Es gibt durchaus Internet per Richtfunk.
Montevideo ist gut mit DSL versorgt, aber sogar dort gibt es Richtfunk.
Die Küste ist gut mit DSL versorgt, aber sogar dort gibt es Richtfunk.
In Städten gibt es DSL, aber sogar dort gibt es Richtfunk.
Richtfunk ist durchaus gang und gäbe.
Die Mentalität ist aber eine andere.
Die Banco de la Republica (BROU) macht ihr Onlinebanking Abends (20:00?) zu und um 8:00 Morgens wieder auf.
(In D würde das als eine absolute Katastrophe empfunden werden.)
(Im Gegensatz zu deutschen Banken macht die BROU aber hausinterne Überweisungen binnen Minuten! Deutsche empfinden dass wohl nur deshalb nicht als Katastrophe, weil sie es nicht anders kennen)
(Merkt Ihr was?)

Der Strom wird, wenn er denn mal abgeschaltet werden muss, nicht mit Generatoren oder sonstigem immensem Aufwand aufrechterhalten,
sondern er wird eben einfach mal ohne Vorwarnung abgedreht.
-> Zeit für eine wirkliche Pause.
Den Technikern ist nicht wichtig, ob ein Online-Broker möglicherweise ein kleines Vermögen in 10 Minuten verliert,
den Technikern ist wichtig, dass das Gefrierfach der normalen Bevölkerung nicht auftaut.
Abgesehen davon, dass man für einen Internetanschluss länger in einer Warteschlange steht als wie in Deutschland, wo man derartiges per Mail oder Webformular oder Telefon bestellen kann:
In Uruguay (und Argentinien) hat man seinen Telefonanschluss in der Regel 3-4 Tage nach der Beantragung und DANACH bekommt man DSL in der Regel auch innerhalb von 3-4 Tagen - da könnten sich die Deutschen mal wieder eine Scheibe abschneiden.
Und ausserdem gibt es in Uruguay (und Argentinien) eine günstige und funktionierende UMTS-Flatrate, die auch im Nachbarland kostenlos ist.
Von so einem Luxus sind die Europäer noch weit entfernt.
LG Ralph