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Auswandern nach Uruguay

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Skorpione erobern Montevideo

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Samstag, 24. November 2007
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 5. März 2008

Von den sieben bekannten Skorpionarten in Uruguay ist nur eine für den Menschen gefährlich
Die Spezie Euscorpius flavicaudis (Skorpion mit gelbem Schwanz), die europäischer Herkunft ist, und erst seit kurzem in Uruguay heimisch ist verunsichert die Anwohner Montevideos. (Auszug: El País)

Das erste Exemplar dieser Gattung wurde 1998 gefunden, als ein Anwohner das biologische Forschungsinstitut informierte. Bei einer genaueren Untersuchung des Geländes fand man schon eine beträchtliche Kolonie dieser Spinnentiere. Die Gattung hat sich mittlerweile fast auf der ganzen Welt ausgebreitet. Man vermutet, dass die ersten Tiere als blinde Passagiere in Schiffen den Ozean überquerten, sogenannte Neozoa (Tierarten, die direkt oder indirekt durch den Menschen in andere Gebiete gebracht wurden und sich dort etabliert haben). Derzeit ist die Art nur in der Nähe des Prado und in der Curva de Maroñas gesichtet worden, doch ist es ziemlich sicher, dass sie bald ein biologischer Bestandteil des gesamten Departments sein wird. Eine Gefahr für den Menschen besteht allerdings laut Aussage der Forscher nicht. In Uruguay gibt es nur eine für den Menschen gefährliche Art, deren Präsenz sich aber auf das Departament Colonia beschränkt. In Argentinien kam es schon zu Todesfällen durch die Tiere, allerdings bedingt durch das Fehlen medizinischer Assistenz. Ein gesunder Mensch mit medizinischer Unterstützung dürfte keine grösseren gesundheitlichen Probleme zu erwarten haben. Doch wird sich das Bild bald wandeln. Zwei der gefährlichsten Skorpionarten sind schon im benachbarten brasilianischen Staat Rio Grande do Sul aufgetaucht und breiten sich auf Grund der klimatischen Verhältnisse weiter Richtung Süden aus. Trotzdem sind alle Bisse oder Stiche blosse Unfälle, da das Tier auf Verteidigung ausgerichtet ist. Das Gift der Tiere besteht aus zwei Komponenten, eine zum Töten von Beute (Insekten, Gliederfüsser u.a.) und eine gegen Wirbeltiere zur Verteidigung.
Jährlich sterben weltweit zwischen 1000 und 5000 Personen infolge eines Skorpionstiches. Der Tod tritt nach etwa 20 Stunden durch Atemstillstand ein.
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