Stadtverwaltung klagt Opposition wegen der Zunahme der Carritos an |
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Geschrieben von Martin
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Erstellt: Montag, 25. Februar 2008 |
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Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 27. August 2009 |
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Man schätzt die Zahl der sogenannten Clasificadores (Menschen, die mit übelst aussehenden Pferden, Eseln und Wagen, die städtischen Mülleimer nach Verwertbarem durchkämmen) auf mittlerweile 10.000 in Montevideo. (Auszug: El País)
Auf ein Taxi in Montevideo kommen drei Pferdewagen und täglich kommt ein neuer Wagen hinzu. Bei einer Zählung im Jahr 2002 kam man auf 5.312 Karren, was damals eine Steigerung von 52 % gegenüber dem Jahr 1990 bedeutete. Zwei Jahre später im Jahr 2004 stieg die Zahl auf 7.700 Wagen, die täglich durch Montevideo zogen. Jetzt sind es ca. 9000 Hugardores, die täglich die Mülltonnen nach recyclebarem durchsuchen, wobei man die Dunkelziffer auf über 10.000 beziffert. Vor allem in den Jahren der Wirtschaftskrise, im Jahr 2002, stieg die Zahl der Wagen dramatisch an, viele sahen damals den einzigen Ausweg aus der Krise darin sich als Clasificador zu betätigen. Die Arbeitslosenzahl lag damals bei 19 %, jeder fünfte Arbeiter hatte damals keinen Job. Für die linke Frente Amplio liegt die Hauptschuld in der neoliberalen Politik der Vorgängerregierung. Nun ist es nicht mehr einfach möglich für die jetztige Regierung die damals begangenen Fehler rückgängig zu machen.
Laut Aussage der Stadtverwaltung, die die Karrenanzahl stark einschränken will, liegt die Reinigung der Strassen in den Händen der Stadt, ebenfalls müssen nach der Meinung der verantwortlichen Politiker die Arbeitsbedingungen dieser Menschen verbessert werden, die von ihrer Partei damals im Stich gelassen worden sind.
Die Clasificadores sind derweil überhaupt nicht mit der Massnahme der Stadtverwaltung einverstanden, die Karrenanzahl drastisch zu verringern. Die Versammlung der Unión de Clasificadores de Residuos Urbanos Sólidos (Ucrus) hat zu Streiks für die kommende Woche aufgerufen.
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