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Brasilien will seinen Verteidigungshaushalt um 50 % aufstocken |
| Geschrieben von Martin | |
| Erstellt: Donnerstag, 29. November 2007 | |
| Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 5. März 2008 | |
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Idee: Schiedsrichter bei Interessenkonflikten in der Region. Mehr schwere und bessere Waffen, um mehr politisches Gewicht zu erhalten. Das ist die neue Strategie, die der brasilianische Präsident Lula zusammen mit hochrangigen Militärs bei einem Zusammentreffen ausgearbeitet hatte. Dazu gehören weiterhin die Umstrukturierung der Grenzverteidigung an Land und auf See. (Auszug: El País) Brasilien plant für das Jahr 2008 Militärausgaben in Höhe von 4,6 Milliarden Dollar, ohne den Sold der 310 000 Soldaten, die sich in 190 000 Heer, 70 000 Luftwaffe und 50 000 Marine aufteilen, zu berücksichtigen. Im Gegensatz zu anderen Ländern in der Region kauft Brasilien seine Waffen nicht auf dem internationalen Markt, sondern setzt auf eigene Produktion und Entwicklung. Dazu gehören u.a. die Entwicklung eigener Kampfjets, Panzerabwehrraketen, kleinere Schiffe, Elektroniksysteme, Radar und Munition, alles gefördert durch ein ehrgeiziges Programm, das sowohl von der Regierung als auch durch die Privatwirtschaft unterstützt wird. Im Amazonasgebiet errichtet Brasilien derzeit ein enges Überwachungssystem seiner Landesgrenzen.Lula äussert sich dazu: “Ein Land wie Brasilien mit solch grossen Dimensionen benötigt eine gutausgerüstete Armee, zu Erde, zu Wasser und in der Luft, um seine Grenzen zu schützen.” Aus der Sicht Brasiliens mag der Schritt zu einer Aufrüstung seiner Armee verständlich klingen, da Chile im Jahr 2008 plant seine Luftwaffe mit Kampfjets aus den USA zu erneuern, weiterhin plant das Land am Pazifik u.a. Rüstungseinkäufe in Deutschland, sowie die Anschaffung von U-Booten und Radaranlagen der letzten Generation. Auch Venezuela bediente sich in den vergangenen Jahren, dank seiner Petrodollars, auf dem internationalen Waffenmarkt. 63 % der brasilianischen Militärs glauben, dass es zu einem bewaffneten Konflikt mit einem der Nachbarländer kommen könnte. Potentielle Feinde sind für die Uniformierten vor allem Venezuela und Bolivien. Einige Stimmen, nicht autorisiert, aber mit Gewicht gehen noch weiter und fordern nukleare Waffen zur Landesverteidigung, wie der General José Bendito de Barros Moreira. Der General ist nicht nur irgendein General sondern gewichtiger Ratgeber im Verteidigungsministerium. Der General weist besonders auf die reichhaltigen Wasser-, Erz-, Energie-, und Nahrungsvorkommen in Brasilien hin, die weltweit immer knapper werden. Diese gelte es unter allen Umständen zu schützen und zu verteidigen.Das amerikanische Pentagon zeigt sich indessen besorgt und spricht von einem Rüstungswettlauf in der Region. Hauptverantwortlich dafür sei in erster Linie Venezuela, das Land habe mehr und bessere Waffen eingekauft, als es eigentlich zur Verteidigung seiner Grenzen benötige. Dazu gehören 24 russische Kampfjets vom Typ Sukhoi, 100 000 AK-103, und steht derzeit in Verhandlungen über den Kauf von U-Booten.
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