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Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay

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Geschichte Uruguays

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Dienstag, 30. Oktober 2007
Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 27. August 2009
Die Geschichte Uruguays in einem Überblick

Etwas zur Geschichte Uruguays:

Ca. 11 000 v. Chr.Uruguay wurde von Nomaden besiedelt 6 000 v. Chr.Errichtung von kleinen Hügeln zur Bestattung der Toten. Die heutigen Strände lagen damals noch 6 Meter tief unter Wasser. Es gab keine einheimische Kultur, sondern die Menschen waren ständig gezwungen sich den wechselnden Bedingungen anzupassen. 1 600 v. Chr.Erste Keramikarbeiten und komplexe soziale Gebilde in den Mündungsgebieten des Río Uruguay und des Río Negro. Ca. 1 500 n. Chr.Eindringen der Guaranís von Norden. Fast zur gleichen Zeit, Ankunft der ersten Europäer. Die einheimischen Völker wie Yaró, Bohané, Chaná, Charruá und Guaranís lebten zu dieser Zeit vom einfachen Ackerbau, waren aber doch größtenteils Jäger und Fischer. 1509Vincente Yañez Pinzón fährt bis zum Río de la Plata. 1516Juan Díaz Solís entdeckt den Río de la Plata und wird von Charruá Indianern getötet. 1527Erste Niederlassung der Spanier an der Mündung des Arroyo San Juan. Anfang des 17. Jhds.Erste Aussetzung von Pferden, Rindern auf dem Gebiet Uruguays. 1624Gründung der Stadt Santo de Domingo de Soriano am Unterlauf des Río Negro durch die Franziskaner  1680Gründung von Colonia del Sacramento durch die Portugiesen. 1724Die Bucht gegenüber von Buenos Aires wird auf Befehl des Gouverneurs von Buenos Aires, Mauricio de Zabala, von den Spaniern befestigt und Montevideo gegründet. 1776Das bis 1776 zum spanischen Vizekönigreich Peru gehörende heutige Gebiet Uruguays wird im Vertrag von San Ildefonso den Spaniern zugesprochen. 1800Es leben ca. 30 000 Menschen in dem Gebiet (davon 1/3 in Montevideo). Zur gleichen Zeit gibt es im Innern des Landes 6 Millionen Rinder und eine halbe Million Pferde. Erste Spannungen tauchen auf, da die spanische Autorität den freien Handel von Häuten mit den Engländern und Portugiesen behinderte und mit Steuerpflichten drohte. Ende 18. Jhd. und Anfang 19.Jhd.Es beginnt der Kampf der Häfen “ Lucha de puertos ” zwischen Buenos Aires und Montevideo, da sich Buenos Aires in seiner Vormachtstellung bedroht sieht. 1806-1807Aufgrund der Kontinentalsperre, die Napoleon über England verhängt, sieht sich England gezwungen neue Absatzmärkte zu finden und startet als Gegner Spaniens, das mit Frankreich verbunden ist, im Juni 1806 eine Invasion in Buenos Aires. Als Folge daraus resultieren die Einführung der freien Marktwirtschaft, die Anerkennung der Religionsfreiheit und der Besitzrechte. Im August wird Buenos Aires durch Santiago de Liniers zurückerobert. Der Vizekönig zieht sich nach Montevideo zurück. Im Oktober wird der Hafen von Maldonado von den Engländern erobert.  Januar 1807Besetzung von Montevideo 1807Die Eroberung von Buenos Aires durch die Briten schlägt fehl. Daraufhin ziehen sie sich aus dem Río de la Plata-Gebiet zurück.  1808Es erfolgt die Bildung von Juntas, die auch später die Regierung übernehmen. 1810Die Junta de Mayo von 1810 in Buenos Aires setzte am 25. Mai den Vizekönig Cisneros, der Ende Juli auf die Kananrischen Inseln  geschickt wurde, ab. Von diesem Zeitpunkt ab gab es keine spanischen Autoritäten mehr in Buenos Aires. Der spanische Gouverneur Gaspar de Vigodet, unterstützt vom Grossbürgertum, erkennt im Gegensatz zu der ländlichen Bevölkerung, die Junta in Buenos Aires nicht an. 1811Am 28. Februar 1811 gibt es erste Aufstände in Soriano durch die Patrioten Pedio Viera und Venancio Benavídez und mit dem Erscheinen von José Artigas finden die Aufständischen, den so notwendigen Führer, der alle Kräfte vereinigen kann. Im März 1811 wendet sich Artigas an Buenos Aires und ersucht um Unterstützung im Revolutionskampf gegen die Spanier und kann im Mai 1811 die Spanier bei Las Piedras schlagen. Nach einem Rückschlag, bei dem er Montevideo nicht einnehmen kann, gelingt es ihm 1814 mit Hilfe der Argentinier Montevideo zu erobern. Artigas entscheidet, dass er einen spanischen Depotismus nicht für einen argentinischen hinnehmen werde und verlässt die argentinischen Truppen um den Befreiungskampf zu beginnen. Von da an herrschen die Kämpfe zwischen den Federalen Republikanern (Artigas) und den Bonarensen, die für den Zentralismus und die Monarchie stehen. 1815Nach dem Sieg bei Guayabos regiert Artigas das ganze Land.  1816-1820Zwischen 1816 und 1820 muss er sich der Invasion Portugals erwehren, die ihren Regierungssitz in Río de Janeiro hat. Angst vor den neuen Ideen, sowie alte Rivalitäten verbinden Buenos Aires mit den Lusitanern und sie schlagen Artigas 1820, der daraufhin nach Paraguay ins Exil gehen muss, wo er nach dreißig Jahren im Jahr 1850 stirbt.Wirtschaftlich am Boden bleibt das Land als Provencia Cisplatina zwischen 1820 und 1822 zuerst in portugiesischer und nach der brasilianischen Revolution (1822-1825) in brasilianischer Hand. April 1825  Es beginnt die zweite Etappe des Freiheitskampfes mit dem Übersetzen der 33 Orientalen (die Zahl ist ein Mythos) und nach den Siegen bei Rincón und Sarandí unterstützt auch Buenos Aires offiziell die Orientalen gegen Brasilien. Die beiden Hauptstreiter sind der Gaudillo Juan A. Lavalleja und der Heerführer Fructuoso Rivera. Die Ziele der beiden sind weitaus gemäßigter als die von Artigas, der Gleichheit und Unabhängigkeit wollte, während die Generäle sich doch mehr Buenos Aires annähern wollen. 25. August 1825Unabhängigkeitserklärung in Florida am Piedra alta. 1827Im Februar 1827 gipfelt der Konflikt bei der Schlacht von Ituzaingó, die keine Partei für sich entscheiden kann. Kurz zuvor zeigt aber auch England deutliche Interessen am Streit der Parteien, da es seine Handelsinteressen durch die Blockade der Brasilianer, mit Argentinien bedroht sieht. Erst in zweiter Planung der Engländer steht die Bildung eines kleinen unabhängigen Staates, der die Vormachtstellung der beiden Grossen einengen soll und den Zugang zum Río de la Plata nicht nur in argentinischer Hand sehen will. 1830Ausrufung der ersten Verfassung und Ernennung des Staates Estado Oriental de Uruguay nach  europäischen Vorbildern. Das republikanische System fundiert auf dem Wahlrecht und der Gewaltenteilung. Das Wahlrecht gilt aber nur eingeschränkt, ausgeschlossen sind Analphabeten, Sklaven und Nichtsesshafte, also die Mehrheit der Bevölkerung. Diese Verfassung hat Gültigkeit bis ins Jahr 1919. 1831Letzter Ausrottungsfeldzug der neuen Regierung gegen die Charrúa Indianer in Salispuedes. Die überlebenden Kinder werden als Maskottchen von Städtern gehalten und die überlebenden Erwachsenen nach Frankreich an einen Zirkus verkauft.Das Land kommt trotz der Unabhängigkeit nicht zur Ruhe und in den folgenden Jahren bis 1876 dominiert der Kampf zwischen den Blancos, die stellvertretend für den Großgrundbesitz und die Regierung stehen, und den Colorados, dem grossbürgerlichen Kapital.1830-1834 wird Fructuoso Rivera, ein Vertreter des Grossbürgertums, der erste Präsident. Sein Nachfolger von 1835-1838 ist Manuel Oribe, ein Vertreter des Großgrundbesitzertums. Oribe geht, nachdem er Rivera wegen Gesetzesverstößen verklagt und daraufhin von Rivera besiegt wird, ins Exil, wo er dem argentinischen Diktator Juan Manuel de Rosas im Falle der Wiederherstellung seiner Position Uruguay an Argentinien annähern will.   1838Im Jahre 1838 beginnt der “Guerra Grande” als Rivera an Rosas den Krieg erklärt. Rivera kann auf die Unterstützung der Argentinier, Franzosen und Engländer zählen, die alle sich jeweilige Vorteile versprechen. Oribe belagert Montevideo fast neun Jahre (1843-1851).  Der Konflikt entspannt sich als sich die europäischen Nationen zurückziehen und Brasilien sich auf die Seite der Colorados stellt. Am 8. Oktober 1851 kommt es zum Frieden, bei dem es keinen Gewinner gibt, sondern nur einen wirtschaftlich am Boden liegenden jungen Staat.  Der nächste Präsident Blanco J. F. Giró (1852-1853) fällt einer Meuterei des Heeres zum Opfer und an seiner Stelle regiert Venancio Flores bis 1855 weiter. Dananch folgen Gabriel Pereira (1856-1860) und Bernado Berio (1860-1864). 1865General Flores erobert mit argentinischer und brasilianischer Hilfe Uruguay, während Berio in Paraguay Unterstüzung sucht. Im Krieg der Dreierallianz mit Argentinien und Brasilien gegen Paraguay wird Flores ermordet und daraufhin folgt eine lange Regierungszeit (bis 1959) der Colorados. Unter dem Nachfolger von Flores, Lorenzo Battle (1868-1872), geht der Guerra Grande zu Ende, als es die Blancos zum erstenmal erreichen sich an der Regierung zu beteiligen. Aber die Anarchie herrscht weiter bis zur Übernahme der Regierung durch den Oberst Lorenzo Latorre (Colorado) im Jahre 1876.  Die Militärregierungen der Colorados Lorenzo Latorre (1876-188), Maximo Santos (1882-1886) und Máximo Tajes (1886-1890) stehen schon fest im Zeichen der modernen Technik, mit der man die Landführer und Gauchos besser unter Kontrolle halten kann. Das Erscheinen des Telegrafen und der Bau der Eisenbahen ermöglichen es Montevideo den ländlichen Teil besser zu kontrollieren, um so einen entstehenden Konflikt besser entgegentreten zu können. Auch die Waffentechnik, wie das Repetiergewehr Remington und die Krupp-Kanonen, die teuer erworben werden müssen, sprechen zugunsten der Montevideaner.Die folgenden zivilen Colorado-Regierungen von Julio Herrera y Obes (1890-1894) und Juan Icharte Borda (1894-1897), die auf  angeblichen Wahlfälschungen beruhen, rufen den Blancoführer Aparicio Saravia auf die Bildfläche und der Aufstand im Jahre 1897 ist Basis einer Colorado Regierung mit Zugeständnissen der Blancos unter Juan L. Cuestas (1897-1903).       Im Jahre 1830 zählte Uruguay kaum 70 000 Einwohner, wogegen es 1900 schon eine Million waren - derzeit wuchs kein Land so schnell. Hauptgrund waren die Einwanderungswellen der Europäer. Montevideo hatt einen 50-prozentigen Ausländeranteil, fast alles Europäer. Die Europäer und die Brasilianer mit ihren differenzierten Wertvorstellungen gegenüber den Criollos wurden schnell die größten Landbesitzer Uruguays. Zwischen 1870 und 1880 besaßen sie 56 % der Liegenschaften in Montevideo und 58 % der ländlichen Gegenden. Die Immigranten, während des Bürgerkriegs geschützt durch ihre Konsule, profitierten und kontrollierten bis 1889 80% der Industrie.Auch die Viehzucht änderte sich. Die Schafzucht, die damals (1850) nur 500 g Wolle / Kopf bei einem geschätzten Bestand von 800 000 Schafen abwarf, entwickelte sich rapide und mit der Einführung der Merino-Rasse erwarb man 1868 bei einem Bestand von 17 Millionen Tieren einen Pro-Kopf-Ertrag von 1 150 g hochwertiger Wolle, die zu dem Hauptexportschlager Uruguays wurde, bei steigenden Marktpreisen. Schafzucht stellte bei Weitem nicht die Ansprüche wie die Rinderzucht, denn der Boden ist von minderer Qualität und man benötigt 5mal weniger Fläche pro Einheit als bei der Rinderzucht.Die freie Marktwirtschaft erlaubte es Uruguay speziell nach Europa zu exportieren und mit den dortigen Märkten in Konkurrenz zu treten. Bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 hatte Uruguay einen stabilen Markt vorzuweisen. Mit den steigenden Exportgewinnen stieg auch der Wohlstand. Zwischen 1870 und 1900 hat Uruguay ein Pro-Kopf-Einkommen von 317 USD, höher als die USA. Vor allem die Engländer begannen ab 1860 verstärkt in Uruguay zu investieren. Das Fleischextraktunternehmen Liebig, der Eisenbahnbau (erste Linie 1869) sowie die öffentlichen Dienstleistungen (Wasser, Gas, Telefon) gaben den englischen Investoren große Kontrolle über verschiedene Märkte.Mit dem Wohlstand erfolgte aber gleichzeitig ein Wechsel im kulturellen und geistigen Bereich. Die Universität wurde 1848 gegründet (Recht), es folgten die Fakultäten Medizin (1876) und Mathematik (1888). 1877 wurde die kostenlose Schulpflicht eingeführt und die Analphabetenrate sank schnell. Trotzdem fristete der Arbeiter noch einen harten 11-15 Stunden-Tag. Mit der Gründung der Gewerkschaften schlich sich langsam die Angst des Großkapitals vor der sozialen Revolution ein.Im kulturellen Bereich stand die Entfernung von der katholischen Kirche im Vordergrund. Hauptgründe waren die jetzt obligatorische zivile Ehe und das Scheidungsgesetz. 1909 wurde der Religionsunterricht in den Schulen abgeschafft. Uruguay im 20. Jahrhundert  Die Geschichte Uruguays im 20. Jahrhundert ist in vier verschiedene Etappen aufgegliedert: 

  1. Sicherung der Demokratie, soziale Reformen und Wirtschaftswachstum (1902-1930)
  2. Wirtschaftliche und politische Krise, demokratische Restauration (1930-1958)
  3. Wirtschaftliche Stagnation, Zersplitterung der traditionellen Parteien, Bildung einer linken politischen Kraft und Militärdiktatur (1959-1985)
  4. Wiederherstellung der Demokratie und Beitritt Uruguays zum Mercosur
  Der zweimal gewählte Präsident (1903-1907 / 1911-1915) José Battle y Ordoñez (1856-1926) dominierte die erste Periode. Dieser fortschrittliche Staatsmann, der in Europa verschiedene Staatsformen studiert hatte, verstaatlichte die Banco de la Republica, die Elektrizitäts- und Telefongesellschaft und Strassen. Die Arbeiter erhielten 1915 einen 8-stündigen Arbeitstag. Rentenkassen wurden geschaffen, ein freier Arbeitstag wurde eingeführt, sowie die Haftpflichtversicherung gegründet.Uruguay zählte 1908 1 042 000 Einwohner und verdoppelte diese Zahl bis 1930 durch von der Regierung eingeführte medizinische Kontrollen. Im kulturellen Bereich trennte sich die katholische Kirche 1917 offiziell vom Staat (Einführung der Mittelstufe im Landesinnern). 1907 kam das Scheidungsrecht und 1932 erhielten die Frauen das Wahlrecht.Die Reformen wurden durch die Einnahmen aus dem Fleisch-, Leder- und Wollexport finanziert. Landreformen und die Einhaltung der Sozialgesetze im Landesinneren beachtete er jedoch nicht. So unterstützten die Landbarone weiterhin die Politik.1929 begann die Weltwirtschaftskrise, die Uruguay 1930 einholte. Die Preise für die Rohstoffe und Nahrungsmittel, die Uruguay exportierte, stürzten in den Keller und die Folgen waren Arbeitslosigkeit und Einkommensverluste. Der Schrei nach der Aufhebung der Sozialreformen, denen man Wirkungslosigkeit unterstellte, wurde immer lauter.Der 1931 gewählte Präsident Gabriel Teria unternahm mit Hilfe einiger Fraktionen der beiden Parteien und des Heeres daraufhin im März 1931 einen Staatsstreich und löste das Parlament und den Nationalrat auf.Mit der langsamen wirtschaftlichen Erholung, unterstützt durch die nazifeindlichen Alliierten wurden 1938 bei den Wahlen durch Alfredo Baldormir das alte Kollegialsystem wiederhergestellt, von 1943-1947 regierte Juan José de Amézaga als sein Nachfolger.     Unter der Regierung Luis Battle Berres (1947-1951) verzeichnete die Wirtschaft während des Koreakrieges (1950-1953) wachsende Exporte. Weitere Gewinne brachten die Verstaatlichung der britischen Unternehmen (Eisenbahn und Wassergesellschaft), welche in Realität aber nur ihre Schulden aus der Fleischlieferung während des zweiten Weltkrieges bezahlten.In dieser Periode kam das geflügelte Wort von der Schweiz Südamerikas auf.      Die 3. Etappe Uruguays im 20. Jahrhundert ist durch wirtschaftliche Probleme gezeichnet, die vor allem durch wirtschaftliche Veränderungen (Gründung des Europäischen Marktes 1957) und chemische Erneuerung (Kunstfaser), Preisverfall, Schutzzölle auf einheimische Produkte und fehlende Investitionen im Industriebereich zurückzuführen sind. Folgen waren Aufzehrung der Devisen, Handelsbilanzdefizit und Inflation.Erstmals regierten 1959-1967 die Blancos und von 1967-1973 Jorge Pacheco Areco, ein weiterer Coloradopolitiker, der schon während seines Mandates die Freiheit des Individuums per Dekret außer Kraft setzte und den Weg in die Militärdiktatur ebnete.Auf der anderen Seite organisierte sich 1962 die Linke vom Movimiento de Lieberación Nacional (Tupamaros) in einer Guerillaorganisation, die den bewaffneten Kampf aufnahm. Unterstützt von den unteren Klassen der Gesellschaft verübten sie zahlreiche Attentate, Banküberfälle und deckten Korruption und Misswirtschaft auf. 1973 war die Organisation ausgebrannt und viele Mitglieder mussten ins ausländische Exil.Am 27. Juni 1973 löste der zivile Präsident Juan Maria Bordaberry, dessen Sohn 2005 für den Intendenten in Montevideo kandidiert, unter Mithilfe des Militärs mit einem Staatsstreich das Parlament auf und übernahm die Macht.Verbot der Gewerkschaften, Parteienbetätigungsverbot für die Blancos und Colorados, Unterdrückung der Intellektuellen, Folterungen waren an der Tagesordnung. Mit neoliberalen Ideen versuchten die Militärs wirtschaftspolitisch der Krise entgegenzutreten. Öffnung der Marktwirtschaft nach außen, Abbau der Schutzzölle, Förderung des ausländischen Kapitals,  Abbau der Staatsintervention (Privatisierung von Staatsbetrieben) und Kürzung der Sozialleistungen.Bei einem Plebiszit am 30. November 1980, bei dem die Militärs Ihre Herrschaft zu legitimieren versuchten, stimmten 57 % der Wähler gegen die Vorlage.Die Finanz- und Wirtschaftskrise von 1982, die Beschleunigung der Inflation, vor allem Arbeitslosigkeit und die wieder erwachte Gewerkschaft zwangen die Militärs zum langsamen Rückzug.  Im Jahre 1985-1990 übernimmt der Coloradoführer Julio Maria Sanguinetti das Amt des Präsidenten und mit seinem Nachfolger Luis A. Lacalle (1990-1995) erfolgt eine Wiedergeburt der demokratischen Institutionen aber mit einer 3-politischen Größe, der linken Frente Amplio.1989 drückten die Militärs noch schnell ein Verjährungsgesetz durch, das sie vor der gerichtlichen Verfolgung durch den Staat schützte. 19911991 gründete Uruguay zusammen mit Brasilien, Argentinien und Paraguay den Mercosur. 19951995 zählt Uruguay 3 Millionen Einwohner und hat einer der höchsten Lebensstandarde in Lateinamerika. Die Analphabetenrate liegt bei 4,2 % und die Lebenserwartung bei 71 Jahren. Es folgt die zweite Amtsperiode von Sanguinetti, dem im Jahr 2000 sein Parteigenosse Jorge Battle folgt.Doch als es Ende der 90-iger verstärkt durch die Krisen in Mexico und Brasilien auch in Argentinien das ausländische Kapital zurückzog, kam es zur argentinischen Tangokrise, die Uruguay, da wirtschaftlich stark von den großen Nachbarländern abhängig, unverweigerlich mitzog. Die größte Wirtschaftskrise des Landes zeichnete sich ab. Senkung der Löhne, Arbeitslosenquoten bis fast 20 %, soziale Unruhen, Senkung der Sozialleistungen, das Pro-Kopf-Einkommen fällt bis 2003 von 5 500 USD um die Hälfte und das Bruttosozialprodukt sinkt um 10 %. Uruguay hat diesem Desaster wirtschaftlich nichts entgegenzusetzen.  20052005 wird Dr. Tabaré Vazquez von der linken Frente Amplio zum Präsidenten gewählt. Mit neuen Gesetzesentwürfen versucht er der Misswirtschaft seiner politischen Vorgänger entgegenzutreten und der Herr der Lage zu werden. Kredite der FMI werden gestundet, was dem Staat mehr Zeit zur Rekuperation erlaubt. 
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