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Skifahren in Buenos Aires
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Geschrieben von Martin   
Freitag, 13. Juli 2007
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Das ist zwar bis jezt noch nicht möglich, aber am 9 Juli 2007 schneite es nach 89 Jahren wieder in Buenos Aires. Für die meisten Bewohner war es das erste Mal überhaupt, dass sie mit Schnee in Kontakt kamen, denn das letzte Naturereignis dieser Art geschah am 22 Juni 1918.  (Quelle: República) Die Porteños, wie man die Einwohner der Hauptstadt nennt, erlebten heute einen historischen Tag auf Grund des Einbruchs einer polaren Kältewelle. “Schnee in verschiedenen Vierteln der Stadt “ , so lautete der Titel der Tageszeitung “Clarín”. Den ganzen Tag über berichteten die Fernsehanstalten live aus den betroffenen Vierteln und zeigten Bewohner, die dem Wetterphänomen ungläubig gegenüberstanden. Man suchte die alten Chroniken hervor in denen es damals hiess: ” Am 22 Juni 1918 legte ein überraschender Schneeschauer einen weissen Mantel über das Zentrum von Buenos Aires.”  Die Tagezeitung  La Nacíon” vom 23 Juni 1918 vermeldete: “ Schnee, echter Schnee, ein Schnee wie in Europa”. Während des Schneefalls feierten die Menschen in den Strassen genau wie heute. Zwei ganze Tage lang hielt damals die weisse Pracht. Die Kehrseite der Medaille zeigt aber auch, dass bis jetzt 3 Menschen auf Grund der polaren Kältewelle in Chile und Argentinien starben, desweiteren wurden in Bolivien der Flughafen und verschiedene Autobahnabschnitte gesperrt. Im Süden von Argentinien fielen die Temperaturen auf - 22 Grad. In Rosario fand man einen Mann erfroren, der nur mit einem Stück Pappkarton zugedeckt war. Seit April diesen Jahres starben in Perú 48 Kinder an Lungenentzündung. Der Staat hat auf Grund der Kältewelle für 60 Tage den Notstand in 13 von 24 Departementos ausgerufen. In Uruguay fiel der Schnee nur in Nueva Palmira und das auch nur für eine halbe Stunde. Aber auch dort in dem kleinen Ort, am Río del la Plata , war es für die meisten Bewohner das erste Mal , dass sie Schnee sahen. Das Ereignisgeschah um 19 Uhr abends, als viele der Bewohner vor dem Fernseher sassen und sich die Geschehnisse in Buenos Aires anschauten. Als den Ersten dann bewusst wurde , dass es auch hier schneit , verwandelte sich der Ort in ein Tollhaus. Die Menschen begannen in den Strassen zu feiern, reckten die Hände  in den Himmel, um die weisse Pracht wenigstens einmal im Leben berühren zu können. Auch hier können sich nur die ganz alten Einwohner des Ortes daran erinnern etwas ähnliches vor ca. 60 Jahren gesehen zu haben. Damit es schneit braucht es ausser den Temperaturen um den Gefrierpunkt an der Erdoberfläche auch noch eine Erhöhung der Temperatur in den oberen 600 m der Erdatmosphäre. Laut dem uruguayischen Wetterinstitut hat es in Montevideo noch nie geschneit, weil der Río de la Plata wie eine Schutzmauer gegenüber der Kälte wirkt, und die Feuchtigkeitsbedingungen nicht die gleichen sind wie in Argentinien.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 5. März 2008 )
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