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Kirchner tritt ab und verliert Kampf gegen die Korruption
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Geschrieben von Martin   
Donnerstag, 6. Dezember 2007
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Wenn der noch amtierende argentinische Präsident Nestor Kirchner am kommenden Montag sein Amt übergibt, wird er sein Versprechen die Korruption in Argetinien zu überwinden, nicht eingehalten haben. (Auszug: La Nation)

Laut einer Studie von Transparenz international glauben 70% der Argentinier, dass sich die Situation eher verschlimmert hat, und der Staat wenig effektiv gegen das Übel vorgegangen ist. So wenig, dass viele glauben, dass sich auch unter der Führung von Christina Kirchner nichts ändern wird. 90% der Befragten glauben, dass in den kommenden drei Jahren die Situation gleichbleiben wird, oder sich eher noch verschlimmern wird.

Gallup International vergleicht jedes Jahr 60 Länder hinsichtlich ihrer Transparenz, und hat festgestellt, dass sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum, das Gefühl der Uneffizienz um 10 Punkte, bei den Zukunftsaussichten sogar um 20 Punkte, verschlechtert hat. Korruption in Argentinien war schon immer ein heisses Eisen. Aber unter der Regierung Nestor Kirchner kam es zur Aufdeckung einiger besonders schwerwiegender Fälle, z. B. den Flug des Venezoelaners Wilson in einer offiziellen Maschiene mit undeklarierten 800 000 Dollar in der Tasche usw.
42% der befragten Personen sagen aus, dass der Kampf gegen die Korruption in den letzten Jahren uneffektiv geführt worden war. 28% sagen sogar sehr uneffektiv. Nur 11% glauben, dass sich in den kommenden Jahren etwas daran ändern wird. Die pessimistischen Einschätzungen haben sich in den lezten beiden Jahren verdoppelt.
Im Corruptions Global Barometer, einer Studie, die in diesem Jahr zwischen Juli und September, in 60 Ländern durchgeführt wurde, bei der mehr als 63 000 Personen befragt wurden, liegt Argentinien über dem Durchschitt. Weltweit glauben 54% der Befragten, dass sich die Korruption in den kommenden Jahren verschlimmern wird, und einer von zwei Befragten kritisiert die Effizienz der jeweiligen Regierungen im Kampf dagegen. Viele Menschen haben, laut der Studie, den Glauben in ihre politischen Führer verloren. Laut ihrer Meinung herrscht besonders auf dieser Ebene ein hohes Korruptionsrisiko. Einer von zehn Befragten bestätigt, allein im letzten Jahr mindestens einmal einen Funktionär bestochen zu haben, um die jeweilige Dienstleistung erhalten zu haben.


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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 5. März 2008 )
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