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Anfang Februar stand es in der "Revista Galería", die zusammen mit der renommierten uruguayischen Wochenzeitschrift "Búsqueda" erscheint, und am 10. 2. 2010 wurde sogar im Vormittagsjournal "Bien Despiertos" des angesehenen TV-Senders "Canal 12" darüber berichtet (s. Teledoce v. 10. 2. 2010):
Auch in Uruguay wird geblasen. Um Einlaß in die Disco zu bekommen, die Hausaufgaben gemacht zu kriegen, bessere Noten zu erhalten oder andere Vorteile zu erhaschen praktizieren heranwachsende Mädchen ab 14 Jahren, manchmal auch noch jüngere, Oralsex am Türsteher, ihren Mitschülern, dem Lehrer oder wem auch immer.
Nicht nur in der Politik sind Frauen in Uruguay auf dem Vormarsch (s. hier). Auch die Enkelinnen dieser Politikerinnen-Generation tun sich hervor, allerdings nicht mit erfolgreichen Kandidaturen oder anerkennenswerten Leistungen, sondern auf allen Vieren in irgendeiner Ecke, auf der Toilette, der letzten Sitzbank im Bus oder anderswo. Und manchmal lassen sie sich dabei auch noch fotografieren oder filmen.
Lt. der von "Bien Despiertos" eingeladenen Psychologin sollen vor allem Mädchen aus sozial bessergestellten Elternhäusern diese Blaserei praktizieren. "Manche nehmen auch Geld", sagte die Expertin, "und die Mädchen aus Carrasco finden es absolut hip sich wie eine Prostituierte zu benehmen." Für sie sei das einfach, schnell und problemlos verdientes Geld, das sie nicht von ihren Eltern erbitten müßten.
Blowjobs für einen Euro
Eine argentinische Zeitung schreibt zum Thema unter der Überschrift: "Oralsex: Mädchen machen es für zwei Pesos in der Schule oder um in eine Kneipe reinzukommen" (s. 26noticias):
"Sie machen es, um sich Alkohol leisten zu können oder um nicht zu Außenseiterinnen zu werden. Und die Jungs betrachten es als reinen Spaß." Zitiert wird dann ein 17jähriger Jugendlicher, der in einer Kneipe ohne zu zögern auf das Angebot einer 14jährigen einging ihm für fünf Pesos einen zu blasen. (Fünf argentinische Pesos sind rund ein Euro. Die üblichen Tarife liegen zwischen zwei und zehn Pesos.)
Nicht nur für Alkohol oder Kneipen-/Discozutritt wird geblasen, sondern etwa auch für einen Joint, das Erledigen der Hausaufgaben oder einfach um die Aufmerksamkeit gewisser Jungs zu erlangen.
So weiß ein Mädchen zu berichten: "Die 16jährige Schwester meines Ex-Freundes hat mir erzählt, daß sie und ihre Freundinnen oft auf der Herrentoilette des Gymnasiums ihren Mitschülern Blowjobs gaben, damit diese die Hausaufgaben für sie machten."
Eine junge Dame, die weiß, wovon sie spricht, meint allerdings: "Um das zu tun, ist es besser betrunken zu sein."
Was soll man dazu sagen?
Ich weiß es nicht. Das ist eine Entwicklung, die inzwischen alle sog. westlichen Länder erfaßt hat. Vor einigen Jahren hatte das in den USA begonnen. Sexualität im Totalausverkauf...
Ich fühle mich nicht dazu berufen hier den Sittenwächter zu spielen. Aber durch diese Praxis wird die Prostitution sozusagen verallgemeinert, zur Norm, statt zur Ausnahme. Die Hetären im alten Rom und selbst die Nutten auf der Hamburger Reeperbahn und dem Pariser Place Pigalle hatten im Vergleich dazu noch Kultur.
Wie sollen diese Jugendlichen später einmal wirkliche Erotik erleben oder eine wirkliche Beziehung führen können?
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