Vor kurzem fand im Salón Fashion
Eventos in Pinares de Solymar die Wahl der "Miss Ciudad de la Costa 2010" statt (s. Veranstaltungskalender). 15 Dorfschönheiten stritten um die begehrte Krone.
Bitte erwarten Sie keine Gisele Bündchen, Linda Evangelista oder Penélope Cruz. Trotzdem verdienen die jungen Damen einen zweiten Blick.
Foto: Die strahlende "Miss Ciudad de la Costa 2010", die 19jährige María José Sarasola, die für San José de Carrasco den Laufsteg betrat.
Alle Bilder dieses Artikels mit freundlicher Genehmigung von Daniel Hardy Coll, Herausgeber von El Pinar Press.
BRD-Außenminister Guido Westerwelle hat gestern bei seinem Staatsbesuch in Montevideo eine "Vertiefung der Zusammenarbeit" mit Uruguay angekündigt. Die uruguayische Regierung hatte mehr europäisches Engagement in Lateinamerika auf Gebieten wie der Energiewirtschaft gefordert.
Westerwelles Lebenspartner, Michael Mronz, war natürlich auch mit von der Partie...
Foto: Bundesaußenminister Guido (Sch)Westerwelle (rechts) während seines Staatsbesuchs am 9. März 2010 in Montevideo, hier mit dem uruguayischen Staatspräsidenten José Mujica. Der "Pepe" sieht nicht so aus, als würde er seinen Besucher zu einem Mate oder Asado einladen wollen...
In der kürzlich stattgefundenen ersten Ministerratssitzung der neuen uruguayischen Regierung wurde bestätigt, was schon vor Wochen von Mujica in die öffentliche Diskussion gebracht worden war: Für die Umsetzung kommunitärer Projekte sollen künfig verstärkt Volontäre eingesetzt werden sowie Häftlinge und Soldaten.
Bildunterschrift: Erste Priorität der neuen Regierung Mujica: Beseitigung der Elendsquartiere in Uruguay durch die Schaffung menschenwürdiger Behausungen für alle.
Uruguay ist eine Musiknation mit einer reichen Tradition. Schließlich wurden hier der Tango und der Candombe erfunden.
Aber auch die Milonga und die Cumbia sind in Uruguay zuhause, ebenso wie viele andere Musikstile. Neben Latino-Rhythmen werden hier auch alle "okzidentalen" Musikgenres gespielt. Uruguay ist überhaupt ein Land mit viel Kultur und vielen talentierten Künstlern.
Hier eine kleine Auswahl uruguayischer Musik zum Anhören und Schauen (Viedoclips).
Schon am ersten Tag seiner Amtszeit brachte der frischgebackene Präsident Uruguays, José "Pepe" Mujica, das Land in Aufruhr.
Seine Ankündigung keinen einzigen Beamten oder öffentlichen Angestellten mehr einzustellen verschreckte die Interessenvertreter genau dieses unproduktiven gesellschaftlichen Sektors, schließlich wollten doch alle noch mehr Amigos und Familienangehörige in's Schlaraffenland der Unkündbarkeit und der endlos melkbaren Staatskuh hieven.
Foto: Blick in die Schalterhalle des Hauptgebäudes der Staatsbank (BROU). Wenn Sie dort hinein müssen, brauchen Sie gute Nerven! Rund 70% der Angestellten sind nämlich mit Wichtigerem befaßt als mit der Bedienung von Kunden, während Sie in der Schlange stehen...
Um 13 Uhr begannen heute die Festivitäten zur Amtseinführung von José "Pepe" Mujica, dem neuen Staatspräsidenten der Republik Östlich des Uruguay. Zum ersten Mal fand die Zeremonie am Fuß des Artigas-Denkmals auf der Plaza Independencia statt (s. El País v. 6. 2. 2010), und zum ersten Mal war dieser Tag zum nationalen Feiertag erklärt worden.
Allein schon das zeigt die Wichtigkeit, die dieser Angelegenheit hier beigemessen wird.
Foto: Die beiden Protagonisten des heutigen Tages: José Alberto Mujica Cordano (* 20. Mai 1935, Montevideo), der frischgebackene Staatspräsident Uruguays (rechts), und sein Vize, Danilo Ángel Astori Saragosa (* 23. April 1940, Montevideo), im ökologischen Elektroauto unterwegs zur Plaza Independencia, begleitet von tausenden von Sympathisanten.
Derzeit entsteht im Herzen der Ciudad de la Costa, in Lagomar, das größte kommerzielle Zentrum Uruguays, das den Namen "Costa Urbana tragen wird.
Viele Geschäfte, Supermärkte, Kinos und Restaurants, aber auch Büros staatlicher Betriebe und der Gemeindeverwaltung sollen in den vier Etagen der Mall einen neuen Standort finden, wie der Architekt Nicolás Guerra erläutert.
Foto: Der große, traditionelle Supermarkt in Lagomar, die Tienda Inglesa, wird im Vergleich zur neuen Costa Urbana winzig erscheinen.
Kein Lebensbereich der uruguayischen Gesellschaft blieb so, wie er war. Die erste Frente-Amplio-Regierung hat kein Thema ausgelassen, in allen wichtigen Bereichen neue Realitäten geschaffen und das Land modernisiert.
Hier der letzte Teil unserer Serie "Bilanz der Regierung Tabaré Vázquez", die sich an alle richtet, die sich wirklich für dieses kleine Land am Río de la Plata interessieren. In ihm geht es, etwas untypisch, um die Abtreibungsfrage sowie die in Uruguay erfolgte rechtliche Gleichstellung von nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften sowie von sexuellen Minderheiten.
Foto: Mit der uruguayischen Flagge und Mineralwasser: Der scheidende Staatspräsident von Uruguay, Tabaré Vázquez, verabschiedete sich am Dienstag Rahmen einer Pressekonferenz mit den Worten er gehe "ohne Wehmut, mit erhobenem Haupt und sauberen Händen" (s. Uruguay al Día v. 23. 2. 2010). Am Sonntatg wird er noch eine Ansprache auf der Plaza Independencia halten.
Anfang Februar stand es in der "Revista Galería", die zusammen mit der renommierten uruguayischen Wochenzeitschrift "Búsqueda" erscheint, und am 10. 2. 2010 wurde sogar im Vormittagsjournal "Bien Despiertos" des angesehenen TV-Senders "Canal 12" darüber berichtet (s. Teledoce v. 10. 2. 2010):
Auch in Uruguay wird geblasen. Um Einlaß in die Disco zu bekommen, die Hausaufgaben gemacht zu kriegen, bessere Noten zu erhalten oder andere Vorteile zu erhaschen praktizieren heranwachsende Mädchen ab 14 Jahren, manchmal auch noch jüngere, Oralsex am Türsteher, ihren Mitschülern, dem Lehrer oder wem auch immer.
Frauen sind in der uruguayischen Politik eindeutig auf dem Vormarsch. Symbolisch dafür war der Startschuß für die neue Legislaturperiode am vergangenen Montag, der mit zwei Kammerpräsidentinnen, einem gestiegenen Frauenanteil unter den Abgeordneten sowie Tangosängerinnen und einer Frauen-Trommel-Combo auf der anschließenden Party bzw. Kulturveranstaltung eindeutig unter weiblichen Vorzeichen stand (s. hier).
Und nun kandidieren drei Frauen für das Erste Bürgermeisteramt (Intendencia) von Montevideo.
Foto: Ana Lía Piñeyrúa (Partido Nacional), Blanco-Kandidatin für das Erste Bürgermeisteramt von Montevideo.
Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 25. Februar 2010
Im ersten Teil über das "neue Uruguay" war es um die Sofortmaßnahmen sowie die Sozial-, Wirtschafts- und Außenpolitik der Regierung Tabaré Vázquez gegangen.
Dieser zweite Teil behandelt einige wichtige gesellschaftliche Themen und deren Entwicklung: Verbrechensbekämpflung und Bürgersicherheit, die Verschwundenen der Militärdiktatur und die neue Straßenverkehrsgesetzgebung.
Foto: Tabaré Vázquez und sein Vize, Rodolfo Nin Novoa, am Tag der Übernahme der Regierungsgeschäfte (1. März 2005), vor dem Parlamentsgebäude ("Palacio Legislativo"), wo Vázquez anschließend die Präsidentenschärpe umgelegt bekam.
Ohne jede Übertreibung und ohne pathetisch zu werden kann man sagen, daß die erste Frente-Amplio-Regierung Uruguays unter der Ägide von Tabaré Vázquez ein neues Uruguay geschaffen hat: moderner, sozialer, partizipativer.
Dieser Artikel und die geplanten weiteren zwei Teile sollen einen Eindruck von der neuen Politik und der
eingeschlagenen Richtung vermitteln.
Foto: Der frischgewählte uruguayische Präsident, Tabaré Vázquez, nach seinem überwältigenden Wahlsieg vom 31. Oktober 2004, als er den Legende gewordenen Ausspruch tat: "Feiert, Uruguayer, feiert!" ("Festejen, Uruguayos, festejen!").
Gestern nahmen beide Kammern des uruguayischen Parlaments mit feierlichen Akten ihre
Tätigkeit der 47. Legislaturperiode auf, unter breiter Teilnahme des
Publikums und mit einer großen kulturellen Veranstaltung zum Aschluß.
In Deutschland könnte man sich so etwas gar nicht vorstellen. Wer käme da schon auf den Gedanken zu feiern, wenn ein neuer Bundestag die Amtsgeschäfte übernimmt - außer vielleicht die Abgeordneten selbst, um ihre Diäten und sonstigen zu erwartenden Einkünfte zu begießen.
Fotos: Lucia Topolansky (links) und Ivonne Passada (rechts), beide Ex-Guerrilleras der Tupamaros und derzeitige Präsidentinnen der neuen Parlamentskammern in Uruguay.
Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 25. Februar 2010
Mehrere multinationale Unternehmen wollen in Uruguay wieder stärker
investieren. Die Vorhaben mit einer Gesamtsumme von rund 2 Milliarden
US-Dollar sollen bereits kurz nach Amtsantritt des uruguayischen
Präsidenten José Mujica am 1. März 2010 realisiert werden.
Bild: Die russische Gazprom - eines der Großunternehmen, die nach dem bevorstehenden Regierungswechsel in Uruguay investieren werden.
Am Wochenende fand in Montevideo eines der Hauptereignisse des uruguayischen Karnevals statt: das "Desfile de las Llamadas" (die "Parade der Rufe").
Wegen der großen Anzahl der teilnehmenden Gruppierungen (43 Comparsas) wurde die Veranstaltung wie schon letztes Jahr auf zwei Tage verteilt, Donnerstag und Samstag. Der Freitag fiel wegen Wetterproblemen aus...
Hier einige Bilder von dem karnevalesken Happening.
Die Uruguayer sind recht einfach gestrickt (nicht negativ gemeint!) und haben
keine 'exotischen' Freizeitinteressen.
Wochenenden und ihre sonstige
freie Zeit verbringen sie gerne im Kreis der Familie, die hier noch
einen hohen Stellenwert hat, oder auch mit Freunden, und/oder sie unternehmen
etwas mit ihren Kindern.
Foto: Der Rodó-Park (Parque Rodó), eine Idylle im Herzen von Montevideo. Hier verbringen viele Montevideaner gerne einen Teil ihrer freien Stunden.
Gestern Abend sang der spanische Liedermacher Joaquín Sabina im ausverkauften Centenario-Stadion von Montevideo.
Dem deutschsprachigen Publikum dürfte der 'spanische Bob Dylan' wegen der Sprachbarriere nur wenig bekannt sein. Das ist ein echtes Defizit - und ein Grund mehr Spanisch zu lernen.
Foto: Joaquín Sabina (* 1949) am 2. Februar 2010 während seines Konzerts im vollbesetzten Montevideaner "Estadio Centenario".
Gestern, am 2. Februar, war hier in Uruguay wieder der Tag der Meeresgöttin Yemanjá, der wichtigsten weiblichen Gottheit der Umbanda-Religion.
Begangen wurde dieser Tag auch in den Nachbarländern, vor allem in Brasilien und Argentinien.
Foto: Anhänger der Umbanda-Religion tragen ein geschmücktes Schiffchen mit Opfergaben in den Río de la Plata, gefolgt von Priestern dieser Religion. Ort: Playa Ramírez, Montevideo, Uruguay.
Angesichts der Tatsache, daß keiner der beiden von unterschiedlichen Frente-Amplio-Sektoren vorgeschlagenen Kanditaten für das Erste Bürgermeisteramt von Montevideo das nötige Quorum einer Zweidrittelmehrheit des Parteiplenums des Frente Amplio von Montevideo auf sich vereinigen konnte, tauchte diese Woche der Name einer Kompromißkandidatin in der Diskussion auf: Ana Olivera vom Partido Comunista.
Am Freitag wurde sie bei nur zwei Enthaltungen zur Einheitskandidatin des Regierungsbündnisses gewählt (s. El País v. 30. 1. 2010). Damit ist sie die erste Frau, die in Uruguay als aussichtsreiche Spitzenkandidatin bei wichtigen Wahlen antritt.
Foto: Ana Olivera (Partido Comunista), Einheitskandidatin des Frente Amplio für das Erste Bürgermeisteramt von Montevideo.
Gestern fiel der offizielle Startschuß für den uruguayischen Karneval 2010 mit der traditionellen "Auftaktparade" ("Desfile Inaugural") auf der Avenida des 18. Juli in Montevideo.
Viel Rhythmus, viel Freude, viel Haut und viele Farben charakterisierten die Szenerie. Die ganze Stadt war auf den Beinen. Ab 70 Pesos (2,30 Euro) konnte man einen Sitzplatz bekommen. 'Logenplätze' gab es für 800 Pesos (knapp 30 Euro). Zehntausende säumten die Straße.
Beflügelnd wirkte auch, daß Montevideo zum zweiten Mal in Folge zur Karnevals-Hauptstadt Iberoamerikas erkoren und die den hiesigen Karneval bestimmende Tanzpantomime "Candombe" von der UNESCO zum "Immateriellen Kulturerbe der Menschheit" erklärt worden war (s. El Observador v. 28. 1. 2010). (Der Tango war schon früher zum Kulturerbe der Menscheit erhoben worden.)
Bild: Heiße Rhythmen und überbordende Lebensfreude sind registrierte Markenzeichen des uruguayischen Karnevals.
Nachdem er monatelang in der brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa gelebt hatte, durfte der geschaßte Ex-Präsident von Honduras, José Manuel "Mel" Zelaya Rosales, heute mit seiner Familie Honduras verlassen.
Foto: Der per Staatsstreich abgesetzte honduranische Ex-Präsident, José Manuel Zelaya (rechts), bei seiner Ankunft in Santo Domingo, zusammen mit Leonel Fernández, dem Regierungschef der Dominikanischen Republik (Mitte), der Zelaya in Tegucigalpa abgeholt hatte.
Eine repräsentative Umfrage unter den ca. 450 Profifußballern der
uruguayischen A-Liga (entspricht der Bundesliga) brachte es an den Tag:
Nirgendwo auf dem amerikanischen Kontinent verdienen Fußballprofis so
wenig wie im Land der Celeste (= uruguayische Nationalflagge). Nur
20.000 Pesos bringen sie im Schnitt pro Monat nach Hause, das sind rund 1.000 US-Dollar.
Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 28. Januar 2010
Im Solanas Vacation Club von Punta del Este fand am Samstag der diesjährige Schönheitswettbewerb "Miss Atlántico International" statt. 18 Schönheiten aus 18 Ländern liessen den Catwalk knistern.
Die begehrte Krone holte sich Jessica Guillen aus Venezuela (Foto), aktuelle Titelhalterin von Miss Amazonas und gut platzierte Finalteilnehmerin von Miss Venezuela 2009 und 2010.
Die frisch gewählte nationale Regierung von José Mujica hat noch nicht einmal ihr Amt angetreten, da stehen in Uruguay schon die nächsten wichtigen Wahlen in's Haus.
Am 9. Mai 2010 werden die Länderparlamente und Regierungschefs ("Intendentes") der 19 uruguayischen Departamentos in den sog. "Elecciones Municipales" auserkoren.
Foto: Der Ingenieur Daniel Martínez, wahrscheinlicher Kandidat des Frente Amplio für das Amt des Ersten Bürgermeisters (Intendente) von Montevideo.
Uruguay ist ein Land frei von schweren Naturkatastrophen. Hier gibt es keine Erd- oder Seebeben, keine Hurrikane, keine Überschwemmungskatastrophen und keine verheerenden Dürreperioden. Es gibt auch keine Seuchen, weder unter Menschen (keine Malaria-Moskitos!) noch unter Tieren (von vereinzelten Fällen von Maul- und Klauenseuche einmal abgesehen). Als überall BSE-Alarm war, war Uruguay seuchenfrei.
Was es gibt sind hin und wieder schwere Unwetter, ein-, zweimal pro Jahr Stürme mit Spitzen von 140, 160 oder 180 km/h (vor allem der jedes Jahr zu Frühlingsbeginn aus Argentinien herüberziehende "Santa Rosa"), sporadisch kleinere Trockenperioden, die die Landwirtschaft zwar betreffen, aber immer "im Rahmen" bleiben. Und es gibt regelmäßig Überschwemmungen kleineren oder etwas größeren Ausmaßes.
Von diesen handelt dieser Beitrag.
Foto: Der uruguayische Präsident Tabaré Vázquez im April 2007 bei Überschwemmungsopfern in Durazno.
Heute trat im Morgenjournal "Bien Despiertos" des renommierten uruguayischen Fernsehsenders Canal 12 einer der Moderatoren als "Chef Guevara" auf - Ché Guevara als Chefkoch. Der eigentliche Koch der Sendung hatte Geburtstag, und so kam der Ché, um ihm zu helfen.
Für seine neue Regierung ab 1. März 2010 war José Mujica bemüht die kompetentesten und zuverlässigsten Fachleute zu gewinnen.
Viele glauben, daß das neue Kabinett die beste Regierung in der bisherigen Geschichte Uruguays werden wird, noch besser als die des scheidenden Präsidenten Tabaré Vázquez, dessen Politik in der Bevölkerung um die 70% Zustimmung erfährt.
Foto: Der scheidende und der gewählte uruguayische Präsident: Tabaré Vázquez (links) und José 'Pepe' Mujica (rechts), beide Frente Amplio.
Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 28. Januar 2010
Am 11. und 12. Dezember 2009 fand die 7. Ausgabe der uruguayischen Teletón statt. Ziel des 24stündigen TV-Marathons: Spendengelder für ein geplantes pädiatrisches Rehabilitationszentrum in Fray Bentos zu sammeln.
Die selbst gesteckte Zielmarke von 30 Mio. Pesos wurde dabei weit übertroffen. Am Ende der Sendung waren von uruguayischen Bürger/innen und Firmen fast 70 Mio. Pesos gespendet worden, rund 2.333.000 Euro - ein neuer Rekord in der Teletón-Geschichte.
Foto: Victoria Rodríguez, Hauptmoderatorin und "Gesicht" der uruguayischen Teletón.
Nach dem vorläufigen Endergebnis von 20.25 Uhr der zweiten Runde der uruguayischen Präsidentschaftswahlen hat sich José "Pepe" Mujica (Frente Amplio) mit 51,5% der Stimmen klar gegen seinen Kontrahenten Luis Alberto Lacalle (Partido Nacional / Blancos) durchgesetzt, für den 44,4% der Stimmen abgegeben wurden.
Der Rest sind Enthaltungen oder ungültige Stimmen.
Am heutigen Sonntag finden nicht nur Wahlen in Uruguay statt, sondern auch in Honduras.
Während der Urnengang in Uruguay "frei und allgemein" ist, sind die Wahlen in Honduras aller Wahrscheinlichkeit nach getürkt. Viele lateinamerikanische Regierungen haben schon angekündigt, daß sie die honduranischen 'Wahl'ergebnisse nicht anerkennen werden. Die Regierungen der Nordhemisphäre täten gut daran, Selbiges zu tun.
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 23. Dezember 2009
Der brasilianische Regierungsschef hat heute, wenige Tage vor der entscheidenden Präsidentschaftswahlrunde in Uruguay, durch einen seiner Sprecher seine Vorliebe für eine weitere Frente-Amplio-Regierung in Uruguay von 2010 bis 2015 verlauten lassen.
Die Wirtschaftspolitik ist fundamental für die Entwicklung und
Geschicke eines jeden Landes bzw. Volkes und zweifellos einer der
wichtigsten Politikbereiche, wenn nicht DER wichtigste überhaupt.
Hier der zweite Teil unserer Serie über die Politik der Regierung Vázquez in Uruguay von 2005 bis 2010.
In seiner auslaufenden ersten Regierungsperiode hat der Frente Amplio unter der Präsidentschaft von Tabaré Vázquez Uruguay auf vielen Ebenen modernisiert und sich erstmals in der Geschichte des Landes um ALLE sozialen Schichten gekümmert. Wenn die Leute dieses Jahr wieder Frente Amplio wählen, wissen sie warum.
In dieser Artikelserie soll ein kurzer Überblick über einige durchgeführte Maßnahmen und Reformen seit März 2005 gegeben werden, der natürlich nur unvollständig bleiben kann. Fünf intensive Jahre sind eine lange Zeit...
Der neue Präsident, Tabaré Vázquez, und die ihn stützenden politischen Parteien des Frente Amplio hatten vor den Wahlen einen Wandel der Politik "bis in die Wurzeln", hin zum Sozialen angekündigt. Und sie halten Wort: Während in Europa der Sozialstaat abgebaut wird, wird er hier wieder neu errichtet. Nach über anderthalb Jahrhunderten Politik für die Besitzenden wird nun in Uruguay auch Politik für die Bedürftigen gemacht.
Foto: PANES-Helfer in Uruguay: Voller Idealismus, mit Plakette an der Brust, per Pedes zur nächsten Armensiedlung. Die Einschreibeformulare für das nationale Nothilfeprogramm werden im Karton mitgeschleppt.
(Dieser Beitrag erschien am 14. 6. 2005 auf UrugayInfo.com.)
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 23. Dezember 2009
Das Publikum im komplett ausverkauften Stadion "Centenario" in Montevideo raste schon, bevor der Ball überhaupt zum ersten Mal getreten worden war. Feuerwerkskörper stiegen in die Luft, bekannte Schlachtrufe wurden skandiert. Das Spiel gegen Costa Rica war spätestens seit Sonnenaufgang DAS Tagesthema in ganz Uruguay.
Die Partie wurde von ALLEN Fernsehkanälen live übertragen, und natürlich auch im Internet. Sportreporter äußerten Kommentare wie es gebe keinen einzigen Uruguayer, der dieses Spiel nicht anschauen würde, und grüßten so nebenbei auch die im Ausland lebenden -und selbstverständlich ebenfalls zusehenden- Landsleute.
Vor solch einer Kulisse wirkten die Kicker aus Zentralamerika wie Lämmer, die zur Schlachtbank geführt werden.
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 23. Dezember 2009
Die 20jährige Studentin Geisy Arruda wurde von ihrer Uni im brasilianischen Bundesstaat São Paulo suspendiert, nicht weil sie heimlich Bomben bastelte oder die Professoren beschimpfte, sondern weil sie in einem pinkfarbenen Minikleid zur Vorlesung erschienen war und damit ihre männlichen Kommilitonen "provozierte"...
Ein Brand in den frühen Morgenstunden des 31. Oktober im Stadtviertel Aires Puros von Montevideo brachte ein illegales Waffenlager mit rund 600 zum Großteil schweren Waffen an's Tageslicht (die Zahlenangaben schwanken, andere Quellen sprechen von mehr als 1.200 Waffen).
Als der Besitzer des betroffenen Hauses, der Buchhalter Saúl Feldman (61 J., andere Quellen sprechen von 64 bzw. 70 Jahren), von der Polizei in seinem Wohnhaus in Shangrilá aufgefordert wurde, zur Wache mitzukommen, erschoß Feldman einen der drei Polizisten, die ihm die Aufforderung überbrachten, ohne viel Federlesens.
Danach verbarrikadierte er sich in seinem Haus, während die Polizei ein Kontingent zusammen zog. Das nachfolgende Feuergefecht endete erst am Morgen des nächsten Tages.
Und jetzt kochen so manche Politiker ihr Süppchen mit diesem Fall, in dem es bisher nur offene Fragen und keine Antworten gibt.
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 23. Dezember 2009
Spitzenpolitiker der Blancos und vor allem der Colorados haben in den letzten Tagen jede Zurückhaltung abgelegt und eine unglaubliche Schlammschlacht gegen José "Pepe" Mujica losgetreten, den aussichtsreichen Präsidentschaftskandidaten des Frente Amplio bei der zweiten Wahlrunde am 29. November.
Dabei scheinen sie nicht zu merken, daß die einzigen, denen sie damit schaden, sie selbst und ihre Parteien sind.
Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 12. November 2009
Zum ersten Mal seit 2002 steht ein Verein aus Uruguay wieder im Halbfinale der Copa Sudamericana. River Plate setzte sich am späten Abend des 4.11. im Estadio Saroldi, Montevideo nach einem packenden Spiel im Elfmeterschießen mit 7:6 gegen Atlético San Lorenzo, den Tabellensechsten der Argentinischen Liga durch.
Die von der COMNEBOL organisierte Copa Sudamericana ist nach der Copa Libertadores der zweitwichtigste Wettbewerb im südamerikanischen Vereinsfußball – vergleichbar etwa dem ehemaligen UEFA-Cup.
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 23. Dezember 2009
Die oberste Wahlbehörde Uruguays hat gestern die Stimm-auszählungen der allgemeinen Parlaments- und Präsidentschafts- wahlen vom 25. Oktober 2009 beendet.
Er war DER aufstrebende Mann und Hoffnungsträger des Partido Nacional. In den Direktoriumssitzungen seiner Partei trat er auf wie ein Tornado und sprang mit den Altvorderen und Honoratioren der Blanco-Partei um, wie es ihm beliebte. Alle, Freund wie Feind, waren sich sicher, daß er wegen seines Charismas, seiner Willenskraft und seiner unerschöpflich erscheinenden Energie Präsident aller Uruguayer werden würde, und zwar bald, vielleicht schon durch die nächsten Wahlen?
Und dann, im Morgengrauen des 12. August 1998, bereitete Villanueva Saravia Pinto so mir nichts, Dir nichts, wie aus heiterem Himmel, seinem Leben ein Ende, nachdem er am Abend davor noch gutgelaunt an einer Geburtstagsfeier teilgenommen hatte. Der Linkshänder schoß sich mit der rechten Hand in die Schläfe... Seine junge Frau war hochschwanger und gebar nur drei Tage später eine gemeinsame Tochter...
Eine klare Selbstmordsituation, finden Sie nicht? Eine strahlende Zukunft, eine hochschwangere Frau und eine zum Bersten gute Laune...
Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 12. November 2009
Nach der ersten Stimmauszählung haben der Frente Amplio mit Kandidat José "Pepe" Mujica in den Präsidentschaftswahlen vom Sonntag im ersten Durchgang 48,16% der Stimmen erhalten, der Partido Nacional (Blancos) mit Luis Alberto Lacalle 28,94%, der Partido Colorado (Colorados) mit Pedro Bordaberry 16,90% und, weit abgeschlagen, der Partido Independiente mit Pablo Mires 2,47%.
Damit wird ein zweiter Wahlgang (Ballotage) am 29. November 2009 notwendig werden, bei dem die beiden bestplatzierten Kandidaten gegeneinander antreten werden: José Mujica und Luis Alberto Lacalle. Pedro Bordaberry hat bereits die Anhänger/innen der Colorados zur Unterstützung der Blancos aufgerufen.
Die in diesem Artikel genannten Ergebnisse können sich noch geringfügig ändern.
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 18. November 2009
Der nächste Präsident Uruguays wird wohl José Mujica (Frente Amplio) heissen. Nach den ersten Hochrechnungen von 20.30 Uhr erzielte er 47% der Stimmen in der heutigen ersten Wahlrunde.
Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 26. November 2009
Seit die Wahllokale heute morgen um 8.00 Uhr ihre Pforten geöffnet haben, herrscht in ihnen reger Betrieb. Die TV-Kanäle bringen Wahlsondersendungen den ganzen Tag über, bis die (vorläufigen) Wahlergebnisse feststehen werden, denn heute gibt es in Uruguay nur ein einziges Thema: die allgemeinen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2009.
Es ist ein sonniger Frühlingstag. Überall herrscht gute Stimmung.