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Auswandern nach Uruguay

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Es war St. Louis-Enzephalitis und nicht Dengue in Uruguay

Geschrieben von Martin   
Erstellt: Freitag, 5. Oktober 2007
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 5. März 2008
Das ist das Ergebnis der Untersuchung in Puerto Rico. Das Gesundheitsministerium (MSP) verstärkt seine Aufklärungskampagne für die kommende Saison. Neue technische Mittel ermöglichen eine schnellere Diagnose. (Auszug El País) Im April diesen Jahres entdeckte das MSP 94 Verdachtsfälle des Dengueerregers, fünf Monate später erklärten die Verantwortlichen, dass es sich in den meisten Fällen dabei um den St. Louis Virus handelte. Weiterhin wurde versichert, dass der Virus keine sanitären Konsequenzen für das Land hat. Die Verantwortlichen drückten jedoch im Hinblick auf die bevorstehende Saison ihre Besorgnis auf den Denguevirus aus. Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (OPS) warnte Uruguay vor den ersten Fällen, die im Süden Brasiliens kürzlich auftraten und, dass es daher zu grösseren Problemen in der kommenden Sommersaison kommen könnte.

Aus diesem Grund hat die Regierung beschlossen vor allem in den grenznahen Departements umfangreiche Kontrollen durchzuführen.

Offiziell wird die Kampage in diesem Monat gestartet, und der erste Schritt wird sein die möglichen Brutstätten der AEDES AEGYPTI am Río Uruguay auszurotten. Im Departement Salto beginnt man mit dem Sprühen, um zu verhindern, dass der Erreger mit dem Moskito aus Argentinien übersetzt.

In Argentinien gab es im letzten Jahr 92 importierte Denguefälle (von aussen ins Land gebracht) und ein autochtoner Fall. In Uruguay waren es nur vier importierte Fälle, trotzdem ist der AEDES AEGYPTI - Moskito in den Departements von Salto, Río Negro und Rivera schon aufgetaucht.

Jetzt mit dem Ansteigen der Temperaturen beschleunigt sich der Zyklus des Moskito. Die Entwicklung eines Eies beträgt bei niedrigen Temperaturen 10-15 Tage, bei über 18 Grad braucht das Ei nur noch 7 Tage, um seinen Zyklus abzuschliessen. Ferner sticht der Moskito bei hohen Temperaturen öfters, als bei niedrigen Temperaturen.

Die Bluttests, die Anfang des Jahres in Puerto Rico durchgeführt wurden, bestätigten, dass es sich dabei um den St. Louis Virus handelte. Die Reaktionen auf die beiden Viren sind ähnlich und das führte zu Konfusionen.

In Argentinien kam es im Jahr 2003 in den Departements Santa Cruz und Cordoba zu ähnlichen Verwechslungen.

Der St. Louis Virus hat glücklicherweise nicht die gleichen fatalen Folgen wie der Dengueerreger, obwohl die Anzeichen ähnlicher Natur sind. Der St. Louis Virus wird durch den Culex-Moskito übertragen, die häufigste Art in Uruguay.

Bei bei einer Infektion geht man normalerweise davon aus, dass es sich um den Denguevirus handelt, den man durch einen Antikörpertest feststellen kann. Jedoch zur Sicherstellung wurden die Bluttests nach Puerto Rico geschickt, denn dort gab es bisher ein Testverfahren über das Uruguay nicht verfügte.

Für die kommende Saison hat sich das Land jedoch gerüstet und verfügt nun über ein Verfahren, das die Diagnose des Dengueerregers binnen 24 Stunden gewährleistet - dank der Technologie aus Puerto Rico.

CULEX:

Der am häufigsten vorkommende Moskito in Uruguay. Sticht in der Abend- und Morgendämmerung und in der Nacht. Brütet in abgestandenem Wasser. Überträger des St. Louis-Enzephalitis, der erstmals 1933 in St.Louis in den USA festgestellt wurde. Der Erreger ist nicht ansteckend.

Symptome: kaum oder gar keine, bei Fieber Arzt konsultieren. 

AEDES AEGYPTI:

schwarzer Körper mit weissen Streifen, sein Lebenszyklus dauert ca. 30 Tage. Der Moskito sticht den ganzen Tag über.

Symptome: hohes Fieber, Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Muskelschmerzen und eventuell Hautausschlag.



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