| Verzögerungen bei der Installation von neuen Technologien in Lateinamerika |
| Geschrieben von Martin | |
| Dienstag, 30. Oktober 2007 | |
| Hits: 344 | |
|
Der südamerikanische Kontinent verliert jährlich hunderte Millionen Dollar, weil sich die Einrichtung von neuen Technologien in dem Wirtschafts- und Regierungsapparat verzögern, das ist die Einschätzung von Martin Hilbert, dem Verantwortlichen der Wirtschaftskomission für Lateinamerika und der Karibik (CEPAL). (Auszug: Technologia mundial) In der Region haben nur etwa 3% der Einwohner Zugang zu einem Internetanschluss. Angesichts dieser Tatsache reichen die 340 000 Softwareingenieure und die 280 Millionen Handys, die sich im Umlauf befinden, bei weitem nicht aus dem produktiven Prozess einen Wachstumsschub zu verabreichen. Die Informationstechnologien stellen nur knappe 10% des Bruttoinlandproduktes der Region, während es in den Wirtschaftsländern 50% sind. Ein grosses Problem ist die Informatisierung des Wirtschafts- und Produktionsprozesses in den kleinen und mittleren Betrieben. Momentan sind Argentinien, Chile, Uruguay und Kolumbien die Anführer in diesem Sektor, während die Karibik und die Andenregion die Schlusslichter darstellen. Besonders der Mangel an der technologischen Infrastruktur bereitet grosse Probleme; in Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass nur 20 von 100 Einwohnern über einen Telefonanschluss verfügen. In der Karibik ist es sogar nur die Hälfte. Nichtsdestotrotz gibt es in der Region ca. 150 000 Internetcafes, die meisten befinden sich in Mexiko (58 000), Argentinien (28 000), Peru (19 000), Brasilien (16 000) und Ecuador (10 000). Um diese Situation zu verbessern verhandeln die Regierungen über einen Aktionsplan mit konkreten Zielen bis zum Jahr 2010, dessen Aufgabe es ist, das digitale Loch zu stopfen in einer Region, in der der Hunger für 80 Millionen Menschen ein täglicher Wegbegleiter ist.
|
|
| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 5. März 2008 ) |