hat mir erzählt, dass ihre Freundinnen den Jungs einen Blowjob auf der Jungentoilette im Tausch gegen die Hausaufgaben verabreichen”, erzählt Eugenía (19 aus San Isidoro). Tomas (18 aus Beccar) sagt, dass man eine 16 jährige von der Schule geworfen hat, als man sie auf dem Frauenklo erwischte, wie sie einem Jungen aus der fünften Stufe für 5 Pesos einen geblasen hatte.
Die Eltern zeigen sich erstaunlich verständlich hinsichtlich der Geschehnisse. Eine Mutter erklärt: “Als ich herausgefunden habe was meine Tochterr treibt, habe ich mich an die Mütter ihrer Freundinnen gewandt. Ich weiss, dass alle mitmachen, da keine eine Aussenseiterin sein will.”
Andere Eltern hingegen verschliessen die Augen und wollen die Realität nicht wahrhaben. Ricardo, der Vater der 15 jährigen Martina reagiert aufbrausend und äussert sich: “Meine Tochter würde so etwas nie machen. Ich würde sie umbringen, keinen Schritt würde sie mehr vor die Tür gehen.”
Mabel Blanco, die Psycholginn der Fundación  para Estudio e Investidacíón (FEIM) erklärt, dass diese Verhaltensweise eher als eine Art jugendlicher Sexspiele zu kategorieren sei. Mit Prostitution hat das für die Jugendlichen nichts zu tun. Für sie besteht eine sexuelle Beziehung aus vaginalem oder analem Sex.
Für die Chicas sieht das hingegen ganz anders aus, sie wollen nach eigenen Aussagen ein bisschen “Prostituta” spielen, um so die Aufmerksamkeit der Jungs auf sich zu ziehen. Sie geben aber gleichzeitig zu, dass es besser ist, wenn man betrunken ist, bevor man sich daran macht.
In der Hauptstadt gibt es Nichtregierungsoranisationen, die sich um die jungen Frauen kümmern, die oralen Sex für Geld anbieten. Puertas Abiertas in San Telmo ist eine von ihnen und wird von Nonnen geleitet. 
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