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Die Tageszeitung ABC in Paraguay versichert, dass während der Kontroverse zwischen Botnia und Argentinien, die viel Aufmerksamkeit erregte, drei Werke auf argentinischem Gebiet den Río Paraná seit langem verschmutzen. (Auszug: Diario Cronicas)
Bravo Martin, der ist richtig treffend.
In der Provinz Misiones existieren derzeit drei Zellulosewerke, das älteste befindet sich in Puerto Piray ca. 160 km von Encarnación. Ein anderes liegt in der Stadt Puerto Rico gegenüber der paraguayischen Stadt Triunfo und ein drittes Werk wurde gegenüber von Puerto Paranambú im Departament Alto Paraná gebaut.
Das Werk in Puerto Piray verschmutzte den Fluss Paraná derart, dass es schon zweimal seine Produktion stoppen musste. Nachdem die Errichtung einer Kläranlage versprochen wurde, konnte man mit der Produktion fortfahren. Aber getan habe sich seither nichts, erwähnt das Tagesblatt. In der gleichen Situation befindet sich das Werk in Misiones, welches als Staatsbetrieb errichtet wurde, aber in den 90 - iger Jahren privatisiert wurde. Das Werk verfügt auch über keine Kläranlage. Bei der neuesten Anlage, Auraca S.A., mit chilenischem Kapital errichet, hat man noch nicht genau den Grad der Verschmutzung, den das Werk provoziert, ermitteln können.
Aber sicher ist, dass mindestens 10 Zellulosewerke in Argentinien operieren, die mit einer Technologie ausgerüstet sind, die weit unter der von Botnia liegt. Die Werke stehen in den Provinzen Buenos Aires, Jujuy, Tucumán, Río Negro und Santa Fé.
Das grösste Problem stellt das Chlor dar, welches über einen langen Zeitraum Umweltschäden verursacht. Das kuriose, laut Aussagen der Tageszeitung, ist, dass alle Werke vorgeben über den neuesten technischen Stand zu verfügen, um die Flüsse nicht zu verunreinigen, was natürlich nicht der Fall ist.
Weiterhin werden für die Produktion von Zellulose riesige Wassermengen benötigt, und eine Verbesserung der Technik kurzfristig ist nicht in Sicht.
In ihrem Land ist es eine Staatsangelegenheit gegen Botnia zu oponieren, doch hier bei uns verschmutzen sie ungehindert ihre und unsere Umwelt, schreibt die Tageszeitung.
Der Gouverneur von Misiones meint dazu, dass der Río Paraná zu gleichen Teilen Argentinien und Paraguay gehöre und, dass er bereit sei mit den paraguayischen Autoritäten den Fall zu erörtern, um keine Staatsangelegenheit daraus zu provozieren, doch fügt er hinzu, wenn es darum geht Rechnungen zu begleichen, meint er nur:” Wir haben noch viele offen”.
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