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Auswandern nach Uruguay

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Die wirtschaftliche und soziale Komponente in der Tourismusbranche

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Donnerstag, 5. Juli 2007
Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 27. August 2009

Mit der Gründung der OMT (Organisation Mundial del Turismo) vor 2 Jahren durch die UNO, erkannte die Vereinigung die Wichtigkeit der sozio-ökonomischen Kräfte des Tourismus an.
Weltweit ist die Branche besonders arbeitskräfteintensiv und daher legt man gewisse Erwartungen in die positive Entwicklung der Arbeitlosenzahlen und das Einkommen der arbeitsaktiven Bevölkerung eines jeweiligen Landes.
Die Tourismusindustrie hat Wachstumsraten aufzuweisen, die weit über dem der anderen Wirtschaftszweige liegen.
(Quelle: La República Auszug)

Der wirtschaftliche Impuls, den die Branche in den letzten 50 Jahren gesetzt hat, ist einer der bedeutensten Phänomene unserer Zeit. Gemäss den Daten der OMT stiegen die Einnahmen durch internationale Reisen ( inflationsbereinigt) im Schnitt um 11% seit 1950. Die Zahl internationaler Einreisen stieg von kaum 25 Millionen 1950 auf 808 Millionen im Jahr 2005. Die daraus resultierenden Einkünfte wuchsen jährlich um 11,2% bis sie 2005 den Wert von 682 Milliarden $ erreichte. Rechnet man nochmals die Flugreisen hinzu, so überschreitet man die 800 Milliarden Grenze. Der Wachstumsindex liegt weit über dem Weltwirtschaftsdurchschnitt und wetteifert schon mit dem der Öl- Nahrungsmittel- und Automobilexporten. Der Tourismus repräsentiert heute 25% der Dienstleistungsexporte und bringt es sogar auf 40%, wenn man die Einkommen der Luftfahrt mit hinzuzieht. Desweitern stiegen die ausländischen Direktinvestitionen in den letzten 15 Jahren beträchtlich. Die Tourismusbranche bewegt enorme wirtschaftliche Mittel und bringt oftmals einen zusätzlichen Vorteil für Umwelt, Kultur und die Armutsbekämpfung. Besonders bei der Armutsbekämpfung kommt dem Tourismus eine wichtige Rolle zu, da er komplexe Beziehungen hat mit Krankheiten, Analfabetismus, Kindersterblichkeit und diversen Umweltproblemen. Im Kampf gegen die Armut ist dem Tourismus jahrelang nicht die angemessene Bedeutung zugewiesen worden.

Vielfach profitieren die südlichen Länder von der Tourismusindustrie. Im letzten Jahrzehnt lag der jährliche Wachstumsrhythmus bei internationalen Einreisen in den Entwicklungs- und Schwellenländern über dem weltweiten Durchschnitt. Der Tourismus unterstützt das Wirtschaftswachstum und dient der Expansion kleinerer und mittlerer Unternehmen. Besonders in den ländlichen Armutsgegenden ist es oftmals die einzige Alternative zu der vom Verfall bedrohten Landwitschaft. Obwohl man 2005 nur 1,2 % der internationalen Einreisen und 0,8 % der Einnahmen den Entwicklungsländern beimessen konnte, lag das Wachstum dort höher als der weltweite Durchschnitt. Die Einreisen stiegen jeweils um 48% gegenüber 17% der restlichen Welt, während die Einkommen um 76% gegenüber den 40% der restlichen Welt stiegen. Der Tourismussektor trägt schon einen bedeutenden Anteil an der Zahlungsbilanz der ärmeren Länder und kann ein fundamentales Mittel werden, um die Lebensqualität zu erhöhen.

Die kulturellen und sozialen Aspekte sind durchaus positiv zu bewerten , wenn es auch notwendig ist die wachsenden touristischen Exzesse, sowie die zunehmende Globalisation mit einem kritischen Auge zu betrachten. Unter diese fallen vor allem die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, der Rückgang der Artenvielfalt, die Zerstörung historischer Monumente, die Ausbeutung der Arbeiternehmer in der touristischen Peripherie, sowie der organisierte Sextourismus, deren Opfer oftmals Minderjährige sind.

Das letztliche Ziel der OMT ist es, dass in den verschiedenen Ländern dem Tourismus eine strategische Vorrangigkeit in dem Wirtschafts- und Arbeitsbereich beigemessen wird, und diese Position auch von den Finanzinstitutionen und Entwicklungshilfebanken angenommen wird.

Ausgangspunkt ist ein internationales statistisches System, welches jedem Staat genaustens die Effekte der touristischen Nachfrage in der nationalen Wirtschaft aufzeigt. Die Resultate zeigen in kontinuierlicher Form Statistiken öffentlicher und privater Sektoren, die in der Tourismusbranche involviert sind. Mehr als 70 Länder sind mittlerweile schon in das System intergriert, das durch die UNO eingeführt wurde.

Die Wichtigkeit des Tourismussektors in Uruguay

Seit 1990 ist die Tourismusbranche eine der Hauptdeviseneinnahmequellen des Landes. Im Jahre 2004 nahm man noch 493 Millionen $ ein, so waren es 2005 schon 594 Millionen, was sich 2006, trotz der Blockaden der internationalen Brücken, mit 592 Millionen $ bestätigte. Die Nettodevisenbilanz im Tourismusbereich lag 2004 bei 300 Millionen $, 2005 bei 342 Millionen und erreichte 378 Millionen $ im Jahr 2006. Von Dezember 2006 bis Februar 2007 besuchten 491 258 Personen das Land, wovon 68% Argentinier, 12% Brasilianer, 3% Chilenen, 2% Paraguayer und 15% anderer Nationalität waren. Nicht eingerechnet ist die Anzahl der Besucher, die mit Kreuzfahrtschiffen das Land besuchten. Uruguay ist bis jetzt noch nicht an das statistische System angeschlossen, suchte aber bei den zuständigen internationalen Organisationen technische und finanzielle Unterstützung nach.





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