| Zweiter Mann der Terrororganisation FARC getötet |
| Geschrieben von Martin | |
| Sonntag, 2. März 2008 | |
| Hits: 70 | |
|
Weiterhin starben bei der Bombardierung 16 Guerillas und ein kolumbianischer Soldat. Reyes war 59 Jahre und sein wirklicher Name war Luis Edgar Devia. Als ehemaliger Gewerkschafter trat er in den bewaffneten Kampf in den 70ger Jahren. Auch war er der Lebensgefährte oder Eheman (genau weiss man das nicht) der Tochter von Manuel Marulanda “Tirofijo”, dem Anführer der FARC. Von diesem stammt der Satz.” Sie machen hier im Dschungel keinen Ökotourismus”, womit er sich auf die harten Lebensbedingungen der Entführten bezog. In der Hand der FARC befinden sich zur Zeit noch mehrere hundert Geiseln. Alle Analysten und Beobachter sind sich einig, dass das ein schwerer Schlag für die Gruppe bedeutet, doch weiss niemand wie sich die Situation auf die noch festgehaltenen Geiseln auswirken wird, unter ihnen die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, die die kolumbianische und französische Staatsbürgerschaft besitzt, und im Jahr 2002 entführt wurde. Die letzten Nachrichten von ihr zeugen von einem immer schlechter werdenden Gesundheitszustand. Die Geschichten über den Tod von Reyes sind konfus. Der Minister spricht von einem Angriff auf ein Camp ca. 1800m von der Grenze zu Ecuador, bei der die Lufthoheit Ecuadors aber nicht verletzt wurde. Der ecuatorianische Präsident Rafael Correa bestätigte in einem Interview, dass er über die Operation informiert gewesen sei, trotzdem ordnete er eine Untersuchung der Ereignisse an. Reyes war dank seiner Position als Sprecher der Gruppe der bekannteste Mann, der vor allem als Verhandlungsführer während der frustrierenden Friedensgespräche mit der Regierung Andres Pastrana (1998 - 2002) auf sich aufmerksam machte. Auf ihm lasten mehr als 100 Gerichtsverfahren wegen Terrorismus, Entführung, Mord u. a.. Für Fabrice Delloye, den Ehemann von Ingrid Belancourt, hat der Tod von Reyes keine negativen Auswirkungen auf die Geiseln, damit würden sie sich selbst ins Abseits stellen, ausserdem hat die FARC ihre Geiseln immer als “Kriegsgefangene” bezeichnet.
|
|
| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. Juli 2008 ) |