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Auswandern nach Uruguay

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ENCE beginnt im Dezember mit dem Bau eines Zellulosewerkes in Colonia

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Montag, 8. Oktober 2007
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 5. März 2008
Das spanische Unternehmen ENCE kündigt den Beginn der Bauarbeiten in Conchillas für Ende des Jahres an. Das Projekt umfasst eine Investition von 1 Milliarde $ und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2010 abgeschlossen sein. (Auszug: Noticias Uruguayas und EFE) “Wir hoffen, dass das Zellulosewerk ein Antriebsmotor für die uruguayische Wirtschaft sein wird, speziell durch die Verknüpfung mit den Projekten anderer Sektoren”, so der Berater des Unternehmens Pedro Oyarzabál, der bei einem Seminar mit dem Titel “Auslandsinvestitionen, Cluster und Wettbewerb” vor Unternehmern, Investoren u.a. erklärte, dass ENCE die Möglichkeit eines produktiven Uruguays biete.

Er erklärte weiterhin, dass ein Cluster ein Netzwerk von Produzenten, Zulieferern, Dienstleistern und Institutionen ist, mit einer gewissen örtlichen Nähe zueinander, die eine gemeinsame Beziehung in einer Wertschöpfungskette bilden, in diesem Falle Holz-Zellulose.

Die Idee ist, dass alle am Projekt des Werkes Beteiligten, d. h. örtliche Forstunternehmen, Transportunternehmen, Dienstleister, Technik u. a. sich vereinigen, um den grösstmöglichen Nutzen voneinander zu ziehen.

Das Enceprojekt beinhaltet zudem einen Energieproduktionsplan, der es ermöglicht 60 Megawatt Strom zu erzeugen, den man dann in das defizitäre Netz, zum Nutzen der beteiligten Firmen speisen kann.

Das spanische Werk wird in der Zone um Punta Pereira im Department Colonia am Río de la Plata errichtet, von wo aus die Zellulose zum Transport aufs offene Meer geschickt wird.

Anfangs plante ENCE das Werk in der Nähe von Fray Bentos zu errichten, dort wo Botnia gerade mit der Fertigstellung seines Werkes im Begriff ist, und das nun der Anlass zu den schlimmsten Konflikten zwischen Uruguay und Argentinien seit Jahrzehnten ist.

“Die Entscheidung einer Umplanung wurde aus logischen und zweckmässigen Gründen getroffen und nicht wegen des Konfliktes von Botnia”, versichert Oyarzabál, der gleichzeitig aber gesteht, dass es immer besser ist sich mit seinen Nachbarn zu verstehen. Der neue Platz lässt wenig Spielraum für Diskrepanzen.

Der Sprecher signalisiert, dass alle notwendigen Dokumente an das Umweltministerium, das für die Genehmigung zuständig ist, eingereicht wurden.

Für den Bau des Werkes kalkuliert man zwei Jahre, derzeit steht man noch mit einer Baufirma in Verhandlungen. Zu den Spitzenbeschäftigungszeiten werden 11 000 Arbeiter benötigt werden.

Das Werk wird eine Produktionskapazität von 1 000 000 t / Jahr haben, fast das doppelte des ursprünglich geplanten Werkes in Fray Bentos.

Der Berater von ENCE erklärt, dass die Standortwahl für das Projekt ein grosser Fortschritt für die Eukalyptusfaser auf uruguayischem Boden ist und das Werk ein Musterbeispiel für den Umweltschutz sein wird.



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