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Die Herausforderungen der nächsten argentinischen Regierung |
| Geschrieben von Martin | |
| Erstellt: Dienstag, 16. Oktober 2007 | |
| Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 5. März 2008 | |
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Die erste Hürde, die es nach den Wahlen am 28. Oktober zu bewältigen gilt, wird die Inflationsspirale sein, die in die argentinische Wirtschaft seit geraumer Zeit eingedrungen ist, und die man auch mittels verschiedener Instrumente (Preiskontrolle) nicht bekämpfen konnte. Die reale Inflation kann laut Analystenaussagen 15 % erreichen, obwohl die offiziellen Ziffern mit 5,8 % angegeben werden. Speziell die Kandidatin Christina Fernandez de Kirchner (Ehegattin des derzeitigen Präsidenten) verkündet bei jeder Gelegenheit, dass die Zahlen sich im einstelligen Bereich bewegen werden. Auf der Strasse allerdings glauben die meisten Argentinier laut einer Umfrage (80 %), dass sich die Inflationsgefahr eher vergrössert hat. Dies ist genau das zweite grosse Problem: Das Vertrauen in die Indec (Nationale Organisation für Statistik und Zensus). Die Organisation durchlebt seit Anfang des Jahres eine schwere innere Krise, da mehrfach seltsame, um nicht zu sagen falsche Angaben, speziell was die Inflationszahlen betrifft, verkündet wurden. Die Krise veraschärfte sich, als dann noch Techniker und Spezialisten versetzt wurden. Kritisiert wird nicht nur die Glaubwürdigkeit der Zahlen was die Infaltionsrate angeht, auch die Richtigkeit des Basiswarenkorbes, die Arbeitslosenquote, sowie die Zahlen des Bruttosozialproduktes stehen zur Debatte. Dritter Punkt sind die Investitionen, ein Bereich der in den Jahren von 2003 bis 2006 stark aufblühte, derzeit aber nur bei 12 % -.13 % liegt, (in den Jahren zuvor 18 % - 20 %). Weitere Punkte ist die kritische Energiesituation, da herrschen Defizite in der Produktion und Verteilung von Elektrizität und Gas, das ging soweit, dass es im vergangenen Winter zu Engpässen bei der Industrie kam. Auch ist das heisse Thema der öffentlichen Tarife bleibt zu bewerkstelligen. Im Finanzsektor hat Argentinien noch immer nicht das Problem der Schulden mit dem Club de Paris gelöst. Eine Gruppe von Kreditgebern, denen Argentinien 6,3 Milliarden $ schuldet. Die argentinische Handelsbilanz stürtzte in den letzten Monaten um 30 Punkte. Laut Meinungsumfragen fühlen sich viele Argentinier unsicher und glauben,dass sich die Korruption im Land verschlimmert hat. Alles deutet darauf hin, dass die derzeitige Erste Dame des Landes am 28. Oktober, ohne in eine Stichwahl gehen zu müssen, das Rennen machen wird. Diese Beiträge könnten Dich ebenso interessieren:
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