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Härtere Zeiten für Bodenspekulanten in Uruguay und Lateinamerika |
| Geschrieben von Martin | |
| Erstellt: Freitag, 21. September 2007 | |
| Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 27. August 2009 | |
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Der Landwirtschaftsminister und einflussreichste Politiker Uruguays, Pepe Mujica, studiert derzeit Massnahmen, die die Entwicklungsländer im Kampf gegen die Bodenspekulanten durchführen. Der Minister gedenkt u.a. Restriktionen zu erlassen. Man hat herausgefunden, dass die Agenten grosse Landflächen aufkaufen und dann abwarten bis die Preise steigen, um sie dann gewinnbringend weiterzuverkaufen. (Auszug: El País) Der Minister, wie immer ein Mann klarer Worte, erklärt dazu: ”Entwicklungsländer sind schlauer als wir, wenn du Land kaufst, um zu spekulieren bringen sie dich um. Die Ideen, die wir in Betracht ziehen laufen darauf hinaus - Land kaufen um zu produzieren ist kein Problem, aber Spekulanten müssen mit Strafen rechnen”. Nicht der Kauf von Land durch die Ausländer ist das Problem, vielmehr was sie damit tun. Der Minister hat daher Debatten eingeleitet, die zu Entschlüssen führen sollen im Kampf gegen den Landaufkauf durch die Ausländer. Laut Ausage des Ministers wurden 600 000 Hektar Land entdeckt, die während der letzten fünf Jahre 5-7 mal den Besitzer wechselten. Vielmals betroffen sind Ländereien, die entlang der brasilianischen Grenze liegen, mit denen man nun gedenkt besonders zu verfahren. Der Sprecher eines Kommissionsausschusses, der sich mit dem Thema befasst, erklärt, dass das Thema viel zu komplex sei und man nicht voreilig handeln dürfe. Klare Spielregeln müssten her, was den Landkauf durch Ausländer betrifft. Im Jahr 2000 waren 10 % der Bodenfläche Uruguays in ausländischer Hand. Zwischen den Jahren 2000 und 2006 wurden 3,9 Millionen Hektar Land verkauft, was ca. 24 % der Gesamtfläche des Landes ausmacht. Man hat u. a. dabei herausgefunden, dass knapp 40 000 ha dabei durch vier Hände gingen, 42 208 ha wechselten fünfmal den Besitzer ungefähr 8 000 ha wurden sechsmal verkauft und nur 3 248 ha wurden nur einmal verkauft. Zwischen 2000 und 2006 stiegen die Preise für einen Hektar Land von 592 $ auf 1040 $. Die Departements mit den höchsten Verkaufszahlen sind Paysandú, Tacuarembó, Rio Negro, Cerro Largo und Salto, in denen allein 1,7 Millionen Hektar verkauft wurden. |
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