| Pressefreiheit in Uruguay |
| Geschrieben von Martin | |
| Freitag, 27. Juli 2007 | |
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Zur Zeit sitzen weltweit 125 Journalisten und 64 Onlinereporter in Haft. Uruguay ist nicht weit weg von dieser Realität. Im Jahr 2000 wurde Julio César De Rosa erschossen. De Rosa war Besitzer und Direktor eines unabhängigen Radiosenders, in dem er einen Tag vor seinem Tod in einer Sendung verlauten liess, dass Carmelo Nery Colombo wegen finanzieller Unregelmässigkeiten für ein politisches Amt nicht geeignet sei. Colombo forderte daraufhin, dass man ihm eine Sendezeit zu seiner Verteidigung gewähre, die man ihm auch zugestand. Daraufhin drang er in das Büro von De Rosa ein und eröffnete das Feuer, später erschoss er sich dann selbst. 2006 fand man den Journalisten Mateo Kutalek mit einem Kopfschuss in der Nähe der Stadt Maldonado, die Tatumstände sind bis heute noch nicht genau geklärt. Was die Pressefreiheit betrifft, so hält nach Einschätzung der Organisation “Reporter ohne Grenzen” Uruguay aber weiterhin seinen Ruf als “Schweiz Lateinamerikas” aufrecht, zumindest wenn es sich um Pressearbeit handelt .Obwohl die Presse in Uruguay eine relativ grosse Freiheit geniesst, so wird die Arbeit doch immer wieder stark behindert, besonders wenn es sich um Menschenrechtsverletzungen während der Diktatur dreht. Im Oktober 2006 erhielt der Journalist Alfonso Lessa, ein Kenner der Militärdiktaturzeit, Morddrohungen durch noch aktive Militärs. Im selben Jahr drangen Unbekannte trotz Polizeischutz in das Haus eines anderen Journalisten ein, der sich mit demselben Thema beschäftigte und stahlen vertrauliche Dokumente. Horacio Knaeber, Sekretär der uruguayischen Pressevereinigung, stellt fest, dass sich schon einiges verbessert hat, speziell seit dem Antritt der neuen linken Regierung aber es ist noch viel Arbeit zu tun, um an die internationalen Standards heranzureichen. Um Pressefreiheit zu geniessen muss man auch an Informationen gelangen können, ein Schwachpunkt unter dem die Pressearbeit weltweit Not leidet. Besonders im Landesinneren von Uruguay geniessen die Journalisten wenig Schutz durch das Gesetz. Immer wieder kommt es zu Aggresionen, Anklagen und Verurteilungen von Pressemitarbeiter, wenn es sich um Offenlegung von Korruptionsfällen in öffentlichen Ämtern handelt. Zwei Morddrohungen bis hin zu schwerer Körperverletzung erlitten Journalisten im Jahr 2006, ausgeführt durch Militärs und Beamte.
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 28. Juli 2007 ) |