Kopfbereich

Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation Direkt zum Kontakt
Advertisement

Inhalt

Viel Platz in Uruguay, Uruguayos emigrieren in grosser Zahl
Benutzer Bewertung: / 0
SchlechtSehr gut 
Geschrieben von Martin   
Montag, 23. Juli 2007
Hits: 1310
Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Emigranten weiter zunehmen wird. 78% der Emigranten kommen aus dem privaten Bereich. ( Auszug: El País) Uruguayer emigrieren weiterhin und es sieht so aus als dass der Trend, der schon seit Jahrzehnten anhält, in der nächsten Zeit nicht zu stoppen sein wird.. Experten meinen, dass obwohl die Wirtschaft im eigenen Land weiter wächst, mehr Personen ins Ausland emigrieren werden. Zurückzuführen ist das u. a. darauf, dass in den Bestimmungsländern die Arbeitsplatzsicherheit wesentlich höher ist und vor allem bessere Löhne gezahlt werden. Man schätzt, dass ca. 15 % der Uruguayos im Ausland leben, was ungefähr einer halben Million Menschen entspricht. (Umgerechnet auf deutsche Verhältnisse bedeutete dies ca.12 Millionen Personen, mehr als das Griechenland Einwohner hat.)

Allein im Jahr 2006 emigrierten 17 497 Personen und schon im ersten Semester diesen Jahres verliessen 23 453 Pesonen auf unbestimmte Zeit das Land. Das Ministerium für Äussere Angelegenheiten versucht die Zahlen zu relativieren und meint, dass die Uruguayos seit 2004 mehr reisen, vornehmlich aus geschäftlichen Gründen, um zu studieren oder um ihre im Ausland lebenden Familienmitglieder zu besuchen.

Besorgniserregend ist vor allem die Tatsache, dass das Profil der Auswanderer vorwiegend einen Altersdurchschnitt von bis zu 29 Jahren hat, der meist mittleren und höheren Schulabschluss vorweisen kann und männlichen Geschlechtes ist. Emigration in Uruguay ist schon seit 40 Jahren ein allgegenwärtiges Thema und wird es wohl auch noch in Zukunft bleiben. 2005 war das Jahr mit der niedrigsten Auswandererquote, was vor allem damit zusammenhing, dass eine neue erstmals linke Regierung die Macht übernahm und Spanien in diesem Jahr neue Zuwanderungsgesetze verabschiedet hatte. Die hohen Löhne, die positven Arbeitsplatzperspektiven und die Suche der Industriestaaten nach geeigneten Arbeitskräften sind die Hauptgründe der Uruguayer ins Ausland zu gehen.

60% der Emigranten, die zwischen 2000 und 2006 das Land verliessen kamen nicht mehr zurück, nicht einmal zu Besuch. 32;6% der Personen waren zwischen 20 und 24 Jahren alt, 22,2 % hatten einen Altersdurchschnitt von 25 bis 29 Jahren.

Die Bestimmungsländer haben sich allerdings in den letzten Jahren geändert. Waren es in den siebziger und achtziger Jahren noch Argentinien, das die Hälfte der Auswanderer auffing, so sind es heutet die USA und Spanien, die ca. 70 % der Emigranten aufnehmen und nur noch 11,9 % und 4,7 % gehen nach Argentinien bzw. Brasilien. Die USA waren zwischen 2000 und 2002 das beliebteste Einwanderungsland der Uruguayer, aber mit den neuen verschärften Sicherheitsgesetzen nahm die Tendenz stetig ab. Mehr als ein Drittel der Emigranten, die nach Spanien oder in die USA gehen haben Abitur, das ist eine Zahl, die weit über den Verhältnissen des eigenen Landes liegt. Ca. 4% der Uruguayer, die im Land leben oder wieder hier leben haben mindestens einmal im Ausland gearbeitet. Die Hälfte von ihnen kam aus Argentinien, 11% aus Brasilien, 10% aus den USA und 8% aus Spanien zurück.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 7. November 2007 )
  Kein Kommentar.

Diesen Beitrag im Forum diskutieren. (0 Beiträge)
Powered by Gerstmann.Com