| Cabo Polonio, der Touristenmagnet, wird umstrukturiert |
| Geschrieben von Martin | |
| Freitag, 9. November 2007 | |
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Anwohner und Minister suchen nach Lösungen. Auf der Themenliste stehen u.a das unkontrollierte Vordringen der nicht registrierten Ranchos und die Zukunft des Badeortes. (Auszug. Montevideo Portal)
Cabo Polonio geniesst in der Welt des Tourismus ein gewisses Ansehen, obwohl es in Uruguay nicht das meistbesuchteste Ziel ist, dazu fehlt eine notwendige Werbekampagne seitens der Verantwortlichen. Dies ist aber derzeit nicht möglich, da eine gewisse Uneinigkeit was die Zukunft des Badeortes betrifft, in der Luft hängt. Einerseits will das Ministerium für Umwelt, dass der Ort zu einem Naturschutzgebiet erklärt wird, wo die Bestimmungen aber noch strenger eingehalten werden müssen als sonst üblich, desweiteren will man das illegale Vordringen der Häuserbauer in die einzigartige Dünenlandschaft verhindern. Ein zusätzlicher Plan wurde vom Minister für Fischerei und Landwirtschaft auf den Tisch gelegt, der vorschlägt 1.000 ha unter die Obhut des Militärs zu stellen, um einem Park zu errichten, ähnlich dem in Santa Theresa. Auf den ersten Blick scheint der Plan unvereinbar mit den Vorstellungen des Umweltministeriums, speziell wenn es sich darum dreht wo der Campingplatz angelegt werden soll, so dass die Dünenwanderung nicht beeinträchtigt wird. Andererseits lässt sich so verhindern, dass durch eventuelle Regierungswechsel und dem Vordringen des Tourismus der Park weiter geschädigt wird, wenn er unter der Obhut des Militärs bleibt. Verantwortlichen zufolge müsste der Campingplatz an der Strasse angelegt werden und nicht im Schutzgebiet selbst, und zugleich müsste man den gesamten Pinienbestand abholzen, der die Bewegung der Dünen beeinträchtigt. Seit zweieinhalb Jahren passierte nichts in Cabo Polonio, obwohl die Europäische Union einen Geldfond eingerichtet hat, der lokalen Tourismusunternehmen an der Küste von Rocha zugute kommen soll. Die einzigen, die nicht zu den Verwaltungssitzungen eingeladen wurden waren die Anwohner von Cabo Polonio, obwohl das Cap seit 8 Jahren zu den fünf meistbesuchtesten Orten des Landes gehört. Im Gegensatz dazu gibt es laut Aussagen der Anwohner Personen, die Kunsthandwerk aus Leder und Schafswolle unter dem “Markennamen” Cabo Polonio anbieten, obwohl in dieser Region niemand mit diesen Produkten arbeitet. Noch seltsamer ist die Geschichte von einigen “Fischern”, die nichts mit dem Ort zu tun haben und denen auf einer bedeutenden Fischereimesse in Genua für ihre Aktivitäten unter dem Namen Cabo Polonio hohe Kredite gewährt wurden. Cabo Polonio ist in drei Teile aufgeteilt, ein Teil gehört dem Ministerium für Fischerei und Landwirtschaft, ein anderer Teil gehört einer eingetragenen Gesellschaft aus den Anwohnern und ein dritter Teil gehört einem Privatmann names Tisnes. Man schätzt, dass 300 - 400 Personen irgendein Gebäude am Cap errichtet haben, 80 davon gehören Anwohnern und Mitgliedern der Gesellschaft mit dem Namen (GABASOL), 200 Gebäude stehen auf dem Grundstück von Tisnes und der Rest auf Staatseigentum. Trotz der hohen Häuserzahl leben nur 160 Personen ständig vorort. Es gibt 7 registrierte Fischer, obwohl mehr als 20 das Gewerbe betreiben und der Rest kommt und geht mit der Touristensaison, die in Spitzenzeiten über 1 000 Besucher pro Tag zum Cap führt. Weitere Fotos von Cabo Polonio.
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 10. November 2007 ) |